Endoxan und Kinderwunsch
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Manu_MW (Archiv)
- Beiträge: 43
- Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am
Endoxan und Kinderwunsch
Hallo zusammen
Ich habe die Suche des Forum bereits benutzt, aber leider konnte ich nicht die richtige Antwort finden bzw. nur Teile davon.
Wie der Titel schon verrät werde ich zur Zeit wegen GPA mit Endoxan behandelt. In zwei Wochen steht mir meine 6te und damit letzte Infusion bevor. Ich muss sagen, bis jetzt habe ich das Zeugs einigermassen gut vertragen, bis auf Müdigkeit und Übelkeit habe ich keine Nebenwirkungen. Mit dem Cortison bin ich mittlerweile auf 7.5mg Erhaltungsdosis. Rituximab wurde als erstes versucht und hatte leider nicht angeschlagen oder zu spät. Darum wurde nach zweimal Rituximab auf Endoxan gewechselt. Glücklicherweise wurde mir vor der Endoxantherapie das mit der Fertilität erklärt und ich konnte rechtzeitig noch meine Spermien einfrieren lassen.
Wie ist das nun genau mit der Unfruchtbarkeit nach der Endoxantherapie. Wie sind die 6 Monate zu interpretieren. Müssen wir 6 Monate zwingend verhüten, damit keine Schädigung am kommenden Kind aufgrund des Endoxan passiert? Oder kann es sein dass es mindestens 6 Monate geht, bis überhaupt eine Schwangerschwaft möglich ist? Wie sind diese 6 Monate zu interpretieren?
Gruss
Ich habe die Suche des Forum bereits benutzt, aber leider konnte ich nicht die richtige Antwort finden bzw. nur Teile davon.
Wie der Titel schon verrät werde ich zur Zeit wegen GPA mit Endoxan behandelt. In zwei Wochen steht mir meine 6te und damit letzte Infusion bevor. Ich muss sagen, bis jetzt habe ich das Zeugs einigermassen gut vertragen, bis auf Müdigkeit und Übelkeit habe ich keine Nebenwirkungen. Mit dem Cortison bin ich mittlerweile auf 7.5mg Erhaltungsdosis. Rituximab wurde als erstes versucht und hatte leider nicht angeschlagen oder zu spät. Darum wurde nach zweimal Rituximab auf Endoxan gewechselt. Glücklicherweise wurde mir vor der Endoxantherapie das mit der Fertilität erklärt und ich konnte rechtzeitig noch meine Spermien einfrieren lassen.
Wie ist das nun genau mit der Unfruchtbarkeit nach der Endoxantherapie. Wie sind die 6 Monate zu interpretieren. Müssen wir 6 Monate zwingend verhüten, damit keine Schädigung am kommenden Kind aufgrund des Endoxan passiert? Oder kann es sein dass es mindestens 6 Monate geht, bis überhaupt eine Schwangerschwaft möglich ist? Wie sind diese 6 Monate zu interpretieren?
Gruss
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Friedolin (Archiv)
- Beiträge: 688
- Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am
Re: Endoxan und Kinderwunsch
Es geht um das Risko von Fehlbildungen bzw. Behinderungen. Darüber hinaus sollte man mit Kondom verhüten, da das Ejakulat nach Endoxan auch nicht so gesund für die Frau ist...
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Ingeborg
- Beiträge: 4220
- Registriert: Mi Jun 06, 2018 11:33 am
Re: Endoxan und Kinderwunsch
Hallo Manu,
willkommen hier im Forum. In der Fachinformation vom Hersteller (Baxter) heißt es, dass Endoxan bei Männern erbgutschädigend wirken kann. Es sollen daher während der Behandlung und 6 Monate nach deren Beendigung keine Kinder gezeugt, also Maßnahmen zur Verhütung getroffen werden.
Quelle: www.baxter.de/downloads/fachinformation/endoxan.pdf
Eine diesbezügliche Beratung und Aufklärung kommt nicht immer vor, und es ist schon gut, dass Du hast "Vorsorge" treffen können.
Alles Gute Dir/Euch
Ingeborg
willkommen hier im Forum. In der Fachinformation vom Hersteller (Baxter) heißt es, dass Endoxan bei Männern erbgutschädigend wirken kann. Es sollen daher während der Behandlung und 6 Monate nach deren Beendigung keine Kinder gezeugt, also Maßnahmen zur Verhütung getroffen werden.
