In der Sauna schwitzen Menschen freiwillig. Auf der Arbeit oder bei anderen offiziellen oder engeren persönlichen Kontakten versucht jeder, Schwitzen zu vermeiden. Deos und schweißhemmende Kleidung gehören daher für die meisten zur persönlichen Hygiene.
Dabei ist es nicht der SChweiß, der das eigentliche Problem darstellt, sondern die Bakterien, die ihn nur zu lecker finden. Mittel gegen den Schweißgeruch, den die Bakterien eigentlich herstellen, enthalten daher oft bakterienhemmende Mittel.
Wissenschaftler in Ann Arbor, Michigan, USA haben nun allerdings herausgefunden, dass der bakterienhemmende Stoff Triclosan im Blut, im Urin und in der Muttermilch nachgewiesen werden kann. Er taucht auch im Nasensekret von gesunden Menschen auf.
Bei denjenigen, die ein besonders hohes Niveau von Triclosan im Nasensekret hatten, war gleichzeitig auch eine Besiedlung der Nase mit dem Staphylococcus Aureus nachweisbar. Diejenigen Probanden, die hingegen vergleichsweise wenig Triclosan im Nasensekret hatten, wiesen auch eine geringere Besiedlung mit dem Staphylococcus Aureus vor.
Die Wissenschaftler erklären das Phänomen damit, dass durch Triclosan der Staphylococcus Aureus darin unterstützt werde, an menschliche Proteine wie Kollagen, Keratin und Fibronektin, zu binden.
Meine Schlussfolgerung:
Möglicherweise ist der Staphylococcus Aureus, den die Wissenschaftler fanden, zusätzlich bereits gegen Triclosan immun. Er kann sich im Vergleich zu anderen, in der Nase vorkommenden Bakterien, die nicht immun sind, frei entfalten, gerade weil die anderen Bakterien durch Triclosan geschädigt werden.
Wie eine Forschergruppe rund um Frau Prof. Ambrosch an der Universitätsklinik Kiel herausfanden, kann ein erhöhtes Niveau des Staphylococcus Aureus in den Nasennebenhöhlen bei GPA-Patietnen zu einem Rezidiv führen.
Mehr Info:
http://www.focus.de/gesundheit/news/krank-dank-triclosan-kosmetik-wirkstoff-fuettert-fiese-nasen-bakterien_id_3764775.html
Kosmetikstoff fördert Staphylococcus Aureus
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