Übergewicht und Hungerattacken

Forumsbeiträge, die vor dem 06.06.2018 erstellt wurden
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JulianeS (Archiv)
Beiträge: 63
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Re: Übergewicht und Hungerattacken

Beitrag von JulianeS (Archiv) »

Moin,



Größe 36 hab ich auch...........



und 38, und 40....



Mal im Ernst,

ich hab mir von der Rheumatol. eine Verordnung

über Ernährungsberatung geben lassen.

Damit zu einer Oekothrophologin (oder so)

die mit mir ein ausführliches Gespräch gemacht hat

und einen Diätplan erstellte (mit Berücksichtigung des Rheumas).



Ich entschied mich für 3 Monate Begleitung.

Kostenpunkt: ca. 330 €, eingereicht bei der KK

dann Zuschuß von ca. 130€.



Nun gut, diiie Reduktion, die ich mir versprochen hatte

war´s nun nicht. Aber ich habe einen Plan

auf den ich immer wieder zurück kommen kann.



Viell. ist das eine Idee?



Schönes Wochenende, hier scheint der Stern

Juliane.
Christine (Archiv)
Beiträge: 758
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Re: Übergewicht und Hungerattacken

Beitrag von Christine (Archiv) »

Hallo Ralf-

ich denke, das mit der "Bemme" kennen nur wir zwei ...

herrlich, diese heimatlichen Töne- (ich bin in Leipzig geboren-)

Gruß, Christine
Stuemmelken (Archiv)
Beiträge: 124
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Re: Übergewicht und Hungerattacken

Beitrag von Stuemmelken (Archiv) »

Hallo und einen schönen Samstag allerseits,



ICH WILL AUCH EINE NEUE WAAGE!

Meine scheint kaputt zu sein! Sie sagt immer, wenn ich drauf stehe: "Bitte nur einzeln auf die Waage treten"



Ja, so ähnlich ist das! Größen um die 30 und 40 sind utopisch und diese werde ich wohl auch nie wieder erreichen, so wie es im Moment scheint.

Aber wie heißt es so schön:



GEWICHT HAT NICHTS MIT SCHÖNHEIT ZU TUN!



Mein Mann liebt mich so wie ich bin und dafür bin ich dankbar.

Wenn ich allerdings sagen soll "ich fühle mich wohl so wie ich bin" dann würde ich lügen. 35 kg mehr als sonst sind schon eine Ansage.

ich war ja auch vor der Krankheit keine Bohnenstange, so dass es mir nicht gut gefällt so dick geworden zu sein.



ich wünsche euch trotzdem ein schönes WE, vielleicht mit einem leckeren Steak auf dem Grill?



LG Stuemmelken
Ferranova (Archiv)
Beiträge: 106
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Re: Übergewicht und Hungerattacken

Beitrag von Ferranova (Archiv) »

Hallo Stuemmelken,

es tut immer gut, zu hören, dass es anderen ebenso geht, bzw. ähnlich, obwohl ich mir natürlich wünschte, dass Du das Problem nicht hättest.

Ich habe damals bei meiner ersten Stoßtherapie mit Cortison wirklich sage und schreibe 70 kg zugenommen.

Die Dosis war sehr hoch und es hat lange gedauert, bis ich reduzieren konnte.

Ich war vorher gertenschlank und hatte Idealgewicht und zuletzt war mein Gewicht auf der Waage nicht mehr messbar.

Zu dem Fett kam aber auch noch jede Menge Wasser, dass ich überall im Körper eingelagert hatte.

Dann habe ich ja auch noch dieses cushing syndrom vom cortison bekommen, das hat alles noch mal verschlimmert.

Durch dieses Gewicht, für das mein Körper ja nicht geschaffen war habe ich dann wirklich heftige Probleme in allen Gelenken bekommen, die Knie sind beide kaputt gegangen, auf beiden Seiten Meniscusschaden, sodass ich operiert werden musste.

