Frage an Fr.Dr. Reinhold-Keller (Vaskulitis/Lunge)

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Sara (Archiv)
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Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Frage an Fr.Dr. Reinhold-Keller (Vaskulitis/Lunge)

Beitrag von Sara (Archiv) »

Liebe Frau Dr. Reinhold-Keller,



ich habe da eine, für mich sehr wichitige Frage, bezogen auf eine Spiroergometrie-Untersuchung.

Das Ergebnis dieser Untersuchung war:

Liegende Fahrradergometrie bis 90W. Der Abbruch erfolgte aufgrund von thorokalem Druckgefühl und allgemeinem Unwohlsein.

Sehr stark eingeschränkte max. Sauerstoffaufnahme (VO2 max. 1,005l/min = 40% der Altersnorm, 13,4ml/kg KG/min) bei ventilatorischer Ausbelastung und unvollständiger kardinaler und metabolischer Ausbelastung. Keine Gasausstauschstörungen, aber sehr sehr stark eingeschränkte Atemeffektivität. Normoxämie bei leichter Hyperventilation. Unspezifisch erhöhte Totraumventilation ohne LE-typisches Muster. Belastungshypertonie (RR in Ruhe 135/90, unter 90 W 190/100, nach 8 Min. 130/80). Kein Hinweis für Belastungskoronarinsuffizienz.



Meine Frage ist nun, wie dieses Ergebnis zu werten ist?

Ich habe diese Untersuchung in der Klinik durchgeführt bekommen, weil ich bei leichtesten Anstregungen Luftnot habe - aber auch manchmal in Ruhe.

Bei mir besteht seit 3 Jahren u.a. die Diagnose SLE (systemischer Lupus erythematodes). Leider ist nicht richtig klar, was ich genau an der Lunge habe (Vaskulitiszeichen gem. Lungen-CT 08/05 [zentrilobläre punktförmige Verdichtungen, Muster ähnelt einer miliaren Verteilung] und pulmonale Hypertonie wg. Druckerhöhung im Herzecho 04/05 PAP 34+ZVD).



Ich wäre Ihnen sehr dankbar für erklärende Antwort - auch ob man aus dem Ergebnis erkennen kann, welches Organ (Herz, Lunge, ?,..) die Leistungseinschränkung hervorruft und wie und was man dagegen tun kann.



Vielen lieben Dank für Ihre Hilfe und Antwort!



Liebe Grüße



Sara (31)
Bettina (Archiv)
Beiträge: 71
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Re: Frage an Fr.Dr. Reinhold-Keller (Vaskulitis/Lunge)

Beitrag von Bettina (Archiv) »

Hallo Sara!

Ich bin zwar nicht Frau Dr. Reinhold-Keller und kann dir auch deine Frangen bzgl. der Untersuchungsergebnisse beantworten, aber ich kann dir aus eigener Erfahrung einen Rat geben:

Ich habe auch aufgrund einer Herz/Lungenbeteiligung im Rahmen eines CSS an einer starten Atemnot und im Echo nachgewiesenem Lungenhochdruck gelitten. Das CSS wird vorrangig in Bad Bramstedt behandelt, ansonsten werde ich in der Uni Marburg betreut. Die Stationsärzte dort überwiesen mich im Februar 2006 in die Uni Gießen zur Lungenhochdruckambulanz. Dort dann nachfolgend Rechtsherzkatheter. In Gießen wurde mir bei diesem Problem sehr gut geholfen (Intensivierung d. med. Herzentlastenden Therapie). Falls du noch Informationen hierzu benötigst, kannst du dich an die Leiterin des Landesverbandes Pulmonare hypertonie e. V. Frau Bulla in Hamburg wenden, die ich in Gießen kennengelernt habe. Tel. 040/27879272.

Ich hoffe die hilft diese Information - deine Beschwerden ähneln sehr meinen! Gute Besserung
PD Dr E Reinhold-Keller (Archiv)
Beiträge: 714
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Re: Frage an Fr.Dr. Reinhold-Keller (Vaskulitis/Lunge)

Beitrag von PD Dr E Reinhold-Keller (Archiv) »

Hallo Sara, leider kann man das auch bei exakter Übermittlung der Befunde nicht entscheiden. Nur so viel kann ich sagen, die CT-Veränderungen sind nicht SPEZIFISCH für eine Vaskulitis, also die punktförmigen Veränderungen, es sei denn, es liegt daraus eine Gewebeprobe mit dem Nachweis einer Vaskulitis vor. Also die CT-Veränderungen sind mehrdeutig. Mir scheint - auf die Entfernung - wahrscheinlich doch der Lungenhochdruck eine entscheidende Rolle zu spielen....

Alles Gute!

PD DR Eva Reinhold-Keller
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