Dignity Therapy
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S. (Archiv)
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Dignity Therapy
Es stirbt sich nicht so leicht, wie viele denken. Auch nicht mit der Hilfe von Medikamenten, die man von jemandem bekommen könnte.Der Tod mit Hilfe einer Überdosis Insulin ist z.B., entgegen der Auffassungen, die in Suizid-Kreisen wohl kursieren, äußerst qualvoll. Darauf wies der Psychoanalytiker und Facharzt für Psychiatrie, Präsident der International Psychoanalytic University Berlin, Martin Teising, in der heutigen Scrobel-Sendung auf SAT3 hin.
Der Journalist Scrobel hat eine ganze Themenseite zur Diskussion rund um die Sterbehilfe zusammengestellt. Er möchte zur Versachlichung der Diskussion seinen Beitrag leisten. Dazu gehört es, dass aufgezeigt wird, wie der Tod bei einem Menschen eigentlich abläuft, etwa beim Ertrinken, dem Verbrennen und dem Erfrieren. Ganz schön nahe, das so zu sehen, bzw. zu hören.
Dazu gehören auch Zahlen, die belegen, dass - behandelbare - Depressionen eine sehr große Rolle spielen bei dem Wunsch zu sterben. Der Artikel, den Friedolin letztens online stellte im Thread zur Fatigue, ist ein Fingerzeig darauf, dass durch den Prozess der Entzündung gerade Menschen mit Autoimmunerkrankungen von Depressionen betroffen sein könnten.
Mehr Info: http://www.3sat.de/scobel/
Eine neue Information war für mich die Dignity Therapy. Sie stärkt den Betreffenden durch eine Selbst-Reflexion und Dokumentation in seiner Würde im Sterbeprozess, so dass der Wunsch nach einer assistierten Selbst-Tötung verringert wird.
Mehr Info dazu: http://www.palliativpsychologie.de/?page_id=1450
Eindeutig zu kurz kommen bei dem Philosophen Scrobel die Auffassungen der einzelnen Religionen und vor allem deren Begründungen - denn in einer solchen Diskussion geht es nicht um Dogmas, sondern um Konzepte, die nachvollziehbar sein müssen - zur Sterbehilfe. Und zum Leben nach dem Tod.
Einen kleinen Hinweis, wie wichtig diese Seite der Diskussion im Grunde ist, gab auch hier Martin Teising. Er zeigte auf, dass bei den Menschen mit Selbsttötungs-Wunsch eine Ziel-Vorstellung vorherrscht, die eigentlich, sicherlich bei jemanden, der religiöse Vorstellungen an sich ablehnt, nur auf ein hiesiges Leben zutreffen kann, wie auch bei der jungen Frau in Oregon, die kürzlich aus dem Leben schied. Sie nahm an, sie würde nach ihrem Tod glücklich sein.
Der Journalist Scrobel hat eine ganze Themenseite zur Diskussion rund um die Sterbehilfe zusammengestellt. Er möchte zur Versachlichung der Diskussion seinen Beitrag leisten. Dazu gehört es, dass aufgezeigt wird, wie der Tod bei einem Menschen eigentlich abläuft, etwa beim Ertrinken, dem Verbrennen und dem Erfrieren. Ganz schön nahe, das so zu sehen, bzw. zu hören.
Dazu gehören auch Zahlen, die belegen, dass - behandelbare - Depressionen eine sehr große Rolle spielen bei dem Wunsch zu sterben. Der Artikel, den Friedolin letztens online stellte im Thread zur Fatigue, ist ein Fingerzeig darauf, dass durch den Prozess der Entzündung gerade Menschen mit Autoimmunerkrankungen von Depressionen betroffen sein könnten.
Mehr Info: http://www.3sat.de/scobel/
Eine neue Information war für mich die Dignity Therapy. Sie stärkt den Betreffenden durch eine Selbst-Reflexion und Dokumentation in seiner Würde im Sterbeprozess, so dass der Wunsch nach einer assistierten Selbst-Tötung verringert wird.
Mehr Info dazu: http://www.palliativpsychologie.de/?page_id=1450
Eindeutig zu kurz kommen bei dem Philosophen Scrobel die Auffassungen der einzelnen Religionen und vor allem deren Begründungen - denn in einer solchen Diskussion geht es nicht um Dogmas, sondern um Konzepte, die nachvollziehbar sein müssen - zur Sterbehilfe. Und zum Leben nach dem Tod.