Dazu kam dann noch Arthrose mit immer wiederkehrenden Gelenkergüssen, die dann punktiert werden mussten.

Dann ging es weiter mit Bandscheiben vorfällen, einer wurde operiert, aber ich hatte schon nach ein paar Monaten ein Rezidiv an der gleichen Stelle.

Die Fußgelenke und Füße waren auch meistens schmerzhaft geschwollen.

Wenn man so ein Gewicht nicht gewohnt ist, dann kann man sich kaum noch bewegen, zumindest war das bei mir so, duschen, was früher eine Freude war wurde auf ein mal zum Kraftakt.

Ich war wirklich wie besessen, ich mochte vorher keine Donuts und auf ein mal war ich richtig süchtig nach den Dingern.

Ich stand schon morgens vor dem Aldi, damit ich bloß genug davon bekommen habe und wenn sie mal keine mehr hatten bin ich auch noch zu drei weiteren Aldis gefahren.

Dazu habe ich den ganzen Tag Tee mit. schön viel Zucker getrunken.

Nach Reduktion des Cortison ließ der Appetit auch nach.

Dennoch war es wahnsinnig schwer, wieder abzunehmen.

Da ich durch die kaputten Knochen keinen richtigen Sport treiben konnte( noch nicht mal Fahrrad fahren ging ), selbst beim Schwimmen hatte ich Beschwerden und mir fehlte auch die Kraft, um ins Schwimmbad zu gehen.

Außerdem habe ich mich total geschämt.

Auf jeden Fall verschwand der Heißhunger, dennoch hatte ich ganz seltsame Essgewohnheiten entwickelt, Phasen wo ich immer das Gleiche gegessen habe.es waren dann in der Regel gesunde Sachen, wie z.B. Tomate Mozzarella, oder Salat, was ich monatelang gegessen habe.

Nun esse ich seit einem 3/4 Jahr fast nur noch Äpfel und so weiter.

Dann habe ich mir mit größter Anstrengung die Pfunde wieklich runter gehungert.

Aber bei dem was ich noch zu mir genommen habe hätte ich viel schneller abnehmen müssen.

Problematisch war natürlich auch, dass ich keinen Sport zur Fettverbrennung getrieben habe.

Dennoch hatte ich im Oktober letzten Jahres dann " nur noch "

126 kg auf der Waage und war richtig glücklich damit.

Ich bin auch 2 m, da fällt das nicht so sehr auf.ich weiss noch, dass ich gedacht habe den Rest schaffst Du jetzt auch noch.

Dann kam mir die sch.... Vaskulitis in die Quere und was war, erst mal natürlich wieder schön das Cortison erhöhen und ich hatte schon ne böse Vorahnung.

Diesmal habe ich zwar gar nicht so viel gefuttert, aber trotzdem habe ich nach kurzer Zeit fast wieder 150 kg gehabt, das ist so deprimierend......

Seit ich wieder auf Erhaltungsdosis bin habe ich jetzt wieder 15 kg abgenommen und mache weiter.

Ich hoffe so sehr, dass ich sas Zeug nicht wieder erhöhen muss.

Fazit: das Abnehmen unter Cortison, oder nach hochdosierter Therapie ist sehr schwierig uind viele schaffen das auch gar nicht.

Selbst wenn man fastet ist es schwierig, abzunehmen.

Natürlich lieber dick als tot.

Als Tip: So lange Du noch irgendeine Form von Ausdauersport machen kannst, z.B. radfahren, oder walken, schwimmen, dann empfehle ich ( man kann ja klein anfangen und es dann steigern ) eine Stunde Ausdauertraining, soll gar nicht mal so anstrengend sein, mit Pulskontrolle, der Puls sollte sollte

so ungefähr zwischen 120 und 140 liegen.

Hauptsächlich von Gemüse und Salat ernähren und natürlich etwas Obst.

