Rentenantrag - Tip gesucht
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Ralf N (Archiv)
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- Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am
Rentenantrag - Tip gesucht
Hallo zusammen,
habe jetzt einen Termin bei der RV zum Ausfüllen des Antrags bekommen (Ende November), da ich gerne wieder arbeiten würde, mir die 8,4h täglic am PC aber nicht mehr zutraue.
Neben einem Anschreiben mit 23 Punkten über mitzubringende Listen und Dokumente (es lebe der Datenschutz, aber noch mehr die Datensammelwut der Behörden) gibt es da ein Formular R215 - Selbsteinschätzungsbogen.
Frage 2.10: Gab es in den letzten 2 Jahren Tage, an denen Sie sich arbeitsunfähig gefühlt haben und Sie trotzdem arbeiten gegangen sind?
Was soll den die Frage bezwecken und wie geht man damit um?
Werden hier Drückeberger gesucht oder Gründe nach dem Motto 'egal ob der kann oder nicht, ging doch schon mal...'
Habt Ihr einen Tip, was das soll?
LG
Ralf
habe jetzt einen Termin bei der RV zum Ausfüllen des Antrags bekommen (Ende November), da ich gerne wieder arbeiten würde, mir die 8,4h täglic am PC aber nicht mehr zutraue.
Neben einem Anschreiben mit 23 Punkten über mitzubringende Listen und Dokumente (es lebe der Datenschutz, aber noch mehr die Datensammelwut der Behörden) gibt es da ein Formular R215 - Selbsteinschätzungsbogen.
Frage 2.10: Gab es in den letzten 2 Jahren Tage, an denen Sie sich arbeitsunfähig gefühlt haben und Sie trotzdem arbeiten gegangen sind?
Was soll den die Frage bezwecken und wie geht man damit um?
Werden hier Drückeberger gesucht oder Gründe nach dem Motto 'egal ob der kann oder nicht, ging doch schon mal...'
Habt Ihr einen Tip, was das soll?
LG
Ralf
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fallacy1978 (Archiv)
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- Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am
Re: Rentenantrag - Tip gesucht
Leider kann ich nicht helfen aber ich könnte selbst auch Hilfe dabei gebrauchten.
Bekommt hier jemand wegen lokoregionären Morbus Wegener eine Erwerbsminderung? Hat man da überhaupt eine Chance?
Ist es Sinnvoll erst eine Schwerbehinderung zu beantragen und sollte man sich bei Selbständigkeit auch krank schreiben lassen?
Wäre Super wenn mir da jemand ein wenig helfen könnte.
Bekommt hier jemand wegen lokoregionären Morbus Wegener eine Erwerbsminderung? Hat man da überhaupt eine Chance?
Ist es Sinnvoll erst eine Schwerbehinderung zu beantragen und sollte man sich bei Selbständigkeit auch krank schreiben lassen?
Wäre Super wenn mir da jemand ein wenig helfen könnte.
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kletterrose (Archiv)
- Beiträge: 322
- Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am
Re: Rentenantrag - Tip gesucht
Hallo Ralf
wie lange bist Du nun schon krankgeschrieben ?
Wenn es nun schon über einen längeren Zeitraum geht so würde ich immer eine Wiedereingliederung nach dem Hamburger Modell versuchen . Da fängst Du mit einer geringen Stundenzahl arbeitstechnisch an und es wird probiert welches die höchstmögliche Stundenzahl Du arbeitsmäßig schaffst. Den Zeitraum Deiner Wiedereingliederung musst Du mit Deinem behandelten Arzt besprechen.
Ich hatte in meinem Antrag meine Fehlzeiten alle eingetragen.
Ansonsten gilt immer Reha vor Rente.
liebe Grüße
wie lange bist Du nun schon krankgeschrieben ?
