Frage an frau Dr. Reinhold-Keller

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SUSI (Archiv)
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Frage an frau Dr. Reinhold-Keller

Beitrag von SUSI (Archiv) »

Ich habe mich erst angemeldet und kenne mich null aus hier! Ich schreibe sicherlich jetzt auch irgendwie ins falsche Themenbereich aber naja!



Ich möchte mich kurz vorstellen und meine Fragen loswerden ich hoffe Hilfe bei euch zu finden, bin sehr verzweifelt



Also bin 25 Jahre alt und seit 3 Jahren verheiratet. Mein Mann hatte vor 2 Jahren eine Nieren Ruptur (nach 3 OP´s und etlichen Komas wieder zurück ins Leben gekehrt) die Ursache zuerst unbekannt gewesen dann sind die Ärzte darauf gekommen das die Ursache Vaskulitis ist eine Rheumatische Gefäßerkrankung, bis zu diesem Zeitpunkt wusste mein Mann nichts von seiner Krankheit. Dann fing es mit der Therapie an, nach 3 Monate Krankenhaus und unzähligen Behandlungen entschieden die Ärzte eine Endoxan Therapie (es wurden Spermien eingefroren) nach 1 Jahr Endoxan behandlung musste er dann auf MTX umsteigen und seit 8 Monaten spritzen.



Meine Fragen:

wie sieht es aus wenn nach dem absetzen der Medikamente Familienplanung ansteht?



- kann man nach einer Sicherheitseinhaltung von 3-6 Monaten ungeschütz verkehr haben um den Kinderwunsch zu erfüllen?



-kann es sein das, dass Kind durch die vorher so lange eingenommenen Medikamente (ENDOXAN, MTX) behindert werden kann?



-Wie lange brauchen die Spermien des Mannes sich zu regenerieren?



Jetzt werden sicherlich einige sagen warum denn keine künstliche Befruchtung vornehmen da sowieso die Spermien Krykonserviert wurden, natürlich wegen Kostengründen da die Krankenkasse bis zu 3 versuchen nur zur hälfte zahlt das heisst pro versuch ca 2500 € und ab dem 4. mal 5000 € - 6000 €!



Auf deutsch "ich kann mir kein Kind leisten"
PD Dr E Reinhold-Keller (Archiv)
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Re: Frage an frau Dr. Reinhold-Keller

Beitrag von PD Dr E Reinhold-Keller (Archiv) »

Hallo, also zunächst, sämtliche Datenlage ist bei Männern bisher kaum geprüft. Also es gibt keine Untersuchungen über die Partnerinnen von männlichen Patienten, die vorher mit Endoxan o.ä. behandelt wurden. Alle "Sicherheitsempfehlungen" entstammen weiblichen Patienten, da es nicht geprüft ist, übernimmt man die Regeln für Frauen (hier gibt es viele Untersuchungen dazu) einfach auch für Männer. Um sicher zu gehen, würde ich eine humangenetische Beratung mit Untersuchung der Spermien nach Auffälligkeiten empfehlen. Humangenetische Beratungsstellen sind in aller Regel an den meisten Universitätskliniken.

Ansonsten ist nach Absetzen von MTX eine 3-6-monatige Karrenzzeit empfohlen.

Alles Gute!

PD Dr Eva Reinhold-Keller
SUSI (Archiv)
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Re: Frage an frau Dr. Reinhold-Keller

Beitrag von SUSI (Archiv) »

Das ist auch Wahrscheinlich der Grund warum ich keine Erfahrungsberichte im Internet finden kann, das ist ja echt nicht zu glauben das das bei Männer noch keine Erfahrungswerte gibt! (mein Mann ein einzelfall) Danke trotzdem für die Antwort

Der Hinweis auf Humangenetische Beratung hat mir echt geholfen, werde ich auf jedenfall in Anspruch nehmen sobald mein Mann grünes Licht von seinem Rheumatologen bekommt die Medikamente abzusetzen.



Werde mich dann wieder melden und Berichten was dabei raus kam, damit man wenigstens ein Erfahrungswert bei Männern darüber hat!
PD Dr E Reinhold-Keller (Archiv)
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Re: Frage an frau Dr. Reinhold-Keller

Beitrag von PD Dr E Reinhold-Keller (Archiv) »

Nein, Ihr Mann ist natürlich keine Einzelfall. Aber man kann eben schlecht gezielt Partnerinnen von männlichen Patienten untersuchen.....sie überhaupt zu identifizieren etc.

PD Dr Eva Reinhold-Keller
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