Cortison und Wassereinlagerungen
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Sandra (Archiv)
- Beiträge: 42
- Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am
Cortison und Wassereinlagerungen
Hallo!
Ich werde seit Jahren mit Cortison behandelt und habe dementsprechend das typische 'Vollmondgesicht'.
Zur Zeit reduziere ich das Cortison bei gleichzeitige Behandlung mit MTX. Ich bin jetzt bei unter zehn Milligramm Cortison und habe immer noch ein aufgedunsenes Gesicht. Nicht, dass man sich angesichts der Schwere der Krankheit nicht daran gewöhnt hätte, aber ich wüßte doch gerne, ab welcher Dosis diese Veränderung nicht mehr hervorgerufen wird. Man ließt ja hier im Forum öfter von recht niedrigen Cortison-Dosen, kann mir vielleicht jemand sagen, wann die Einlagerungen verschwinden?
Viele Grüße, Sandra
Ich werde seit Jahren mit Cortison behandelt und habe dementsprechend das typische 'Vollmondgesicht'.
Zur Zeit reduziere ich das Cortison bei gleichzeitige Behandlung mit MTX. Ich bin jetzt bei unter zehn Milligramm Cortison und habe immer noch ein aufgedunsenes Gesicht. Nicht, dass man sich angesichts der Schwere der Krankheit nicht daran gewöhnt hätte, aber ich wüßte doch gerne, ab welcher Dosis diese Veränderung nicht mehr hervorgerufen wird. Man ließt ja hier im Forum öfter von recht niedrigen Cortison-Dosen, kann mir vielleicht jemand sagen, wann die Einlagerungen verschwinden?
Viele Grüße, Sandra
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evaioan (Archiv)
- Beiträge: 3
- Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am
Re: Cortison und Wassereinlagerungen
hallo sandra,
das kann man so allgemein nicht sagen, da jeder mensch seine eigene cushing- schwelle hat. im beipacktext vom cortison wird diese bei ca. 7,5 mg angeführt.
meine beschwerden, wie wasseransammlungen und vollmondgesicht, verschwanden bei ca. 5 mg prednisolon.(nach ca. einem halben jahr war alles weg)
lg
eva
das kann man so allgemein nicht sagen, da jeder mensch seine eigene cushing- schwelle hat. im beipacktext vom cortison wird diese bei ca. 7,5 mg angeführt.
meine beschwerden, wie wasseransammlungen und vollmondgesicht, verschwanden bei ca. 5 mg prednisolon.(nach ca. einem halben jahr war alles weg)
lg
eva
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Dorothee (Archiv)
- Beiträge: 77
- Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am
Re: Cortison und Wassereinlagerungen
Hallo Sandra,
auch ich nehme seit mehreren Jahren Kortison in wechselnder Dosierung und kenne das Problem.
Nach einiger Zeit Kortison 5 mg wurde das Vollmondgesicht weniger und ich sah fast aus, wie zu gesunden Zeiten.
Leider musste ich durch einen neuen Schub das Kortison wieder höher dosieren und innerhalb kürzester Zeit, war das Vollmondgesicht wieder da, auch jetzt unter 15 mg Kortison ist es unverändert.
Also Geduld, bei 5 mg wird alles besser.
Alles Gute.
Dorothee
auch ich nehme seit mehreren Jahren Kortison in wechselnder Dosierung und kenne das Problem.
Nach einiger Zeit Kortison 5 mg wurde das Vollmondgesicht weniger und ich sah fast aus, wie zu gesunden Zeiten.
Leider musste ich durch einen neuen Schub das Kortison wieder höher dosieren und innerhalb kürzester Zeit, war das Vollmondgesicht wieder da, auch jetzt unter 15 mg Kortison ist es unverändert.
Also Geduld, bei 5 mg wird alles besser.
Alles Gute.
Dorothee
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Kalle (Archiv)
- Beiträge: 77
- Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am
Re: Cortison und Wassereinlagerungen
Doro kommt man den immer auf 5 mg ? Dachte bei 10 oder 7,5 mg wäre die unterste Einnahmegrenze ? Die man also immer nehmen muss.