Quelle: www.baxter.de/downloads/fachinformation/endoxan.pdf
Eine diesbezügliche Beratung und Aufklärung kommt nicht immer vor, und es ist schon gut, dass Du hast "Vorsorge" treffen können.
Alles Gute Dir/Euch
Ingeborg
Man muß sich von sich selbst auch nicht alles gefallen lassen.
(Viktor Frankl, 1905-1997)
(Viktor Frankl, 1905-1997)
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FrauB (Archiv)
- Beiträge: 43
- Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am
Re: Endoxan und Kinderwunsch
Hallo,
wenn Endoxan ,,nur´´ noch 6 Monate nach Beendigung der Therapie erbgutschädigend ist, warum haben uns damals die Ärzte denn dazu geraten, Ejakulat unseres Sohnes einfrieren zu lassen ?
Kam mir nur grad so in den Sinn, abgesehen davon das es garnicht machbar war, weil er nicht transportfähig gewesen wäre UND halbseitengelähmt. Hm, irgendwie kommen mir manche Sachen die damals gelaufen sind in der ersten Klinik, seltsam vor...
Die im Moment ratlose FrauB
wenn Endoxan ,,nur´´ noch 6 Monate nach Beendigung der Therapie erbgutschädigend ist, warum haben uns damals die Ärzte denn dazu geraten, Ejakulat unseres Sohnes einfrieren zu lassen ?
Kam mir nur grad so in den Sinn, abgesehen davon das es garnicht machbar war, weil er nicht transportfähig gewesen wäre UND halbseitengelähmt. Hm, irgendwie kommen mir manche Sachen die damals gelaufen sind in der ersten Klinik, seltsam vor...
Die im Moment ratlose FrauB
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Pwolf (Archiv)
- Beiträge: 294
- Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am
Re: Endoxan und Kinderwunsch
Hallo FrauB,
ich bin eine Frau, aber ich war in einer änliche Situation wie dein Sohn. Uns wurde auch geraten, Eierzelle (oder was das genau war, weiss ich nicht mehr, es war vor 6 Jahren) einzufrieren, weil Endoxan könnte sie für immer schaden. Es war also "nur" eine Vorsichmassnahme, für den Fall, dass die Schaden für immer wären (Massnahme, die auch bei mir nicht durchgeführt werden konnte). Also, ich verstehe es so, es ist in der regel 6 Monate lang schädlich, es kann aber sein dass die Schaden schlimmer werden und deshalb einfrieren.
ich bin eine Frau, aber ich war in einer änliche Situation wie dein Sohn. Uns wurde auch geraten, Eierzelle (oder was das genau war, weiss ich nicht mehr, es war vor 6 Jahren) einzufrieren, weil Endoxan könnte sie für immer schaden. Es war also "nur" eine Vorsichmassnahme, für den Fall, dass die Schaden für immer wären (Massnahme, die auch bei mir nicht durchgeführt werden konnte). Also, ich verstehe es so, es ist in der regel 6 Monate lang schädlich, es kann aber sein dass die Schaden schlimmer werden und deshalb einfrieren.
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linchen (Archiv)
- Beiträge: 402
- Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am
Re: Endoxan und Kinderwunsch
Guten Morgen
Ich bin ja eine Frau , bin aber 9 Monate nach Endoxan , trotz Verhütung schwanger geworden. Die Schwsngerschaft hab ich schussendlich wegen eines Schubs abgebrochen, aber ich habe mich damals lange und intensiv mit dem Thema beshcftigt. Hab mit bad Bramstedt und der Charite in Berlin rücksprache gehalten.
Man sagte mir das es ein sehr seltener Fall sei und daher kaum erfahrungswerte aber das die Frucht bisher ja gut gewachsen war. Dennoch war es so das man von weiteren Schwangerschaften abriet solange, das endoxan immer noch im Körper sei.
Mir sagte man auch immer ich werde unter Endoxan nicht schwanger, ist aber anscheinend doch möglich und von daher wprd ich an eurer stelle rigoros mindestens 6 monate verhüten.
