Renate und Steffen Gay und Wolfgang Gross zu Ehren

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Administrator
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Renate und Steffen Gay und Wolfgang Gross zu Ehren

Beitrag von Administrator »

Die Meldung ist schon etwas älter, ich habe sie aber gerade erst entdeckt:



http://www.juraforum.de/wissenschaft/renate-und-steffen-gay-und-wolfgang-gross-zu-ehrenmitgliedern-der-dgrh-ernannt-492303
Hartmut (Archiv)
Beiträge: 1674
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Re: Renate und Steffen Gay und Wolfgang Gross zu Ehren

Beitrag von Hartmut (Archiv) »

Toll



Das hat sich Proffesor W. Gross redlich verdient.





LG. Hartmut
KleinnGraas (Archiv)
Beiträge: 71
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Re: Renate und Steffen Gay und Wolfgang Gross zu Ehren

Beitrag von KleinnGraas (Archiv) »

Danke für diesen Artikel und den Verweis aufs JURAFORUM. Werde mich mal über Renate und Steffen Gay schlau machen.





Zu etwas ganz ANDEREM:

Mittlerweile sind wir in der Vaskulitisgruppe sechs Patientinnen, denen es so wie mir geht (keine Diagnose, keine Hilfen danach, schwere Schäden). Wir haben entschieden, dass wir alles nutzen und uns vorstellen, die Verursacher sind schon alle ersetzt worden. Bei bestimmten Studienergebnissen rechnen wir immer eine Fehlerquote mit ein. Die Schädenbehandlung und eine kontinuierliche Behandlung sind sehr schwer zu oganisieren. Mir hat aber neulich mein Neurologe gesagt, wir Patienten sollen nützen, dass wir uns bei den seltenen Erkrankungen auch alle kennen (darauf hatte ich hingewiesen). Immerhin geben wir Erfahrungen und Informationen weiter.

Was positives: statt Ice bucket challange, hoffen wir, dass sich möglichst viele, daran beteiligen und sich in Verbänden, privaten Rheumatreffen, politisch, persönlich,... dafür engagieren, dass alle (auch 'Ärzte', Arztkinder und Unterstützer) in diesem Land gleich behandelt werden (genauso optimal wie Vaskulitispatienten und Behandlungsfehleropfer aber natürlich ohne Behandlunsfehler zu beheben, denn die gibt es offiziell nicht). Mein Orthopäde macht da mit.

Wenn man dafür angegriffen wird, kann man nutzen, was man rhetorisch bei Ärzten gelernt hat ('seltene Erkrankung', 'Vaskulitiden schwierig', 'alles Latrinengerüchte', 'was will sie noch hier, sie hat doch nichts'- sehr wichtig, dabei bullig und herrisch auftreten!, besonders, wenn jemand gerade krank und hilflos mit 'Nichts' am Tropf hängt).

Interdisziplinäre Zusammenarbeit bei Erkrankungen, int. Zusammenarbeit bei Forschung, etc. sind Patientenforderungen, sie sind in unserem Interesse. Wir sollten das bei Preisgabe unserer Daten berücksichtigen, auch bei der Wahl (und für die müssen wir sorgen) der Behandler. Ärzte, klinken und Forscher müssen für uns arbeiten, nicht umgekehrt (sonst fällt ab und an ein Patient mit Schäden über Bord, wird auch nicht ins Boot zurückgezogen und soll möglichst schweigend absaufen).

Eine weitere Idee ist, dass alle Vaskulitispatienten und Behandlungsfehleropfer ihre gesamte Geschichte aufschreiben und auf irgendeine Art veröffentlichen (eine Version mit allen Arztnamen, die man tunlichst erst veröffentlicht z.B. online, wenn man tot ist (mir wurde schon gedroht) und eine Version mit Decknamen der Beteiligten.

Ein guter Freund von mir hat vor ein paar Jahren einen schweren Autounfall verursacht und Fahrerflucht begangen. Er ist wegen fahrlässiger Tötung und Unfallflucht verurteilt worden. Das Opfer wäre zu retten gewesen, wenn er einen Notarzt gerufen hätte. Er ist sozial sehr engagiert (Feuerwehr, Sportverein) und hat schon vielen Menschen geholfen. Außerdem ist er ein begnadeter Hobbymusiker und toller Ehemann und Vater. Obwohl ich ihn mag, sein Gesamteleben und seine Qualitäten sehe, schlage ich ihn nicht fürs Bundesverdienstkreuz vor. Nicht, weil er einen Fehler gemacht hat, sondern weil er diesen Fehler anschließend nicht behoben und das Opfer liegen gelassen hat!!