Einen kleinen Hinweis, wie wichtig diese Seite der Diskussion im Grunde ist, gab auch hier Martin Teising. Er zeigte auf, dass bei den Menschen mit Selbsttötungs-Wunsch eine Ziel-Vorstellung vorherrscht, die eigentlich, sicherlich bei jemanden, der religiöse Vorstellungen an sich ablehnt, nur auf ein hiesiges Leben zutreffen kann, wie auch bei der jungen Frau in Oregon, die kürzlich aus dem Leben schied. Sie nahm an, sie würde nach ihrem Tod glücklich sein.
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Dana (Archiv)
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Re: Dignity Therapy
Sehr guter Beitrag!
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Ingeborg
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Re: Dignity Therapy
Stimme Dana zu. Aber wegen der Komplexität ist das Thema ja so schwierig, insbesondere wegen der religiösen Seite, die jedem inne wohnt und die sich eigentlich Begrifflichkeiten entzieht. (Allein dieser Gedanke ist ein weites Feld...)
Ich denke ferner, man kann schon deswegen nur aus der Sicht des hiesigen Lebens Ansichten entwickeln, weil wir eben nur dieses Leben kennen. Welche Vorstellungen darüber hinaus zu einem "Leben nach dem Tode" entwickelt werden, ist wahrscheinlich so individuell wie die Anzahl der Menschen. Ein Mensch also, der sich zum Suizid entschließt, tut dies nicht, weil er am Glücklich-Sein nach dem Tode interessiert ist, sondern er tut es, weil der Lebenstrieb erloschen ist. Vielleicht, weil er im hiesigen Leben sich in seinem erfahrenen Unglück (um im Bild zu bleiben) nicht findet und Ruhe wünscht. Ist aber wiederum nur eine (individuelle) Annahme aus der Sicht des hiesigen Lebens...
Ich denke ferner, man kann schon deswegen nur aus der Sicht des hiesigen Lebens Ansichten entwickeln, weil wir eben nur dieses Leben kennen. Welche Vorstellungen darüber hinaus zu einem "Leben nach dem Tode" entwickelt werden, ist wahrscheinlich so individuell wie die Anzahl der Menschen. Ein Mensch also, der sich zum Suizid entschließt, tut dies nicht, weil er am Glücklich-Sein nach dem Tode interessiert ist, sondern er tut es, weil der Lebenstrieb erloschen ist. Vielleicht, weil er im hiesigen Leben sich in seinem erfahrenen Unglück (um im Bild zu bleiben) nicht findet und Ruhe wünscht. Ist aber wiederum nur eine (individuelle) Annahme aus der Sicht des hiesigen Lebens...
Man muß sich von sich selbst auch nicht alles gefallen lassen.
(Viktor Frankl, 1905-1997)
(Viktor Frankl, 1905-1997)
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Meerschwester (Archiv)
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- Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am
Re: Dignity Therapy
Jetzt will ich doch mal was dazu sagen.
Die religiöse Seite finde ich persönlich gar nicht so schwierig. Gott ist so viel größer als unsere kleinlichen Vorstellungen. Da hätte ich mit beiden Seiten kein Problem.
Was mich viel mehr bedrängt ist die Frage nach den gesellschaftlichen Konsequenzen, die man nicht abschätzen kann. Entsteht Druck? Wird Förderung gekürzt? Behandelt man Schmerzen, Depressionen...? Wie siehst man in unserer Gesellschaft "eingeschränktes" Leben (wobei doch jedes Leben eingeschränkt ist)? Lange habe ich deshalb gedacht, ich wüsste, was richtig ist, jetzt weiß ich es nicht mehr.
LG Meerschwester
Die religiöse Seite finde ich persönlich gar nicht so schwierig. Gott ist so viel größer als unsere kleinlichen Vorstellungen. Da hätte ich mit beiden Seiten kein Problem.