Ob Du sperma einfrieren solltest, naja dazu ist es jetzt ja leider auch zu spät. Mir hat man damals vorgeschlagen eizellen einzufrieren, ich habe aber schon 2 kinder und wollte eigentlich eh keine mehr.
Sonst hätte ich sicherlich mit dem Gedanken gespielt
alles liebe
Ich bin ja eine Frau , bin aber 9 Monate nach Endoxan , trotz Verhütung schwanger geworden. Die Schwsngerschaft hab ich schussendlich wegen eines Schubs abgebrochen, aber ich habe mich damals lange und intensiv mit dem Thema beshcftigt. Hab mit bad Bramstedt und der Charite in Berlin rücksprache gehalten.
Man sagte mir das es ein sehr seltener Fall sei und daher kaum erfahrungswerte aber das die Frucht bisher ja gut gewachsen war. Dennoch war es so das man von weiteren Schwangerschaften abriet solange, das endoxan immer noch im Körper sei.
Mir sagte man auch immer ich werde unter Endoxan nicht schwanger, ist aber anscheinend doch möglich und von daher wprd ich an eurer stelle rigoros mindestens 6 monate verhüten.
Ob Du sperma einfrieren solltest, naja dazu ist es jetzt ja leider auch zu spät. Mir hat man damals vorgeschlagen eizellen einzufrieren, ich habe aber schon 2 kinder und wollte eigentlich eh keine mehr.
Sonst hätte ich sicherlich mit dem Gedanken gespielt
alles liebe
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Friedolin (Archiv)
- Beiträge: 688
- Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am
Re: Endoxan und Kinderwunsch
So wie ich das sehe muss man zwischen zwei Dingen unterscheiden: mögliche Erbgutschäden (min warten 6 Monate) und Unfruchtbarkeit (langfristig). Wegen der Möglichkeit auf letzteres ist einfrieren angesagt und auch deshalb, weil man nicht weiß ob man je über 6 Monate lang Medikamentenfrei sein wird.
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Claudchen (Archiv)
- Beiträge: 332
- Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am
Re: Endoxan und Kinderwunsch
Hallo!
@ Friedolin: man muss nicht Medikamenten frei sein um ein Kind zubekommen.
Ich habe mich vor meiner Therapie entscheiden müssen welchen weg ich gehen möchte und ich habe mich zusammen mit meinem Partner für den für mich schonsten weg entschieden!
Ich wurde für 6 Monate in die Wechseljahre versetzt und alles in mir wurde "eingefroren". Die Frauenärzte meinten das es das sinnvollste bei jungen Frauen sei. Ich bin froh das ich mich gegen das einfrieren und den Eingriff unter Vollnarkose entschieden habe!
Aber schlussendlich muss jeder selbst für sich entscheiden, ein Risiko gibt es überall!
@ Friedolin: man muss nicht Medikamenten frei sein um ein Kind zubekommen.
Ich habe mich vor meiner Therapie entscheiden müssen welchen weg ich gehen möchte und ich habe mich zusammen mit meinem Partner für den für mich schonsten weg entschieden!
Ich wurde für 6 Monate in die Wechseljahre versetzt und alles in mir wurde "eingefroren". Die Frauenärzte meinten das es das sinnvollste bei jungen Frauen sei. Ich bin froh das ich mich gegen das einfrieren und den Eingriff unter Vollnarkose entschieden habe!
Aber schlussendlich muss jeder selbst für sich entscheiden, ein Risiko gibt es überall!
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Friedolin (Archiv)
- Beiträge: 688
- Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am
Re: Endoxan und Kinderwunsch
Für Frauen ist es natürlich noch schwieriger, da zu den 6 Monaten bestenfalls noch 9 weitere ohne Medis hinzukommen sollten. Klar, man muss nicht zwangsläufig clean sein, aber es kommt natürlich auch auf das medi und die Risikobereitschaft an. Wenn alles gutgeht ist es ja schön, wenn nicht, ist es allerdings auch so eine moralische Sache.
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Pwolf (Archiv)
- Beiträge: 294
- Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am
Re: Endoxan und Kinderwunsch
@claudchen ich wurde auch in den Wechseljahre hestellt... Nach 6 Monate ohne Therapie bekam ich meine Tage wieder, ganz normal und alles war in Ordnung. Etwa 5 Jahre später bekam ich meine Tochter 