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Katrin (Archiv)
- Beiträge: 77
- Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am
Re: Cortison und Wassereinlagerungen
Hallo Kalle,
ich habe MW mit Nierenbeteiligung und nehme schon seit 1 Jahr kein Kortison mehr. Das habe ich in Absprache mit den Ärzten langsam ausgeschlichen. Das klappt natürlich nicht bei jedem, einige brauchen immer etwas Kortison, ob das nun 5, 7,5 oder 10 mg oder mehr sind. Ich nehme "nur noch" meine Basistherapie "CellCept" und ein Blutdruckmittel zum Nierenschutz.
Gruß
Katrin
ich habe MW mit Nierenbeteiligung und nehme schon seit 1 Jahr kein Kortison mehr. Das habe ich in Absprache mit den Ärzten langsam ausgeschlichen. Das klappt natürlich nicht bei jedem, einige brauchen immer etwas Kortison, ob das nun 5, 7,5 oder 10 mg oder mehr sind. Ich nehme "nur noch" meine Basistherapie "CellCept" und ein Blutdruckmittel zum Nierenschutz.
Gruß
Katrin
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Kalle (Archiv)
- Beiträge: 77
- Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am
Re: Cortison und Wassereinlagerungen
Danke Katrin, das lässt ja hoffen:-)
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Kalle (Archiv)
- Beiträge: 77
- Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am
Re: Cortison und Wassereinlagerungen
Aber 2 Fragen noch, über welchen Zeitraum hast du es ausgeschlichen und in welchen Stufen?
Und ging der Blutdruck dabei runter? Mein Blutdruck ging nach den Endoxaninfusionen von normal auf 240 hoch. Nehme jetzt 8 Blutdruck-Pillen täglich.
Und ging der Blutdruck dabei runter? Mein Blutdruck ging nach den Endoxaninfusionen von normal auf 240 hoch. Nehme jetzt 8 Blutdruck-Pillen täglich.
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Sandra (Archiv)
- Beiträge: 42
- Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am
Re: Cortison und Wassereinlagerungen
Danke für eure Antworten!
Ja, dann hoffe ich auch mal, dass ich irgendwann auf 5 mg Cortison runterkomme.
Viele Grüße, Sandra
Ja, dann hoffe ich auch mal, dass ich irgendwann auf 5 mg Cortison runterkomme.
Viele Grüße, Sandra
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Katrin (Archiv)
- Beiträge: 77
- Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am
Re: Cortison und Wassereinlagerungen
Hallo Kalle,
das Ausschleichen vom Kortison hat natürlich eine Weile gedauert und man sollte dies natürlich nur machen, wenn man im Remission angekommen und alles stabil ist. Zum Anfang des Schubes bekam ich 100 mg Kortison für 3 Tage und leider auch wieder Endoxan. Dann wird relativ schnell reduziert und man ist innerhalb von 3 Wochen bei ca. 40 mg. Je höher man noch in der Dosis ist, desto größer der Schritt zur nächst kleineren Dosierung, z.B. von 20 mg auf 17,5 mg, weiter oben gehts sogar in 10er Schritten. Allerdings wird es dann immer weniger (ab 10 mg). Bei der Dosis habe ich dann im täglichen Wechsel 10 mg und am nächsten Tag 7,5 mg genommen für insgesamt gut 2 Wochen. Bin dann für 4 Wochen auf 7,5 mg geblieben, dann 7 mg 4 Wochen, 6 mg 4 Wochen, 5 mg 4 Wochen usw. Das hat bei mir bisher immer geklappt, ist natürlich keine Garantie für andere. (Ich kenne z.B. eine Patientin die braucht grundsätzlich 20 mg - ab 19,5 mg bekommt sie einen Schub.) Mit dem Blutdruck hatte ich währenddessen keine Probleme. Ich nehme nur 1 Blutdruckmedikament (einen ACE-Hemmer). Man wollte auch mal einen AT-1-Blocker probieren, aber das hat bei mir nicht funktioniert und der Blutdruck ließ sich damit nicht einstellen. Das Medikament ist bei mir auch nur zum Nierenschutz gedacht, denn eigentlich habe ich mit dem Blutdruck keine Probleme. Allerdings denke ich, wenn ich das jetzt absetzen würde nach mehreren Jahren (was ich natürlich nicht mache), würden sich da schon Probleme einstellen.
