Sehr hohe AMA-Werte

Forumsbeiträge, die vor dem 06.06.2018 erstellt wurden
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Stuemmelken (Archiv)
Beiträge: 124
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Sehr hohe AMA-Werte

Beitrag von Stuemmelken (Archiv) »

Hallo,



bin total geschockt. Meine AMA-Werte sind hoch. Deutet u.a. auch auf

eine schlimme Lebererkrankung hin. hat jemand Erfahrung?

Meine Ärztin meinte es könne entweder mit der Vaskulitis zusammenhängen oder eine Myositis sein, oder eben diese Lebererkrankung.

Wenn jemand was eßweiss, bitte schnell melden. Ich habe Angst.

Stuemmelken
dsabine (Archiv)
Beiträge: 507
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Re: Sehr hohe AMA-Werte

Beitrag von dsabine (Archiv) »

AMA werden mit verschiedenen Autoimmunerkrankungen in Verbindung gebracht. http://de.wikipedia.org/wiki/Antimitochondriale_Antik%C3%B6rper



Die Menge der Autoantikörper im Blut wird in sogenannten Titerstufen gemessen. Dazu wird die Blutflüssigkeit verdünnt (1:80, 1:160, 1:320, 1:640 etc.), und anschließend erfolgt die Messung. Die letzte Verdünnungsstufe, bei der ein positiver Nachweis noch möglich ist, entspricht dann der Konzentration im Blut.



Ob diese Mengenangabe eine Aussage über eine Krankheitsaktivität geben kann, hängt auch von anderen Werten und Symptomen ab. Das ist von Fall zu Fall verschieden und da muss Dein Arzt dir mehr dazu sagen.
Ingeborg
Beiträge: 4220
Registriert: Mi Jun 06, 2018 11:33 am

Re: Sehr hohe AMA-Werte

Beitrag von Ingeborg »

Hallo Stuemmelken,

ich versteh gut, dass Dich ein erhöhter Wert erschreckt. Aber es gehören zu einer Diagnostik, wie schon dsabine schreibt, meist mehrere Werte und vor allem entsprechende Beschwerden dazu.

Es würde Dir in Deinem Gesamtbefinden besser gehen, wenn Du nicht voller Angst auf jeden Wert schaust. Mit der Zeit wirst auch Du sicher gelassener. Das wünsch ich Dir.

LG Ingeborg
Man muß sich von sich selbst auch nicht alles gefallen lassen.
(Viktor Frankl, 1905-1997)
Ferranova (Archiv)
Beiträge: 106
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Re: Sehr hohe AMA-Werte

Beitrag von Ferranova (Archiv) »

Hallo Stuemmelken,

ich glaube wenn Du eine Lebererkrankung hättest, dann hätte Deine Ärrztin/ Arzt Dir doch etwas gesagt.

Wie sind denn Deine Leberwerte, GOT, GPT, gamma GT, AP ?

Die Leber ist das regenerationsfähigste Organ was wir haben.

Selbst wenn Du eine total verfettete Leber hättest und total hohe Leberwerte, dann könnte die Leber sich vollständig davon erholen.

Es ist sicher gut, alles im Blick zu haben, aber vielleicht richtest Du Deine Aufmerksamkeit mal auf die Dinge, die gut sind.

Liebe Grüße,

Ferrad
Stuemmelken (Archiv)
Beiträge: 124
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Re: Sehr hohe AMA-Werte

Beitrag von Stuemmelken (Archiv) »

Hallo ihr Lieben



ich habe keine großartigen Beschwerden, aber der Wert liegt bei 1:2562

Normalwert 1:80. So habe sie es mir gesagt. Sie sprechen für PBC Das ist eine primär billiäre Zirrhose der Leber.

Kennt ihr euch mit diesen Werten aus mit diesem Wertangaben aus.

Ich wollte mit meiner Ärztin sprechen, aber die ist heillos unter Zeitmangel.

Bitte erklärt mir die Werte, wenn ihr könnt.



Ich bin einfach ein großer Angsthase, vorallem wenn ich von Lebertransplantation lese.

LG Stuemmelken
Stuemmelken (Archiv)
Beiträge: 124
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Re: Sehr hohe AMA-Werte

Beitrag von Stuemmelken (Archiv) »

Hallo ds Sabine,



was bedeutet denn mein Wert 1:2562 bei einem Normaltiter von 1:80?



