Rituximab und Verkehrstauglichkeit

Forumsbeiträge, die vor dem 06.06.2018 erstellt wurden
Apfelkern (Archiv)
Beiträge: 148
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Re: Rituximab und Verkehrstauglichkeit

Beitrag von Apfelkern (Archiv) »

Hallo Tiegerherz,

ich habe inzwischen drei Rituximab Infusionene bekommen. Bisher konnte ich die 80km zu "meiner" Rheuma-Ambulanz zum Glück immer von meiner Fam. gefahren werden. Ich fühle mich nach der Infussion sehr, sehr müde und schlafe auf der Heimfahrt auch immer ein. Auch den Rest des Tages schlafe ich. Warscheinlich kommt das von dem Tavegil, das ich als Pre-Medikamentation bekomme. Das Tavegil beeinträchtigt lt. Packungsbeilage übrigens die Fahrtüchtigkeit. Das Cortison mach mich nicht müde..... es setzt mich unter Strom. Beides zusammen versetzt mich jedesmal in einen seltsamen Zusatand, hundemüde und voll Tatendrang....

LG Apfelkern
Meerschwester (Archiv)
Beiträge: 744
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Re: Rituximab und Verkehrstauglichkeit

Beitrag von Meerschwester (Archiv) »

Hallo Apfelkern,

warum bekommst du Tavegil als Prämedikation? Das ist doch ein sehr altes Antihistaminikum. Inzwischen gibt es andere, die nicht so müde machen. Ich habe einmal Tavegiltabletten genommen und weiß nichts mehr von diesem Tag. Ich hatte einen kompletten Filmriss. Bisher haben sie es bei mir offensichtlich noch nicht genommen, aber beim nächsten Mal werde ich nachfragen, welches Antihistaminikum sie mir geben. Es kann also sein, dass gar nicht das Rituximab müde macht, sondern die Prämedikation. Sehr interessant!

Herzliche Grüße

Meerschwester
Tigerherz (Archiv)
Beiträge: 48
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Re: Rituximab und Verkehrstauglichkeit

Beitrag von Tigerherz (Archiv) »

Ja, ich meine auch, dass der Arzt irgendwie bei der Prämedikation gesagt hat, dass das jetzt müde machen kann und nicht das Rituximab selber.

Ich werde das nächste Mal fragen, was ich da alles so "Schönes" in meine Vene bekomme.



Ich habe jetzt schon öfter das Wort Chemotherapie hier im Forum gelesen und hab dann mal Rituximab gegoogelt, welches anscheinend auch aus der Krebstherapie kommt.

Heißt das, dass das auch eine Chemotherapie ist? (Obwohl im Prinzip ja eigentlich jede medikamentöse Therapie irgendwie eine Chemotherapie darstellt, da man ja Chemie schluckt oder sonst wie bekommt, oder?)



Und noch eine andere Frage, die mir eben in den Sinn kommt.

Es gibt ja verschiedende Vorsorgeuntersuchungen bei unterschiedlichen Fachärzten, die nicht von der Krankenkasse übernommen werden, wenn kein konkreter Verdacht besteht.

Z.B. die Glaukom-Vorsorgeuntersuchung beim Augenarzt.

Bekommt solche Vorsorgeuntersuchungen als Wegener-Patient doch bezahlt?
Meerschwester (Archiv)
Beiträge: 744
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Re: Rituximab und Verkehrstauglichkeit

Beitrag von Meerschwester (Archiv) »

Hi Tigerherz,

das finde ich wirklich einen wichtigen Aspekt. Ich werde demnächst auch fragen, welches Antihistaminikum sie mir geben. Dann kann man ja vielleicht diese Müdigkeit vermeiden!

Zu deiner Frage, was Chemo angeht, so habe ich noch einmal bei Wikipedia geschaut: "Bei der Krebstherapie mit monoklonalen Antikörpern und Zytokinen, wie beispielsweise Interleukinen und Interferonen, handelt es sich nicht um eine Chemotherapie, sondern um eine Krebsimmuntherapie." Klar haben wir keine Krebstherapie, aber das ist analog zu sehen. Rituximab ist ein monoklonaler Antikörper, also eigentlich eine Immuntherapie und keine Chemo. Der Unterschied ist aber für Laien zu schwierig, deshalb spreche ich auch oft von Chemo.