Am besten Abends einen Salat, das Dressing mit Joghurt machen und nur wenig Öl verwenden.

Vielleicht alle zwei Tage , wenn Du es magst, ein Stück mageres Fleisch braten( auch mit wenig Fett ) und möglichst ohne Beilage essen.

Möglichst Wasser trinken, oder kalorienarme Getränke.

Tja und was soll ich sagen, Süßigkeiten und Chips und natürlich Currywurst mit Pommes am besten ganz weglassen, oder wirklich nur ab und zu als Ausnahme.

Mir fällt es im Moment wirklich nicht schwer, da ich auf alles Süße und zum Knabbern und auch auf die Currywurst gar keinen Appetit habe, das vereinfacht das ganze schon etwas.

Dann( ist zwar umstritten, aber ich finde es sinnvoll ) jeden Morgen, oder jeden zweiten Morgen ein mal wiegen als feedback und eine Tabelle anfertigen, wo Du das Datum und das Gewicht eintragen kannst.

Ich weiss nicht wie es bei Dir ist, ob Du schon mal Wasser einlagerst, falls das so ist, dann nicht frustriert sein, wenn Du trotz disziplinierter Ernährung auch mal ein kilo mehr hast am nächsten Tag.

Weil ich relativ viel Wasser einlagere kommt das auch schon mal vor, dass ich am nächsten Tag drei Kilo mehr wiege, obwohl ich am Vortag fast nichts gegessen habe aber das gibt sich wieder und wie gesagt, es ist nur Wasser.

Ich wünsche Dir viel Erfolg, bloß nicht den Kopf in den Sand stecken, Du bist nicht alleine.

Liebe Grüße,

Ferrad



P.s. was man aber beim Cortison nicht vergessen sollte ist, dass es wirklich riskant ist mit den Süßigkeiten, weil das Risiko, zuckerkrank zu werden ziemlich groß ist...
JulianeS (Archiv)
Beiträge: 63
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Re: Übergewicht und Hungerattacken

Beitrag von JulianeS (Archiv) »

Moin zusammen!



Eure Erfahrungen sind sehr interessant.

Weiß jemand ein Mittel bei Wassereinlagerungen?



Brennessel, Birkenblätter, kalter Kaffee --- hab ich schon durch.

Tabl. werd ich sicher nicht bekommen,

ist wohl eher ein "persönliches Problem"

(wenn morgens der Vollmond aus´m Spiegel scheint.....)



Ich trinke ca. 1 1/2 Liter Tee, Wasser am Tag, mehr Durst hab ich nicht.

Und bin ich abends unterwegs und trinke mehr als 2 Glas Wasser

brauch ich nicht auf die Waage, ich seh das so schon.



Es "läuft" einfach nicht mehr so....



LG von Juliane.
Ingeborg
Beiträge: 4220
Registriert: Mi Jun 06, 2018 11:33 am

Re: Übergewicht und Hungerattacken

Beitrag von Ingeborg »

Hi, Juliane,

"wenn morgens der Vollmond aus´m Spiegel scheint.....",

dann tippe ich mal, dass Du zu spät nach Hause gekommen bist und das Fenster offen steht:-))



Und zum Thema: Bis vor 7 Jahren hatte ich Gr.36/38. Da mußte ich aber immer 2x in den Raum gehen, um 1x drin zu sein...

