Schlafprobleme

Forumsbeiträge, die vor dem 06.06.2018 erstellt wurden
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Ingeborg
Beiträge: 4220
Registriert: Mi Jun 06, 2018 11:33 am

Schlafprobleme

Beitrag von Ingeborg »

Hallo Ihr,

jetzt bin ich´s leid. Da ich mit meiner Kraft- und Energielosigkeit ohnehin mindestens mittelschwer am Leben vorbei lebe und mein Schlaf auch kaum Erholung bringt, wird damit der niedrige Energielevel mit nur wenig Kraft und Energie aufgefüllt. Zum gar nicht guten Schluß kommen, trotz Einschlafsaft aus der Apotheke und Zopiclon zum Durchschlafen, noch viele Stunden Schlaflosigkeit in der Nacht hinzu. Entsprechend fühl ich mich und seh ich auch aus. Eine Nachbarin sagte heute, wenn sie mich noch länger anguckt, überfällt sie unweigerlich der Schlaf. Das sagt wohl alles.

Die Probleme kenne ich seit ca. nem Jahr. Man hat einen ziemlich hohen Blutdruck und Flüssigkeit im Herzbeutel festgestellt. Die Blutdrucktabletten bringen kaum was. Manchmal hab ich das Gefühl, als wäre ich nur mit Atmen beschäftigt, auch nachts -klar, ich mein, wenn ich dann wach bin.

Also, ich frag mal Euch, ob jemand auch das Problem -mit oder ohne Bluthochdruck- hat und wie man es lösen kann. Auch wenn es nicht unmittelbar mit meinem Wegener zu tun hat.

Grüße, Ingeborg
Man muß sich von sich selbst auch nicht alles gefallen lassen.
(Viktor Frankl, 1905-1997)
Jule (Archiv)
Beiträge: 75
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Re: Schlafprobleme

Beitrag von Jule (Archiv) »

Hallo Ingeborg,

du bist nicht allen mit den Schlafproblemen. Mir geht es eigentlich seit Jahren ähnlich. Und es wird immer schlimmer. Ich gehe abends schon erst um 11:00 ins Bett und frage mich nach stunden wachseins, was mache ich eigentlich hier. Es werden 2 und 3 Uhr nachts, morgens um 5:30 klingelt der Wecker und dann hab ich mal 2-3 Stunden geschlafen. Über Ostern war es einmal morgens 6:30 da war ich noch wach. Ich habe dass Gefühl mit jeder Stunde, die ich wach bin, geht mit am nächsten Tag das bisschen Energie flöten, das ich noch habe. Mein Nephrologe hat mit Atarax verordnet, ein Medikament ohne drohende Abhängigkeit, Anfangs habe ich ab und zu eine genommen, nach einer 1/2 Stunde fiel ich in eine Art Tiefschla und war am nächsten Tag noch bis mittags benebeld. Hinzu kommen seit ca 6 Wochen Restless-Legs-Syndrom. Das hört sich so banal an, macht mich aber einfach nur fertig. Der Nephrologe verordnete Lyrica. Ich habe mich erst nicht getraut es zu nehmen wg. der Nebenwirkungen. Irgendwann nachts waren die Beschwerden in den Beinen so massiv, ich hab nur gedacht, Lyrica, Nebenwirkungen---egal. Und siehe da es wirkt. Mittleweile nehme ich Lyrica 50 und die Beine sind ruhig und irgendwann schlafe ich auch ein.

Vor einer Wche war ich im Krankenhaus zur Anlage eines Dialyse-Katheter´s. Da kommt dann nachts noch "Kopfkino" dazu und lässt mich nicht schlafen. Ich hoffe wenn die Dialyse richtig läuft, bessern sich die Schlafstörungen und auch die Beine, ich hoffe es.

Entschuldige, mein Bericht ist etwas länger geworden, aber ich kann dich sehr, sehr gut verstehen.

Lieben Gruß Jule
Kirschen (Archiv)
Beiträge: 55
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Re: Schlafprobleme

Beitrag von Kirschen (Archiv) »

Hallo Ingeborg,

ich kenne mich nicht wirklich mit deiner Krankheit aus und kann deshalb nur schwer einschätzen, welche Symptome von der Krankheit herrühren. Allerdings klingen deine ein und durchschlafprobleme und auch das erwähnen des permanenten Gefühls des Atmen für mich ein wenig nach chronischer hyper Ventilation, die mit Stress einher geht und sicher bei chronischen Erkrankungen vermehrt auftritt. Ist dein Blutdruck auch Stress Bedingt?

