M. Wegener

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Björn (Archiv)
Beiträge: 2
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

M. Wegener

Beitrag von Björn (Archiv) »

Liebe Frau Dr Reinhold-Keller,



bei meiner Frau besteht seit 01/05 ein M. Wegener, bislang auf die Lunge beschränkt mit kleinen granulomatösen Rundherden, welche unter anfänglich 15 mg Lantarel und 5 mg Kortison vollständig rückläufig waren. Nach einem Rezidiv jetzt Lantarel 20 mg s.c. und 5 mg Kortison weiter, darunter auch wieder völlige Beschwerdefreiheit. Innnerhalb der 18 Monate erfolgte 3 x ein Thorax CT. Jetzt seit ca 4 Wochen erneut Husten und räuspern. Bronchoskopie und HNO o.B.. Ist unter Berücksichtigung der Strahlenbelastung immer ein CT Thorax notwendig, kann man das Lantarel steigern oder muss man die Therapie umstellen. Vielen Dank für Ihre Bemühungen.
PD Dr E Reinhold-Keller (Archiv)
Beiträge: 714
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Re: M. Wegener

Beitrag von PD Dr E Reinhold-Keller (Archiv) »

Hallo! Natürlich ist nicht immer ein CT nötig, aber offenbar war das normale Röntgen ja in Ordnung...bei der Bronchoskopie wäre noch wichtig, wurde diese nur gemacht um nach Bakterien oder sonstigen Erregern zu schauen oder wurde auch eine sog. Lavage gemacht, dabei untersucht man die Zellverteilung in der Bronchialschleimhaut und da gibt es schon sehr spezifischen Befunde bei WG-Aktivität. Das könnte dann schon ausreichendes Indiz sein...In der Tat hat so ein Thorax-CT ca. die 10fache STrahlenbelastung wie ein normales Röntgen, aber eben nicht immer zu umgehen. Lantarel kann man bei normaler LEber-und Nierenfunktion auf 25 bis sog. vorübergehend auf 30mg pro Woche steigern, und in jedem Fall dann parenteral geben, also i.v. oder subcutan unter die Bauchhaut...da ist die Wirkung eindeutig besser. Wenn außerhalb der Lunge keine bedrohlichen Manifestationen sind kann man auch etwas LEflunomid (Arava) hinzugeben, zum MTX.

Alles Gute

PD Dr Eva Reinhold-Keller

Hamburg
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