Was die Vorsorgeuntersuchungen angeht, habe ich die Erfahrung gemacht, dass sie aus unerfindlichen Gründen manchmal übernommen werden und man sie manchmal selber bezahlen muss. Ich bin gespannt, was die anderen dazu sagen.

Liebe Grüße

Meerschwester
Christine (Archiv)
Beiträge: 758
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Re: Rituximab und Verkehrstauglichkeit

Beitrag von Christine (Archiv) »

In der Zeit, als ich noch hochdosiert Kortison nehmen mußte hat meine Augenärztin alle 3 Monate den Augeninnendruck gemessen und den Augenhintergrund inspiziert.

Jetzt erfolgen die Untersuchungen zwei mal im Jahr.

Die Kasse zahlt.

Man sollte beim Augen-Arzt betonen, daß man Kortison über einen langen Zeitraum nehmen muß.

Christine
Friedolin (Archiv)
Beiträge: 688
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Re: Rituximab und Verkehrstauglichkeit

Beitrag von Friedolin (Archiv) »

In der Tat ist es vorwiegend das Antihistaminikum das zur Fahruntüchtigkeit führt am Tag der Infussionsgabe. Z.B. FENISTIL. Auch "moderne" Anthihistaminika machen müde. Das Ausmaß hängt jedoch auch von der eigenen Rezeptorenkonstellation ab sowie anderen Medikamenten die man ggf. regelmäßig nimmt.
linchen (Archiv)
Beiträge: 402
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Re: Rituximab und Verkehrstauglichkeit

Beitrag von linchen (Archiv) »

Also ich könnte nie im Leben nach der Infusion nach Hause fahren

Ich werde von dem Ranitidin dermaßen müde das ich schon schlafe bevor das Rituximab hängt und dann auch mehrere Stunden am Stück
Apfelkern (Archiv)
Beiträge: 148
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Re: Rituximab und Verkehrstauglichkeit

Beitrag von Apfelkern (Archiv) »

Hallo Meerschwester,

konnte dir noch nicht antworten, da ich eben erst wieder ins Forum geschaut habe.



Ehrlich gesagt habe ich mir bisher noch keine Gedanken gemacht warum ich Tavegil als Antihistaminikum bekomme...... eigentlich finde ich es ganz gut die langwirige Infussion zu verschlafen. (Ich bin eher ungeduldig.....vielleicht ist das ja selbstschutzt meiner Ärzte...... ;-). )



Oder Patientenschutz, vielleicht wollen die sichergehen, dass ich mich am Rest des Infussionsatges nicht überanstrenge...... (ich bin nebenberuflich Fitnesstrainerin)......



Die nächste Infussion ist am Dienstag fällig, da werde ich mal nachfragen.

Wünsche euch allen einen möglicht schönen Tag!



Apfelkern
S. (Archiv)
Beiträge: 2490
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Re: Rituximab und Verkehrstauglichkeit

Beitrag von S. (Archiv) »

Tigerherz, hi,

Meerschwester hat Recht: bei Rituximab handelt es sich um ein sogenanntes "biologisches" Medikament. Es ist nicht im Zuge einer rein chemischen Herstellung gewonnen worden,und es wirkt auch nicht aufgrund eines primär chemischen Prozesses.

Es wird in einem primär biologischen Verfahren gewonnen und wirkt aufgrund eines biologischen Wirkprinzips.
Meerschwester (Archiv)
Beiträge: 744
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Re: Rituximab und Verkehrstauglichkeit

Beitrag von Meerschwester (Archiv) »

Hi Apfelkern,

die Infusion verschlafen würde ich auch gerne, zumal ich sie auch über Nacht bekomme. Leider steht dem das Kortison im Weg. Ich bin dann gleichzeitig total aufgekratzt und nervös und gleichzeitig fix und foxi.

LG

Meerschwester



@S.: Danke für die Ergänzung. Genau deshalb wird es zu den Biologicals gezählt.
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