Wenn es nun schon über einen längeren Zeitraum geht so würde ich immer eine Wiedereingliederung nach dem Hamburger Modell versuchen . Da fängst Du mit einer geringen Stundenzahl arbeitstechnisch an und es wird probiert welches die höchstmögliche Stundenzahl Du arbeitsmäßig schaffst. Den Zeitraum Deiner Wiedereingliederung musst Du mit Deinem behandelten Arzt besprechen.
Ich hatte in meinem Antrag meine Fehlzeiten alle eingetragen.
Ansonsten gilt immer Reha vor Rente.
liebe Grüße
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jens (Archiv)
- Beiträge: 163
- Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am
Re: Rentenantrag - Tip gesucht
Hallo zusammen,
Reha vor Rente ist prinzipiell zwar richtig, aber beim Wegener nicht wirklich hilfreich.
Ich bekomme seit 9 Jahren Rente und wurde nie zur Reha geschickt.
@Ralf Bei dieser Frage musste ich echt schmunzeln. Typisch solche Fragen zu stellen. Ich würde nicht schreiben das ich trotz Arbeitsunfähigkeit arbeiten gegangen bin. Man weiß nie wie die das verstehen. Entweder man ist arbeitsunfähig oder man ist es nicht.
Ich selber habe die Erfahrungen gemacht, dass man erst mal als Schwindler/Drückerberger dargestellt wird.
War bisher bei 3 Gutachtern. Die eine meinte ich hätte gar nichts und die schlechten Werte würde daher kommen, weil ich meine Medikamente nicht regelmäßig nehme. Die kannte den Wegener überhaupt nicht.
Die anderen 2 Gutachter waren da ganz anderer Meinung.
Ich habe meine Einschränkungen und wie ich mich fühle selbst noch mal aufgeschrieben und sie bei den Gutachterterminen immer mitgenommen.
Sei einfach Du selbst und schildere Deine Problem. Damit fährst Du dann sicher am besten.
Wünsche Euch ein schöne WE.
LG Jens
Reha vor Rente ist prinzipiell zwar richtig, aber beim Wegener nicht wirklich hilfreich.
Ich bekomme seit 9 Jahren Rente und wurde nie zur Reha geschickt.
@Ralf Bei dieser Frage musste ich echt schmunzeln. Typisch solche Fragen zu stellen. Ich würde nicht schreiben das ich trotz Arbeitsunfähigkeit arbeiten gegangen bin. Man weiß nie wie die das verstehen. Entweder man ist arbeitsunfähig oder man ist es nicht.
Ich selber habe die Erfahrungen gemacht, dass man erst mal als Schwindler/Drückerberger dargestellt wird.
War bisher bei 3 Gutachtern. Die eine meinte ich hätte gar nichts und die schlechten Werte würde daher kommen, weil ich meine Medikamente nicht regelmäßig nehme. Die kannte den Wegener überhaupt nicht.
Die anderen 2 Gutachter waren da ganz anderer Meinung.
Ich habe meine Einschränkungen und wie ich mich fühle selbst noch mal aufgeschrieben und sie bei den Gutachterterminen immer mitgenommen.
Sei einfach Du selbst und schildere Deine Problem. Damit fährst Du dann sicher am besten.
Wünsche Euch ein schöne WE.
LG Jens
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Friedolin (Archiv)
- Beiträge: 688
- Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am
Re: Rentenantrag - Tip gesucht
Wenn man sich ArbeitsUNFÄHIG "fühlt" kann man nicht arbeiten. Das geht ja schon technisch gar nicht.
Was willst Du denn eigentlich? Volle EU-Rente oder einfach nur weniger arbeiten? Das kommt aus Deiner Einleitung nicht so richtig rüber.
Was willst Du denn eigentlich? Volle EU-Rente oder einfach nur weniger arbeiten? Das kommt aus Deiner Einleitung nicht so richtig rüber.
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dsabine (Archiv)
- Beiträge: 507
- Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am
Re: Rentenantrag - Tip gesucht
Ralf, ich habe diese Frage ganz realistisch, im Detail beantwortet. Denn solche Tage habe ich regelmäßig. Ich hatte eher den Eindruck, es geht darum, ob man nicht sofort komplett verrentet werden soll.