Was mich viel mehr bedrängt ist die Frage nach den gesellschaftlichen Konsequenzen, die man nicht abschätzen kann. Entsteht Druck? Wird Förderung gekürzt? Behandelt man Schmerzen, Depressionen...? Wie siehst man in unserer Gesellschaft "eingeschränktes" Leben (wobei doch jedes Leben eingeschränkt ist)? Lange habe ich deshalb gedacht, ich wüsste, was richtig ist, jetzt weiß ich es nicht mehr.
LG Meerschwester
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Friedolin (Archiv)
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- Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am
Re: Dignity Therapy
Ingeborg kriegt von mir die Diplomatie-Ehrenmedaille 
So wie ich das gelesen habe, stirbt es sich schon recht leicht und entspannt wenn man die Hilfe eine Sterbehilfeorganisation in Anspruch nimmt. Die verwendete Medikation wird im Übrigen auf der Homepage beschrieben und ist gar kein Geheimnis. Man schläft halt ein und wacht nicht mehr auf. Der Weg dahin ist nur mal wieder unnötig kompliziert wenn man in Deutschland wohnt, darüber hinaus muss man dann zum Sterben in die Schweiz. Wer will das schon? In Deutschland selbst gibt es einen ähnlichen "Verein", dass bleibt aber bisher eine Grauzone.
Am 11. November? wird das Thema wohl im Bundestag diskutiert, was dabei herauskommt dürfte schon klar sein.
Allgemein gesehen gibt es eben unterschiedliche Gründe aus dem Leben zu scheiden, welche man nicht über einen Kamm schweren kann. Ist die Ursache eine vorübergehende Depression oder eben eine folgenschwere dauerhafte Lebenseinschränkung? Letztendlich ist es die individuelle Entscheidung ob man mit der gegeben Lebensqualität zufrieden ist oder nicht. Und wer gibt anderen das Recht das zu Entscheiden?
Und auch wenn ich mich da wiederhole: Was hat Religion mit gesetzlicher Sterbehilfe zu tun? Religion ist und bleibt Privatsache. Abgesehen von Suizid aus religiösen Beweggründen dürfte es vor allem darum gehen, das aktuelle Leiden zu beenden.
So wie ich das gelesen habe, stirbt es sich schon recht leicht und entspannt wenn man die Hilfe eine Sterbehilfeorganisation in Anspruch nimmt. Die verwendete Medikation wird im Übrigen auf der Homepage beschrieben und ist gar kein Geheimnis. Man schläft halt ein und wacht nicht mehr auf. Der Weg dahin ist nur mal wieder unnötig kompliziert wenn man in Deutschland wohnt, darüber hinaus muss man dann zum Sterben in die Schweiz. Wer will das schon? In Deutschland selbst gibt es einen ähnlichen "Verein", dass bleibt aber bisher eine Grauzone.
Am 11. November? wird das Thema wohl im Bundestag diskutiert, was dabei herauskommt dürfte schon klar sein.
Allgemein gesehen gibt es eben unterschiedliche Gründe aus dem Leben zu scheiden, welche man nicht über einen Kamm schweren kann. Ist die Ursache eine vorübergehende Depression oder eben eine folgenschwere dauerhafte Lebenseinschränkung? Letztendlich ist es die individuelle Entscheidung ob man mit der gegeben Lebensqualität zufrieden ist oder nicht. Und wer gibt anderen das Recht das zu Entscheiden?
Und auch wenn ich mich da wiederhole: Was hat Religion mit gesetzlicher Sterbehilfe zu tun? Religion ist und bleibt Privatsache. Abgesehen von Suizid aus religiösen Beweggründen dürfte es vor allem darum gehen, das aktuelle Leiden zu beenden.
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dsabine (Archiv)
- Beiträge: 507
- Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am
Re: Dignity Therapy
Anfang dieser Woche haben wir unsere Katze einschläfern lassen. Für diejenigen, die sowas noch nie erlebt haben: Es gibt zuerst eine Narkosespritze, dann eine Spritze mit einem Mittel, um das Herz anzuhalten. Ich habe das alte kranke abgemagerte Tier dabei gehalten und es war sehr ruhig und friedlich.
Natürlich sind wir keine Haustiere, aber ich habe dabei an meine Mutter gedacht, die wirklich qualvoll über knapp 6 Monate an einer Herz-Lungenmaschine und mit allem, was die Medizin an lebensverlängernden Mitteln auffahren konnte, verendet ist - und an meine krebskranke Schwiegermutter, die mit einer, wie wir danach erfahren haben, Überdosis Morphium, die sie mit ihrer Ärztin abgesprochen hatte, sanft eingeschlafen ist.
