Nebenwirkung Krebs

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S. (Archiv)
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Nebenwirkung Krebs

Beitrag von S. (Archiv) »

Eine der Nebenwirkungen, die die bei einer Vaskulitis üblicherweise angewandten Immunsuppressiva mit sich bringen, ist ein deutlich erhöhtes Risiko auf Krebs.

Ob der Krebs dann tatsächlich zielgerichtet, effektiv und mit dem geringsten Nebenwirkungs-Schaden für den Patienten behandelt wird, ist aber die große Frage. Die Wirkungsquote von Krebstherapien liegt nämlich nur bei max. 25%, so die Aussage des CEO der Firma Qiagen, Peter M.Schatz, in CHEManager vom 27.05.2014!



Am Nationalen Zentrum für Tumorerkrankungen in Heidelberg (NCT)wird in den nächsten fünf Jahren die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass Krebspatienten mit einer sogenannten "Personalisierten Medizin" behandelt werden können. Im Klartext heisst das, dass die Genetik jedes einzelnen Patienten, bzw. die seines Krebses analysiert wird, und darauf aufbauend dann eine individuelle Krebstherapie gewählt wird. Schon ab nächstem Jahr werden die Heidelberger anfangen, Patienten so zu behandeln.Gleichzeitig wird eine begleitende Studie bei 1000 Patienten das Kosten-Nutzen-Verhältnis ermitteln.



Für dieses Programm stellen, neben dem NCT zwei Geldgeber rund 15 Millionen Euro zur Verfügung: Das Deutsche Krebsforschungszentrums (DKFZ) und die Dietmar Hopp Stiftung, also ein privater Spender.



Laut Herrn Schatz könnten alleine bei der Behandlung von Darmkrebs mit einer personalisierten, d.h. effektiveren, Krebstherapie jährlich in Deutschland 115 Mio Euro eingespart werden.



Vaskulitis-Patienten und Angehörige müssen angesichts dieses Zahlen die folgenden Fragen den behandelnden Ärzten stellen:



1. Wie zielgerichtet und effektiv ist eigentlich die - nicht personalisierte - Behandlung der Vaskulitis mit, ursprünglich für die Krebsbehandlung entwickelten, Medikamenten?

2. Liegt die Wirkungsquote vielleicht auch nur bei 25% oder weniger?

3.Warum werden die bereits vorhandenen Gentests nicht genutzt, um festzustellen, ob und in welchem Maß ein bestimmter Wirkstoff überhaupt bei dem einzelnen Patienten wirkt? - auch um vor der Gabe eines Wirkstoffes eine Unverträglichkeit auszuschließen, die ja immer einen Schaden am Körper (Körperverletzung) bedeutet?



Mehr Info:

1)CHEManager 9/2014, 23. Jahrgang,S.8

2)http://www.dietmar-hopp-stiftung.de/



P.S.: an uns selbst müssen wir die Frage stellen:

1.Warum gelingt es immer wieder, große Spendenbeträge für die Krebsforschung zu requirieren, nicht aber für die Vaskulitis-Forschung?
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