Ich hoffe, ich konnte Dir, Kalle, damit weiterhelfen. Sonst kann ich Dir gerne auch mal mailen.
Viele Grüsse
Katrin
das Ausschleichen vom Kortison hat natürlich eine Weile gedauert und man sollte dies natürlich nur machen, wenn man im Remission angekommen und alles stabil ist. Zum Anfang des Schubes bekam ich 100 mg Kortison für 3 Tage und leider auch wieder Endoxan. Dann wird relativ schnell reduziert und man ist innerhalb von 3 Wochen bei ca. 40 mg. Je höher man noch in der Dosis ist, desto größer der Schritt zur nächst kleineren Dosierung, z.B. von 20 mg auf 17,5 mg, weiter oben gehts sogar in 10er Schritten. Allerdings wird es dann immer weniger (ab 10 mg). Bei der Dosis habe ich dann im täglichen Wechsel 10 mg und am nächsten Tag 7,5 mg genommen für insgesamt gut 2 Wochen. Bin dann für 4 Wochen auf 7,5 mg geblieben, dann 7 mg 4 Wochen, 6 mg 4 Wochen, 5 mg 4 Wochen usw. Das hat bei mir bisher immer geklappt, ist natürlich keine Garantie für andere. (Ich kenne z.B. eine Patientin die braucht grundsätzlich 20 mg - ab 19,5 mg bekommt sie einen Schub.) Mit dem Blutdruck hatte ich währenddessen keine Probleme. Ich nehme nur 1 Blutdruckmedikament (einen ACE-Hemmer). Man wollte auch mal einen AT-1-Blocker probieren, aber das hat bei mir nicht funktioniert und der Blutdruck ließ sich damit nicht einstellen. Das Medikament ist bei mir auch nur zum Nierenschutz gedacht, denn eigentlich habe ich mit dem Blutdruck keine Probleme. Allerdings denke ich, wenn ich das jetzt absetzen würde nach mehreren Jahren (was ich natürlich nicht mache), würden sich da schon Probleme einstellen.
Ich hoffe, ich konnte Dir, Kalle, damit weiterhelfen. Sonst kann ich Dir gerne auch mal mailen.
Viele Grüsse
Katrin
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Dorothee (Archiv)
- Beiträge: 77
- Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am
Re: Cortison und Wassereinlagerungen
Hallo Kalle,
kann Dir heute leider erst antworten.
Es kommt ganz darauf an, ob Du auf 5 mg Kortison kommst, es gibt Leute die nehmen nur 2,5 mg, wenn die Krankheit zum Stillstand gekommen ist.
Ich war schon oft auf 5 mg, leider kam dann immer wieder ein Schub, oder eine Unverträglichkeit des Immunsuppressivums und dann musste ich wieder hoch mit dem Kortison.
Aber Ziel der Therapie ist ja vom Kortison runter zu kommen.
Bei manchen Patienten wird z.B. MTX mit Arava gegeben um das Kortison ganz einzusparen.
Ein guter Rheumatologe kann Dich da sicher beraten.
LIebe Grüße und alles Gute.
Dorothee
kann Dir heute leider erst antworten.
Es kommt ganz darauf an, ob Du auf 5 mg Kortison kommst, es gibt Leute die nehmen nur 2,5 mg, wenn die Krankheit zum Stillstand gekommen ist.
Ich war schon oft auf 5 mg, leider kam dann immer wieder ein Schub, oder eine Unverträglichkeit des Immunsuppressivums und dann musste ich wieder hoch mit dem Kortison.
Aber Ziel der Therapie ist ja vom Kortison runter zu kommen.
Bei manchen Patienten wird z.B. MTX mit Arava gegeben um das Kortison ganz einzusparen.
Ein guter Rheumatologe kann Dich da sicher beraten.
LIebe Grüße und alles Gute.
Dorothee