Ich habe u.a. angegeben, dass ich am Tag nach der MTX Gabe mit Übelkeit zu kämpfen habe.
Ich habe relativ problemlos eine Erwerbsminderungsrente bekommen. Zwei Gutachter, Widerspruch war nicht notwendig.
Ich habe u.a. angegeben, dass ich am Tag nach der MTX Gabe mit Übelkeit zu kämpfen habe.
Ich habe relativ problemlos eine Erwerbsminderungsrente bekommen. Zwei Gutachter, Widerspruch war nicht notwendig.
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S. (Archiv)
- Beiträge: 2490
- Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am
Re: Rentenantrag - Tip gesucht
fallacy, es kommt nicht auf die Krankheit bei der Erwerbsminderungsrente und auch beim Schwerbehindertenausweis an, sondern auf die Leistungsfähigkeit oder - unfähigkeit, und die konkreten Beschwerden. Siehe dazu die ausgezeichnete Broschüre zum Schwerbehindertenantrag von Ingeborg, die Du direkt bei bei ihr per PN anfragen kannst.
Als Selbständiger krankschreiben lassen - kommt darauf an, wie Du krankenversichert bist: mit Verdienstausfall-Leistung im Krankheitsfall oder nicht.
Für den Schwerbehindertenantrag meines Mannes war das nicht erforderlich, da sprachen die Gutachten der behandelnden Ärzte für sich: unheilbare, chronische Erkrankung mit chemotherapeutischer Behandlung lebenslang.
Als Selbständiger krankschreiben lassen - kommt darauf an, wie Du krankenversichert bist: mit Verdienstausfall-Leistung im Krankheitsfall oder nicht.
Für den Schwerbehindertenantrag meines Mannes war das nicht erforderlich, da sprachen die Gutachten der behandelnden Ärzte für sich: unheilbare, chronische Erkrankung mit chemotherapeutischer Behandlung lebenslang.
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Ralf N (Archiv)
- Beiträge: 435
- Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am
Re: Rentenantrag - Tip gesucht
Erst mal vielen Dank für Eure Antworten.
Krankgeschrieben bin ich seit dem 30.12.2013.
Volle Rente ist auf keinen Fall mein Ziel, da ich unbedingt noch stundenweise arbeiten will trotz Fatigue und PNP, allerdings werden meine Finger schnell taub beim Tippen, daher kann ich nicht über die volle Zeit gehen und brauche auch viel mehr Zeit weil ich mich dann oft vertippe und alles noch mal korrigieren muss...
Glücklicherweise steht meine Firma voll hinter mir und würde auch eine neue Tätigkeit für mich finden, da habe ich mit meinem Chef schon drüber gesprochen.
Reha-Träger war die RV, da habe ich die stufenweise Eingliederung sofort nach Ende der Reha abgelehnt - war körperlich und seelisch nach der Reha völlig kaputt und ausgebrannt. Wollte der Arzt dort aber nicht so sehen, deshalb habe ich auch ein wenig Angst vor seiner Begutachtung, der war völlig unsensibel und hielt mich für einen Simulanten, reden konnte man mit dem nicht, hatte doch noch nicht mal die Gutachten richtig gelesen - und dabei sitzen die Experten nur wenige Meter entfernt im Nebenhaus (Prof Moosig und PD Dr. Holle)!
Hamburger Modell sehe ich auch als erste Alternative, sollte dann aber über die KK laufen, da habe ich sehr guten Kontakt zu den Bearbeitern, haben bis jetzt alles supertoll geregelt.
Momentan baue ich mich wieder auf, habe auch ein Fitnesstudio in der Nähe gefunden wo man angepasst unter Aufsicht trainieren kann ohne die Gelenke zu überfordern, schließlich hat die Krankheit meine Muskelmasse extrem reduziert (über 10 Kg) und das Kortison ist da auch nicht unbedingt hilfreich gewesen.
So genug gejammert, wünsche Euch ein schönes Wochenende!