Viel Spaß noch heute



Ingeborg
Man muß sich von sich selbst auch nicht alles gefallen lassen.
(Viktor Frankl, 1905-1997)
Friedolin (Archiv)
Beiträge: 688
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Re: Übergewicht und Hungerattacken

Beitrag von Friedolin (Archiv) »

Wenn es an Cortison liegt würde ich eher mal versuchen dieses zu reduzieren und vielleicht am Basismedikament zu schrauben (so wie die Kupplung kommen lassen beim Auto ;)). Natürlich nur nach Absprache mit dem Arzt, ist ja klar. Erfahrungsgemäß bringt es auf Dauer keinen Erfolg eine Nebenwirkung mit einem anderen Mittelchen auszugleichen, weil Du dann wieder andere Nebenwirkungen bekommst. In der Saison kannst Du ja mal Erdbeeren essen ;). Aber wie gesagt, an der Ursache ansetzen ist einfach erfolgsversprechender.
Claudchen (Archiv)
Beiträge: 332
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Re: Übergewicht und Hungerattacken

Beitrag von Claudchen (Archiv) »

Hallo Juliane und ihr anderen!;-)

Ich gehe, wenn ich Wasser einlagere immer zur Lymphdrenage. Das ist perfekt und man merkt wie alles aufhört zu spannen!

Zu Thema Gewicht kann ich leider nix sagen, habe unter dem ganzen Kortison (1jahr hochdosiert und jetzt bei 5mg) wenns hochkommt 3 kg zugenommen! Ich habe mir einen Speiseplan erstellt und auch ALLES aufgeschrieben was ich gegessen und getrunken habe, jeden Bonbon, einfach alles! Es war anfangs nervig, aber ich kann mich über die Zunhame nicht beschweren. Zum Glück… es gehört jede Menge Disziplin dazu und war sehr anstrengend, aber es hat sich wirklich gelohnt!;-) kann ich jedem empfehlen

Ps den Speiseplan habe ich ans Weight Watcher Programm angelehnt!;-)

Ach…Sport gehört auch dazu, allerdings liegt mein Trainingspuls bei max 168!

Liebe Grüße
tapa (Archiv)
Beiträge: 360
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Re: Übergewicht und Hungerattacken

Beitrag von tapa (Archiv) »

Hallo,

ich kenne nicht so extreme Hungerattacken, aber einen cortisonunterstützten gesegneten Appetit hatte ich auch schon. Vor meiner Diagnose vor etwa 2 Jahren war ich ziemlich krank und hatte fast 10 kg abgenommen, danach konnte ich erstmal unbedenklich essen. Aber dann wurde es doch ein bisschen viel. Ehrlich gesagt orientiere ich mich nicht so sehr an der Waage sondern an meinen Lieblingsklamotten. Wenn ich merke, dass die Hosen zu eng werden, versuche ich mich zusammenzureißen (manchmal schwer) und mich so viel wie möglich zu bewegen. Abends gibts zum Knabbern Weintrauben oder anderes gestückeltes Obst. Gut hilft bei Hunger auch erstmal Wasser zu trinken bevor man etwas isst. Und bloß keine Softdrinksoder andere süße Getränke (auch nicht mit Süssstoff!). Oder eine Beschäftigung suchen, malen, basteln, stricken, am PC sitzen oder irgendwas, was einen ablenkt. Das hilft bei mir auch ganz gut.
JulianeS (Archiv)
Beiträge: 63
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Re: Übergewicht und Hungerattacken

Beitrag von JulianeS (Archiv) »

Hallo zusammen !



Hungerattacken habe ich eigentlich nicht/ sehr sehr selten.



Ich bin 3 Monate bei einer Ern. beraterin gewesen und habe von ihr einen Plan bekommen: 1300 kal/Tag, morgens und abends 2 Scheiben Brot usw.

Das habe ich nur kurz probiert und dann schön bleiben lassen.



Nun lebe ich von 4 Scheiben Knäcke ohne Aufstrich, Mittagsmahlzeit in überschaubarer Menge, 1 Apfel und ca. 500 Joghurt mit wenig Frucht über Tag bzw. am Abend, Wasser und Tee.

Oft auch weniger.



Und? Die Röllekes sind unverändert, nach strenger Diät

hatte ich 2 Kilo mehr........



O.K., ab und an brauche ich einen Streifen Schoko aber wirklich nur bei maximalem Stress.



Schöne Woche wünscht Juliane.
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