Ich habe über diese Lebererkrankung, die ich vielleicht haben soll im Netz gelesen.

Wenn es diese Erkrankung ist, dann erholt sich die Leber nicht mehr.

Es kann mit Medikamenten ein Stillstand erreicht werden, wenn man Glück hat und die Medis wirken. Ansonsten hilft nur noch eine Transplantation.



LG
susanne (Archiv)
Beiträge: 124
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Re: Sehr hohe AMA-Werte

Beitrag von susanne (Archiv) »

Hallo Stümmelchen



Ja, ein erhöhter AMA Typ M2 weist oft auf eine Primär biliäre Zirrhose hin. Dieser Begriff der Erkrankung ist heute irreführend, da diese Bezeichnung vor x Jahren vergeben wurde als man die PBC erst in einem späten Stadium diagnostizieren konnte. Das hat sich grundlegend geändert. Heute stellt man die PBC viel viel früher fest und sie ist gut behandelbar. Es ist eine seltene Autoimunerkrankung. Bei mir ist die PBC vor 14 Jahren diagnostiziert worden und meiner Leber geht es heute besser als damals, trotz vieler weiterer Medikamente aufgrund der Vaskulitis. Meine Leberwerte haben sich gebessert. Dank entsprechender Therapie.

Mein Rat an dich wäre einen Hepatologen oder besser noch eine Leberambulanz einer großen Klinik/Uniklinik aufzusuchen um die Geschichte vernünftig abzuklären. Es besteht meist keine große Eile, da die Erkrankung in der Regel nur langsam voranschreitet.



Alles Gute und keine Panik wünsche ich Dir

Susanne
Stuemmelken (Archiv)
Beiträge: 124
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Re: Sehr hohe AMA-Werte

Beitrag von Stuemmelken (Archiv) »

Hallo Susanne, würde dir gerne eine private Nachricht schreiben, weiss aber nicht wie es geht.

Kannst du mir das kurz erklären?

Ich will nicht lästig sein, aber ich habe sehr große Angst und du kannst mir sicher helfen.

Danke

Stuemmelken
Ingeborg
Beiträge: 4220
Registriert: Mi Jun 06, 2018 11:33 am

Re: Sehr hohe AMA-Werte

Beitrag von Ingeborg »

Stuemmelken, ich bin es noch mal. Was Dir helfen kann, ist (uns) zu glauben, dass nicht EIN Wert bestimmend ist für eine bestimmte Erkrankung. Informationen sind gut und helfen mir gegen Angst. Doch ist es nicht gut, bei den Infos sich die schlimmsten Dinge auszumalen und die anderen einfach nicht glauben zu wollen. Für eine Diagnose müssen weitere Schritte gegangen werden, die Deine Ärztin mit Dir besprechen besprechen wird.

Gute Wünsche

Ingeborg
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(Viktor Frankl, 1905-1997)
Ferranova (Archiv)
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Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Re: Sehr hohe AMA-Werte

Beitrag von Ferranova (Archiv) »

Hallo Stuemmelken,

nochmal zur PBC, die Erkrankung geht von den kleinen Gallengängen aus und zum Zeitpunkt der Diagnosestellung ist das restliche Lebergewebe oft noch gar nicht betroffen.

Im weiteren Verlauf ( über Jahre ) kann die Erkrankung sich aber auf die gesamte Leber ausbreiten und so entsteht dann eine Leberzirrhose.

Zur Diagnosestellung wird in der Regel eine Leberbiopsie gemacht.

Eine ausgereifte Leberzirrhose sieht man auch im Ultraschall, die hast Du aber sicher noch nicht, denn dazu gehören eine Vielzahl von Symptomen.

Es gibt eine Therapie der PBC mit UrsodeoxCholsäure in Tablettenform.

Aber Du solltest Dich, wie schon oben empfohlen zur Behandlung in die Hepatologie begeben, am besten in einer Uni Klinik.

Da die Erkrankung sehr selten ist wird man Dir sicher genügend Aufmerksamkeit schenken, da Raritäten immer interessant sind.

Liebe Grüße,

Ferrad
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