Zum Schluß: an wichtigen Stellen, in Gremien und Verbänden sitzen meist nur weniger Opfer von Gewalttaten (einschließlich Behandlungsfehlern), weil sie nicht dazu gekommen sind, während die Verursacher des Leids oft ihr Leben auf diesem Leid und deren Ergebnissen aufbauen (das meine ich nicht nur finanziell, sondern vor allem akademisch beruflich).

Leider konnte ich keine Statistik finden, wie viele Patientaen und Patientinnen an Vaskulitis (Nicht-/Falschbehandlung) sterben. Dafür MUSS es ein bundesweites unabhängiges Register geben!!
S. (Archiv)
Beiträge: 2490
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Re: Renate und Steffen Gay und Wolfgang Gross zu Ehren

Beitrag von S. (Archiv) »

Freut mich für ihn.



Was ich nicht so adhoc nachvollziehen kann, ist, dass für 30 Mio € aus dem EU-Pott ausgerechnet Forschung in der Schweiz bezahlt wird. Die Schweizer haben doch genug Geld, sie wollen explizit kein Teil der EU sein, zuletzt noch bestätigt durch die Ablehnung der Freizügigkeit der Arbeitnehmer. Und sie zahlen doch in der EU selbst keinerlei Forschungsförderung, oder bin ich da nicht ausreichend informiert? Die 30 Mio Euro sollten Forschern innerhalb der EU zugute kommen.
moskito (Archiv)
Beiträge: 74
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Re: Renate und Steffen Gay und Wolfgang Gross zu Ehren

Beitrag von moskito (Archiv) »

jo, seh ich genau so. Denn falls die EU innerhalb der Union tatsächlich keine Forschungsgelder zahlt - was ich bis zu Deinem Beitrag nicht wusste - ist nicht so leicht nachzuvollziehen, warum so hohe Beträge ins Nicht-EU-Ausland fließen.



Andererseits ist aber doch davon auszugehen, dass die Ergebnisse der Forschung zumindest größtenteils in der EU ankommen, erst bei den Ärzten, dann bei uns. Jedenfalls hoffe ich das.



LG moskito
S. (Archiv)
Beiträge: 2490
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Re: Renate und Steffen Gay und Wolfgang Gross zu Ehren

Beitrag von S. (Archiv) »

Die EU fördert schon auch EU-eigene Forschung mit Geld, sollte ja auch so sein. Aber warum in der Schweiz, wenn's andersherum nicht so ist, das frage ich mich.



In diesem Artikel stehen sogar als EU-Leistung an die Schweiz 3 Mio pro 26 Forschungsprojekte = 78 Mio €



Siehe: http://www.srf.ch/news/schweiz/millionen-aus-der-eu-fuer-schweizer-forscher
moskito (Archiv)
Beiträge: 74
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Re: Renate und Steffen Gay und Wolfgang Gross zu Ehren

Beitrag von moskito (Archiv) »

na das steht ja in dem Artikel:

bewerben können sich Forscher aus europäischen Ländern, die am "Forschungsrahmenprogramm der EU" beteiligt sind. Das verstehe ich so, dass auch nicht EU-Länder sich an diesem Programm beteiligen können, nicht nur die Schweizer. Ob alle beteiligten Länder sich auch finanziell engagieren, weiß ich nicht, bin auch zu faul, es heraus zu finden ;). Aber ich gehe mal davon aus, dass es eine gegenseitige Geschichte ist.



Gruß moskito
S. (Archiv)
Beiträge: 2490
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Re: Renate und Steffen Gay und Wolfgang Gross zu Ehren

Beitrag von S. (Archiv) »

verstehe ich trotzdem nicht. Wenn ich Forscher aus einem Land fördere, die ganz arm dran sind, weil das Land so arm ist, dann kann ich das ja noch nachvollziehen, aber die Schweiz??? Da stimmt doch was nicht mit den Kriterien.

Zudem, es gibt doch so viele Länder in der EU, die viel ärmer sind als die Schweiz, wieso gibt man denn nicht für deren Forschung das Geld aus?

Ich kann die Kriterien da so nicht verstehen.
Hartmut (Archiv)
Beiträge: 1674
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Re: Renate und Steffen Gay und Wolfgang Gross zu Ehren

Beitrag von Hartmut (Archiv) »

Wäre doch möglich das unser Mister 100000,-DM selbiges in der Schweiz angelegt hat ;-)
Meerschwester (Archiv)
Beiträge: 744
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Re: Renate und Steffen Gay und Wolfgang Gross zu Ehren

Beitrag von Meerschwester (Archiv) »

Pssst, Hartmut,

NSA und Konsorten are watching you ;-))
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