Vor dem Gesetz ist der Tod meiner Mutter legal und medizinisch völlig akzeptabel, der Tod meiner Schwiegermutter ist eine Straftat und für viele Mediziner inakzeptabel.
Natürlich sind wir keine Haustiere, aber ich habe dabei an meine Mutter gedacht, die wirklich qualvoll über knapp 6 Monate an einer Herz-Lungenmaschine und mit allem, was die Medizin an lebensverlängernden Mitteln auffahren konnte, verendet ist - und an meine krebskranke Schwiegermutter, die mit einer, wie wir danach erfahren haben, Überdosis Morphium, die sie mit ihrer Ärztin abgesprochen hatte, sanft eingeschlafen ist.
Vor dem Gesetz ist der Tod meiner Mutter legal und medizinisch völlig akzeptabel, der Tod meiner Schwiegermutter ist eine Straftat und für viele Mediziner inakzeptabel.
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fallacy1978 (Archiv)
- Beiträge: 216
- Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am
Re: Dignity Therapy
DSabine ich bin da ganz bei dir und sehe es genauso.
Mein Onkel hat damals mit Krebs im Endstadium einfach 3 Tage das trinken verweigert und ist dann friedlich eingeschlafen. Das mit dem Morphium hab ich auch schon mitbekommen. Schade, dass sich solche Ärzte strafbar machen obwohl sie etwas gutes tun.
Also man sieht es gibt immer Möglichkeiten, aber irgendwie muss man es den Menschen unnötig schwer machen.
Für mich hat die gesetzliche Entscheidung auch nichts mit Religion zu tun.
Jeder muss es für sich selbst mit seinem Glauben vereinbaren können.
Liebe S., die Frau aus Oregon hat bestimmt nicht gedacht wenn sie stirbt wird alles besser. Sie war doch total Glücklich und hatte grade erst geheiratet. Sie hatte einfach gar keine Wahl. Sie wäre so oder so gestorben und hat ihr Leben einfach verkürzt, um sich und ihren liebsten viel Leid zu ersparen.
Ich selbst kann absolut nicht verstehen was man noch positives rausziehen soll oder was man noch für ein Leben hat wenn man zb schrecklich ersticken muss und es vorher auch noch weiß. Die Mutter meine Freundin hatte ALS und sie musste 1 Jahr schrecklich leiden mit dem Wissen Sie wird irgendwann Ersticken. Sie hat bis zum Ende schrecklch leiden müssen, konnte nicht mehr selbst atmen, nicht mehr essen, nicht mehr laufen und nicht mehr reden. Ich persönlich verstehe nicht, wie man da dagegen sein kann, so jemanden gehen zu lassen. Aber genau deshalb , weil es unterschiedliche Ansichten gibt, sollte jeder so entscheiden wie er selbst es für richtig hält.
Mein Onkel hat damals mit Krebs im Endstadium einfach 3 Tage das trinken verweigert und ist dann friedlich eingeschlafen. Das mit dem Morphium hab ich auch schon mitbekommen. Schade, dass sich solche Ärzte strafbar machen obwohl sie etwas gutes tun.
Also man sieht es gibt immer Möglichkeiten, aber irgendwie muss man es den Menschen unnötig schwer machen.
Für mich hat die gesetzliche Entscheidung auch nichts mit Religion zu tun.
Jeder muss es für sich selbst mit seinem Glauben vereinbaren können.
Liebe S., die Frau aus Oregon hat bestimmt nicht gedacht wenn sie stirbt wird alles besser. Sie war doch total Glücklich und hatte grade erst geheiratet. Sie hatte einfach gar keine Wahl. Sie wäre so oder so gestorben und hat ihr Leben einfach verkürzt, um sich und ihren liebsten viel Leid zu ersparen.
