M.Wegener und Beteiligung des Urogenitaltraktes

Forumsbeiträge, die vor dem 06.06.2018 erstellt wurden
Antworten
Friedolin (Archiv)
Beiträge: 688
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

M.Wegener und Beteiligung des Urogenitaltraktes

Beitrag von Friedolin (Archiv) »

Wer Beschwerden im Bereich des Urogenitaltraktes hat dürfte sich vielleicht schon einmal über mögliche Zusammenhänge mit seiner Grunderkrankung gewundert haben. Zufällig fiel mir kürzlich ein Paper zum Thema in die Hände, was inhaltlich sehr interessant sein dürfte. Es lohnt sich die "Vollversion" zu beschaffen, denn es enthält Infos, die der behandelnde Arzt wahrscheinlich (mal wieder) nicht hat ;). So selten scheint es nicht zu sein und scheinbar tritt es auch im Rahmen einer Erstmanifestation auf.



Dufour JF, Le Gallou T, Cordier JF, Aumaître O, Pinède L, Aslangul E, Pagnoux C, Marie I, Puéchal X, Decaux O, Dubois A, Agard C, Mahr A, Comoz F, Boutemy J, Broussolle C, Guillevin L, Sève P, Bienvenu B; French Center-East Internists Group; French Vasculitis Study Group. Urogenital manifestations in Wegener granulomatosis: a study of 11 cases and review of the literature. Medicine (Baltimore). 2012 Mar;91(2):67-74.



http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22391468
Matthias (Archiv)
Beiträge: 22
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Re: M.Wegener und Beteiligung des Urogenitaltraktes

Beitrag von Matthias (Archiv) »

Hallo Friedolin, hast du den MW? Wenn ja dann habe ich eine Frage an dich. Ich habe eine MPA mit Nierenbeteiligung seit 12.09. bestätigt. Bei mir wurden immer p-anca nachgewiesen. Bei meiner letzten Untersuchung wurden jetzt zu ersten Mal c-anca nachgewiesen. Hast du eine Idee dazu?
dsabine (Archiv)
Beiträge: 507
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Re: M.Wegener und Beteiligung des Urogenitaltraktes

Beitrag von dsabine (Archiv) »

Hallo Matthias,



wenn Du bisher immer p-ANCA und jetzt stattdessen c-ANCA hast, liegt das vielleicht daran, dass man zuletzt eine genauere Methode der Bestimmung verwendet hat.



Seit ca. 1-2 Jahren wird in den Laboren, bes. in den Unikliniken, aber auch in großen niedergelassenen Laboren, der sog. IFT (indirekter Immunfluoreszenztest) der Firma Euroimmun eingesetzt. Das ist z.Z. die genaueste Untersuchungsmethode für ANCAs.



Zusätzlich wird bei einem Nachweis von c-ANCA immer auch nach dem PR3 Antigen getestet. Das wird manchmal als PR3-AK abgekürzt. Ohne jetzt zu medizinisch zu werden - so genau kann ich das auch nicht erklären: c-ANCA und PR3AK gehören zusammen und weisen beide in Kombination ziemlich sicher auf einen Wegener hin.



Es gab und gibt bei der Bestimmung von ANCAs eine Reihe von möglicher Störfaktoren und Fehlerquellen, deshalb sind auch Symptome, weitere Laborwerte (Entzündungsparameter z.B.) und eventuell Biopsien bei der Diagnose wichtig.



Ich hatte über Jahre hin immer p-ANCA mit PR3-AK, was allerlei Kopfschütteln hervor rief (vielleicht eine selten Ausname usw.) bis man vor einem Jahr mit dem neuen Test untersucht hat und jetzt "macht es Sinn". Meine Ärztin meint, dass wohl in den Vorjahren jeder immer vom Vorbefund abgeschrieben hat...
S. (Archiv)
Beiträge: 2490
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Re: M.Wegener und Beteiligung des Urogenitaltraktes

Beitrag von S. (Archiv) »

Das ist ein ganz wichtiger Artikel für alle betroffenen Männer, Friedolin. Richtig gut, dass Du das hier online gestellt hast!
Friedolin (Archiv)
Beiträge: 688
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Re: M.Wegener und Beteiligung des Urogenitaltraktes

Beitrag von Friedolin (Archiv) »

Kann übrigends auch für Frauen interessant sein.
S. (Archiv)
Beiträge: 2490
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Re: M.Wegener und Beteiligung des Urogenitaltraktes

Beitrag von S. (Archiv) »

Yoh, muss ich nochmal genauer reingucken.
Antworten