Viele grüße kirschen
Omega (Archiv)
Beiträge: 222
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Re: Schlafprobleme

Beitrag von Omega (Archiv) »

Hallo Ingeborg, nein, ich kenne das Problem selbst nicht, aber um mich herum wimmelt es von schlaflosen Menschen und dein Problem schreit auch nach einer Lösung. Eine Freundin war deshalb in einer Klinik bei Osnabrück und kam zufrieden zurück. D.h. sie hat das Problem im Griff. Ich glaube, sie wurde hochdosiert medikamentös behandelt und dann wieder kontrolliert runtergefahren.

Andere Möglichkeit: Sich eine erfahrene gute Therapeutin leisten, die Erfahrung mit Entspannungstechniken hat(und vielleicht ins Haus kommt). Aber das braucht meistens Tips von Freunden und ist nicht mit dem Branchenbuch zu lösen.

Und ganz allgemein: Ein strukturierter Tagessablauf mit Wechsel von Bewegung und Entspannung ist sicher Voraussetzung für guten Schlaf, aber wem erzähl ich das......?

Viel Glück, Omega
dsabine (Archiv)
Beiträge: 507
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Re: Schlafprobleme

Beitrag von dsabine (Archiv) »

Mir hilft ein fester Rhythmus, keine Nickerchen tagsüber, fester Zewitpunkt, wann ins Bett, wann aufstehen (egal wie/ob ich geschlafen habe), wann essen/trinken, vor allem ab 17 Uhr, kein Bildschirmlicht 1-2 Std. vor dem Zubettgehen (für den Computer gibt es Programme, die das blaue Licht reduzieren, z.B. f.lux - http://www.zeit.de/digital/mobil/2015-11/flux-app-kritik).



Da du ja medikamentös schon versorgt bist, wird es dir kaum helfen, aber trotzdem: Baldriparan und/oder Liorantabletten oder als Schlaf- und Nerventee aus der Apotheke.



Ich habe Kollegen, die schwören auf divserse einschlaf apps für Handys, oft Musik/Naturgeräusche usw. Ich finde das eher albern und man gewöhnt sich sehr schnell dran. Aber probieren schadet ja nix und viele dieser apps sind kostenlos.



Wenn du wachliegst, gaaaanz wichtig, nie auf die Uhr schauen.



Von Herzen empfehle ich Autogenes Training, das beruhigt wirklich sehr. Dazu gibt es jede Menge Filme usw. online. Und hör dich auch mal durch die Vielzahl von Losslassen, Einschlafen, Trance/Selbsthypnose zum Einschlafen usw. Filme auf youtube durch.



Ich habe immer wieder Nächte, in denen ich kaum oder fast nicht schlafen kann. Oft wegen Verdauungsschmerzen (ich habe Colitis ulcerosa), die sich ewig hinziehen. Das sind Geduldsprobennächte. Oft denke ich mir Geschichten aus, mache Listen (die ersten Schuhe meiner Kinder, Sommerurlaube seit 1990, die besten Lehrer usw.) im Kopf und wenn alles nicht hilft, stehe ich auf, mache mir einen Tee und höre Radio oder lese.



Und was die Nachbarn sagen, ist erst mal deren Problem. . .
usino (Archiv)
Beiträge: 198
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Re: Schlafprobleme

Beitrag von usino (Archiv) »

Hallo Ingeborg,

bist du schon mal auf Magnesiummangel getestet worden? Wer ständig Cortison nehmen muss, hat oft zu wenig Magnesium, und wenn dann noch entwässende Blutdrucksenker dazukommen, wird es noch problematischer.

LG Usino
tapa (Archiv)
Beiträge: 360
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Re: Schlafprobleme

Beitrag von tapa (Archiv) »

Liebe Ingeborg,

ich hatte vor Jahren mal Schlafprobleme, die waren stressbedingt, wie ich im Nachhinein gemerkt habe. Damals habe ich mich ein bißchen schlau gemacht. Wichtig ist ein fester Tagesrhythmus und nicht zu früh ins Bett gehen. Möglichst tagsüber nicht schlafen, vor allem nicht abends vor dem TV einschlafen. Entspannungsübungen oder Yoga sind hilfreich, Yoga beruhigt vor allem auch den Atem.