Ich selbst kann absolut nicht verstehen was man noch positives rausziehen soll oder was man noch für ein Leben hat wenn man zb schrecklich ersticken muss und es vorher auch noch weiß. Die Mutter meine Freundin hatte ALS und sie musste 1 Jahr schrecklich leiden mit dem Wissen Sie wird irgendwann Ersticken. Sie hat bis zum Ende schrecklch leiden müssen, konnte nicht mehr selbst atmen, nicht mehr essen, nicht mehr laufen und nicht mehr reden. Ich persönlich verstehe nicht, wie man da dagegen sein kann, so jemanden gehen zu lassen. Aber genau deshalb , weil es unterschiedliche Ansichten gibt, sollte jeder so entscheiden wie er selbst es für richtig hält.
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- Registriert: Do Mai 31, 2018 9:27 pm
Re: Dignity Therapy
Damit jeder so entscheiden kann, wie er es möchte, und damit auch nach Verlust der eigenen Entscheidungsfähigkeit oder dem Verlust der Möglichkeit, die eigenen Entscheidung mitzuteilen, möglichst das getan wird, was man sich selber wünscht, gibt es hier ganz gute Bausteine - und da das vom Bundesjustizministerium ist, denke ich (naiverweise?), dass das vor Gericht Bestand haben würde.
http://www.bmjv.de/DE/Themen/Gesellschaft/Patientenverfuegung/patientenverfuegung_node.html
http://www.bmjv.de/DE/Themen/Gesellschaft/Patientenverfuegung/patientenverfuegung_node.html
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moskito (Archiv)
- Beiträge: 74
- Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am
Re: Dignity Therapy
@Administrator
Patientenverfügungen werden im allgemeinen schon anerkannt, dienen aber mehr der Absicherung der Ärzte. Sie sollten regelmäßig neu unterschrieben werden.
Aber wenn jemand gegen eine Patientenverfügung klagt, liegt es weitgehend im Ermessen der Richter, ob der Patientenverfügung gefolgt wird oder nicht. Es ist und bleibt eine Grauzone.
@dsabine
In Eurer Situation ist man dann froh, wenn ein Angehöriger nicht so lange leiden muss. Aber mich beschleicht doch ein mulmiges Gefühl, denn manche Alte und Kranke sind bereits von Pflegern oder Ärzten getötet worden, die das vielleicht doch nicht wollten - und die Angehörigen auch nicht.
Ich bin absolut gegen diese Art von "ärztlicher Hilfe", wenn ich auch begleiteten Suizid befürworte. Aber zu leicht darf einem das auch nicht gemacht werden, zu groß ist mir die Gefahr von Macht-Missbrauch.
LG moskito
Patientenverfügungen werden im allgemeinen schon anerkannt, dienen aber mehr der Absicherung der Ärzte. Sie sollten regelmäßig neu unterschrieben werden.
Aber wenn jemand gegen eine Patientenverfügung klagt, liegt es weitgehend im Ermessen der Richter, ob der Patientenverfügung gefolgt wird oder nicht. Es ist und bleibt eine Grauzone.
@dsabine
In Eurer Situation ist man dann froh, wenn ein Angehöriger nicht so lange leiden muss. Aber mich beschleicht doch ein mulmiges Gefühl, denn manche Alte und Kranke sind bereits von Pflegern oder Ärzten getötet worden, die das vielleicht doch nicht wollten - und die Angehörigen auch nicht.
Ich bin absolut gegen diese Art von "ärztlicher Hilfe", wenn ich auch begleiteten Suizid befürworte. Aber zu leicht darf einem das auch nicht gemacht werden, zu groß ist mir die Gefahr von Macht-Missbrauch.
LG moskito
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S. (Archiv)
- Beiträge: 2490
- Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am
Re: Dignity Therapy
Genau um auch die nicht, so anscheinend offensichtlich vernünftigen, vor der Hand liegenden Entscheidungsgründe - nicht nur und an erster Stelle für irgendeine politische Entscheidung, sondern vor allem für die ganz konkrete eigene Entscheidung für den eigenen Tod - zu Wort kommen zu lassen, hat Herr Scrobel ja den Thementag und die Themenwebsite gestaltet, auf die ich verwiesen habe.
Zum Thema Depressionen: das Interview mit dem Psychiater Dr. Ulrich Hegerl.
Zum Thema Suizid-Mittel: "Kolumne:Vieles bleibt im Dunkeln".
Zum Thema Depressionen: das Interview mit dem Psychiater Dr. Ulrich Hegerl.
Zum Thema Suizid-Mittel: "Kolumne:Vieles bleibt im Dunkeln".