LG
Ralf
Krankgeschrieben bin ich seit dem 30.12.2013.
Volle Rente ist auf keinen Fall mein Ziel, da ich unbedingt noch stundenweise arbeiten will trotz Fatigue und PNP, allerdings werden meine Finger schnell taub beim Tippen, daher kann ich nicht über die volle Zeit gehen und brauche auch viel mehr Zeit weil ich mich dann oft vertippe und alles noch mal korrigieren muss...
Glücklicherweise steht meine Firma voll hinter mir und würde auch eine neue Tätigkeit für mich finden, da habe ich mit meinem Chef schon drüber gesprochen.
Reha-Träger war die RV, da habe ich die stufenweise Eingliederung sofort nach Ende der Reha abgelehnt - war körperlich und seelisch nach der Reha völlig kaputt und ausgebrannt. Wollte der Arzt dort aber nicht so sehen, deshalb habe ich auch ein wenig Angst vor seiner Begutachtung, der war völlig unsensibel und hielt mich für einen Simulanten, reden konnte man mit dem nicht, hatte doch noch nicht mal die Gutachten richtig gelesen - und dabei sitzen die Experten nur wenige Meter entfernt im Nebenhaus (Prof Moosig und PD Dr. Holle)!
Hamburger Modell sehe ich auch als erste Alternative, sollte dann aber über die KK laufen, da habe ich sehr guten Kontakt zu den Bearbeitern, haben bis jetzt alles supertoll geregelt.
Momentan baue ich mich wieder auf, habe auch ein Fitnesstudio in der Nähe gefunden wo man angepasst unter Aufsicht trainieren kann ohne die Gelenke zu überfordern, schließlich hat die Krankheit meine Muskelmasse extrem reduziert (über 10 Kg) und das Kortison ist da auch nicht unbedingt hilfreich gewesen.
So genug gejammert, wünsche Euch ein schönes Wochenende!
LG
Ralf
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kletterrose (Archiv)
- Beiträge: 322
- Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am
Re: Rentenantrag - Tip gesucht
Hallo Ralf
Mach bitte langsam , ich hatte 2008 auch das Hamburger Modell probiert ...na ja anfangs 2 h waren noch ok aber schon bei 3h kam ich an meine Grenzen. Man möchte dann ja auch richtig da sein , ging aber nicht. Ich wurde weiter krank geschrieben und der Rentenantrag lief. Hatte 2 Gutachten eines internistisch und eines neurologisch . Eine Reha bekam ich nicht mehr, es konnte ja auch nichts verbessert werden.
Was ich Dir sagen möchte ist einfach nur gib Dir Zeit. Vielleicht war ja auch Deine Reha einfach nur zu früh , denn profitiert hast Du ja nicht.
Die Krankenkasse ist immer daran interessiert , dass Du so schnell wie möglich wieder dienstfähig wirst , aber lass Dich nicht unter Druck setzen ...mach langsam.
LG
Mach bitte langsam , ich hatte 2008 auch das Hamburger Modell probiert ...na ja anfangs 2 h waren noch ok aber schon bei 3h kam ich an meine Grenzen. Man möchte dann ja auch richtig da sein , ging aber nicht. Ich wurde weiter krank geschrieben und der Rentenantrag lief. Hatte 2 Gutachten eines internistisch und eines neurologisch . Eine Reha bekam ich nicht mehr, es konnte ja auch nichts verbessert werden.
Was ich Dir sagen möchte ist einfach nur gib Dir Zeit. Vielleicht war ja auch Deine Reha einfach nur zu früh , denn profitiert hast Du ja nicht.
Die Krankenkasse ist immer daran interessiert , dass Du so schnell wie möglich wieder dienstfähig wirst , aber lass Dich nicht unter Druck setzen ...mach langsam.
LG
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fallacy1978 (Archiv)
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Re: Rentenantrag - Tip gesucht
Also liebe S. habt ihr Euch erst Gutachten von den Ärzten machen lassen und mit dem Antrag mitgeschickt?