Vor dem Einschlafen alles aufschreiben (quasi wie beim Einkaufszettel), woran man am nächsten Tag denken muss, dann kann man besser entspannen. Wenn schon Kopfkino, dann bitte positiv, setz Dich vor Deinem inneren Auge an einen schönen Lieblingsplatz und stelle Dir vor, wie schön es dort ist, ein bißchen träumen eben auch wenn man nicht schläft.

Ganz wichtig ist, dass Du keine Technik im Schlafzimmer hast, kein TV oder PC, keine Musik, auch kein Handy und möglichst auch keinen Arbeitsplatz, nur Lampe und Wecker. Und das Schlafzimmer sollte nicht mehr als 18° haben und gut abgedunkelt sein.

Morgens mit Wecker immer zur gleichen Uhrzeit aufstehen, am besten auch erstmal am Wochenende. Und nicht zuletzt wäre es natürlich gut, wenn Dein Blutdruck nicht zu hoch wäre, auch da kann -evtl. neben Medikamenten- Yoga gut helfen. Das kann man übrigens auch machen, wenn man nicht so fit ist!

Ich schlafe heute wieder meistens wie ein Baby und wünsche Dir, dass Du auch bald wieder tief und gut durchschläfst!!!!
Hope (Archiv)
Beiträge: 340
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Re: Schlafprobleme

Beitrag von Hope (Archiv) »

Hallo Ingeborg,

meine Herzbeutelentzündung ließ mich vor Jahren auch nur schlecht einschlafen, man merkt einfach zu viel von der Arbeit des Herzens. Sollte sie bei Dir auch durch die GPA verursacht sein, müsste sie eigentlich durch eine stärkere Therapie in den Griff zu bekommen sein.

Zum Thema Atembeschwerden fällt mir 'mobiles Schlaflabor' ein, vielleicht hängen Deine Problem auch mit Sauerstoffmangel zusammen.

Ansonsten bin ich bei Schlafproblemen auch ein Fan von Hörspielen.

Guten Schlaf wünscht

Hope
nordlicht (Archiv)
Beiträge: 39
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Re: Schlafprobleme

Beitrag von nordlicht (Archiv) »

Liebe Ingeborg,

Bluthochdruck habe ich zwar nicht, aber diese furchtbaren Schlafprobleme kenne ich auch!!

Nachdem ich mir regelmässig min. 1-2 Mal die Woche Wick medinight gegönnt habe (obwohl ich natürlich nicht erkältet war), hatte ich irgendwann Angst, dass ich ohne diesen Saft gar nicht mehr einschlafen kann!

Dann habe ich genau das gemacht, was Sabine schon geschrieben hat. Ich habe bei You tube nach Einschlaf-Trance gesucht - und gefunden:-) Ich habe selbst nicht wirklich daran geglaubt, aber es hilft mir wirklich immer, das Ende der Trance erlebe ich fast nie:-)) Ich habe es in MP3 umgewandelt und somit auf meinem Handy, das dann im Bett neben mir liegt. Ich weiss, Strahlen....aber ich habe dann natürlich den Flugmodus an!

Übrigens kann ich mich nur darauf einlassen, wenn ich allein im Schlafzimmer bin, heisst, ich gehe mindestens eine 3/4 Stunde vor meinem Mann ins Bett.

Kleiner Nachteil: ich schlaf nun zwar immer superschnell ein, aber durchschlafen ist leider nicht garantiert bei mir.

Hier mal der Link:

https://www.youtube.com/watch?v=xJF7xqtyyr0&feature=em-share_video_user

Viel Erfolg!!!

LG vom nordlicht
Manu72 (Archiv)
Beiträge: 18
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Re: Schlafprobleme

Beitrag von Manu72 (Archiv) »

Hallo Ingeborg, wie du ja weißt habe ich ja Churg-Strauss-Syndrom, durch das viele Kortison und durch den Wechsel zu Azathioprin und wieder zurück, habe ich selber auch schlimme Schlafstörungen, entweder kann ich nicht einschlafen, schlafe nachts nur Oberflächlich, bzw. bin morgens sehr früh wach ( so wie heute 05.30) und kann dann nicht mehr einschlafen. Dann bin ich den ganzen Tag gerädert, schlafe Mittags, bzw. Nachmittags ungewollt ein.... meist für 2-3 Std.

Mein Oberarzt von Bethanien meint, schuld wäre die hohe Dosis Kortison. Er will es jetzt monatlich um 10 mg reduzieren...



Mal schauen wie es sich weiter entwickelt. Die vielen Nebenwirkungen machen mir auch sehr zu schaffen.



Herzliche Grüße Manu
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