Toxoplasmose ist eine parasitäre Infektionskrankheit, die in Deutschland durch den Verzehr rohen Fleisches, aber vor allem durch den Kontakt mit Katzen übertragen wird.
Üblicherweise werden gerade Schwangere auf Toxoplasmose hin untersucht, da ungeborene Kinder leicht durch den Erreger geschädigt werden können. Sie können mit einem Wasserkopf, Augen- und Hirnschäden geboren werden.
Aber auch bereits kranke oder immunsuppressierte Menschen kommen mit einer Toxoplasmose-Infektion weniger gut zurecht als Gesunde, deren Immunsystem die Infektion in der Regel leicht bekämpfen kann. Bei immunsuppressierten Menschen wäre eine medikamentöse Sanierung jedoch notwendig. Andernfalls können Bewußtseinsveränderungen auftreten und motorische Ausfallerscheinungen.
Die gute Nachricht ist, dass eine vom Bundesgesundheitsministerium in Auftrag gegebene Untersuchung gezeigt hat, dass das in Deutschland angewandte Sanierungs-Schema bei Toxoplasmose sehr wirksam ist. Verabreicht wird entweder das antiparasitäre Medikament Spiramycin oder eine Kombination aus Pyrimethamin, Sulfadiazin und Folinsäure.
Die in europäischen Nachbarländern angewandten Therapien sind mit nur 70% Erfolgsquote wesentlich weniger wirksam.
Weitere Info:
http://www.med.uni-magdeburg.de/toxonet/