Sehr geehrte Frau Dr. Reinhold-Keller,
ich hatte vor eínigen Tagen schon Beiträge geschrieben und ich habe nun folgende Beobachtung gemacht:
Wegen eines verschleppten Harnwegsinfektes mit hämolys. Streptokokken (Gruppe B) nahm ich bis gestern für 8 Tage Cotrimoxazol. Ich stellte dabei fest, dass sich das Rauschen im Kopf deutlich besserte und vor allem mein Schwindel und meine Gleichgewichtsprobleme auch deutlich besser wurden. Solche Beobachtungen machte ich auch schon bei früheren Antibiosen.
Könnte diese positive Reaktion ein Hinweis auf einen M. Wegener sein?
Da ich vorhabe, Biopsien aus der Nasennebenhöhle und ein CT der Lunge machen zu lassen, wollte ich Sie fragen, ob kurz nach einer Antibiose der Nachweis eines M. Wegener vielleicht falsch negativ sein könnte, weil vielleicht sich durch das Antibiotikum Veränderungen ergeben könnten, d. h. soll ich mit Biopsien und CT noch warten und ggf. wie lange?
Ich will ja so schnell als möglich die Sache abklären, weil ich merke, dass meine Bschwerden eher zunehmen (Taubheitsgefühle in Fußzehen rechts und im linken Bein in letzter Zeit vermehrt, etc.).
Ich bedanke mich vorab schon für Ihre Antwort.
LG
Margie
Frage an Frau Dr. Reinhold-Keller
-
Margie (Archiv)
- Beiträge: 7
- Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am
-
Stine (Archiv)
- Beiträge: 611
- Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am
Re: Frage an Frau Dr. Reinhold-Keller
Hallo Margie,
ein aktiver MW spricht nicht auf Antibiotika alleine an. Da die Antibiotika aber im HNO-Bereich bei dir ansprechen ist nicht von einem aktiven MW auszugehen. Cotrim wird unterstützend bei MW gegeben (in Verbindung mit Kortison) wenn dieser z.Zt. nicht aktiv ist. Ein MW kann m.E. auch unter Antibiotikatherapie in einer Biopsie nachgewiesen werden.
Alles Gute - Stine
ein aktiver MW spricht nicht auf Antibiotika alleine an. Da die Antibiotika aber im HNO-Bereich bei dir ansprechen ist nicht von einem aktiven MW auszugehen. Cotrim wird unterstützend bei MW gegeben (in Verbindung mit Kortison) wenn dieser z.Zt. nicht aktiv ist. Ein MW kann m.E. auch unter Antibiotikatherapie in einer Biopsie nachgewiesen werden.
Alles Gute - Stine
-
Margie (Archiv)
- Beiträge: 7
- Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am
Re: Frage an Frau Dr. Reinhold-Keller
Hallo Stine,
die Antibiotika haben im HNO-Bereich nicht besonders angesprochen, vielleicht habe ich mich da falsch ausgedrückt. Meine Nebenhöhle sondert weiterhin Sekret ab, das immer noch eitrig ist und auch sonst habe ich weiterhin etliche Probleme, vor allem nehme ich weiterhin ab ohne Grund, mittlerweile sind es schon 9 Kilo.
Gebessert ist das Rauschen im Kopf, das ist ein Strömungsgeräusch des Blutes und gebessert ist der Schwindel, wobei dieser mit dem HNO-Bereich nichts zu tun hat, also nicht von den Ohren kommt. Weg ist das Ganze nicht, aber eben besser wie vorher ohne Antibiotika. Unverändert ist dahingegen mein Tinnitus (aber an den habe ich mich gewöhnt und damit kann ich gut leben).
Meine Überlegung ist noch, ob evtl. das Antibiotikum blutverdünnend wirkt und die Besserung der Symptomatik sich so erklären ließe.
LG
Margie
die Antibiotika haben im HNO-Bereich nicht besonders angesprochen, vielleicht habe ich mich da falsch ausgedrückt. Meine Nebenhöhle sondert weiterhin Sekret ab, das immer noch eitrig ist und auch sonst habe ich weiterhin etliche Probleme, vor allem nehme ich weiterhin ab ohne Grund, mittlerweile sind es schon 9 Kilo.
Gebessert ist das Rauschen im Kopf, das ist ein Strömungsgeräusch des Blutes und gebessert ist der Schwindel, wobei dieser mit dem HNO-Bereich nichts zu tun hat, also nicht von den Ohren kommt. Weg ist das Ganze nicht, aber eben besser wie vorher ohne Antibiotika. Unverändert ist dahingegen mein Tinnitus (aber an den habe ich mich gewöhnt und damit kann ich gut leben).
Meine Überlegung ist noch, ob evtl. das Antibiotikum blutverdünnend wirkt und die Besserung der Symptomatik sich so erklären ließe.
LG
Margie
-
PD Dr E Reinhold-Keller (Archiv)
- Beiträge: 714
- Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am
Re: Frage an Frau Dr. Reinhold-Keller
Hallo, also das AB verfälscht nicht die Diagnose WG in einer Gewebeprobe, blutverdünnend wirkt es auch nicht. Aber es ist bekannt, dass Cotrimoxazol und nur dieses AB bei WG im HNO-Bereich positive Effekte haben kann, eine Reihe Patienten mit ausschließlichem HNO-Befall nehmen als Langzeitmedikation das Cotrimoxazo. Und ich bin mir nicht sicher, ob Rauschen etc. doch mit der WG zu tun haben kann........Aber es führt kein Weg an einer feingeweblichen Diagnose-Sicherung vorbei!
Alles Gute
PD DR Eva Reinhold-Keller
Alles Gute
PD DR Eva Reinhold-Keller