Frage an Frau Dr. Reinhold-Keller

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ingrid-anna (Archiv)
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Frage an Frau Dr. Reinhold-Keller

Beitrag von ingrid-anna (Archiv) »

Sehr geehrte Frau Dr. Reinhod-Keller,



wende mich heute nochmals an Sie, da ich mir etwas Sorge um die erhöhten Leukozyten-Werte mache.



Ende Dez. 2005 wurde im Krankenhaus die Diagnose Vasculitis-Aortitis abdominalis gestellt und Verdacht auf Morbus Ormond. Seit diesem Zeitpunkt nehme ich Cortison. Der Leukozytenwert vor der Cortisontherapie lag Mitte Dez. 05 bei 9,8 nl nach der 3 Tage Corti-Stoßtherapie bei 13,0 nl.



Seit dem schwankt der Wert der Leukozyten sehr unterschiedlich:



Ende Jan. = 10,90 nl / 19 mg Cortison

Ende Febr.= 9,93 nl / 17 mg Cortison

Mitte April = 19,20 nl / 17 mg Cortison

Ende Mai = 13,20 nl / 13 mg Cortison

Anf. Juni = 14,50 nl / 12 mg Cortison

Ende Juni = 16,40 nl / 10 mg Cortison

Anf. Juli = 17,50 nl / 12 mg Cortison

Ende Juli = 16,50 nl / 11 mg Cortison



Sind die Leukos nunmehr wegen dem Cortison so erhöht oder kann das auch eine andere Ursache haben, die abgeklärt werden müsste?



Seit der Cortisontherapie geht es mir wieder gut und der CRP-Wert ist auch "unter Kontrolle". Letzte Blutuntersuchung vom 25. 07. 06: CRP 11,0 mg/l (Normbereich: 0 - 5) bei 11 mg Cortison. Alle anderen Blutwerte bis auf den MDRD (Krea) = 57,6 ml/min (Normbereich 80 - 140) sind auch ok.



Ich bedanke mich jetzt schon für Ihre Antwort.



ingrid-anna
PD Dr E Reinhold-Keller (Archiv)
Beiträge: 714
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Re: Frage an Frau Dr. Reinhold-Keller

Beitrag von PD Dr E Reinhold-Keller (Archiv) »

Hallo Ingrid-Anna!

Mit höchster Wahrscheinlichkeit sind die erhöhten Leukozytenzahlen vom Cortison. Wenn nur der geringste Zweifel, muss man einen Knochenmarksuntersuchung machen, ob eine eigenständige Bluterkrankung vorliegt, da aber die Leukos vor Cortison normal, hoch-normal waren, ist dies unwahrscheinlich. Aber Sie nehmen nun schon über ein halbes Jahr Cortison und das CRP ist leider nicht, wie Sie sagen "unter Kontrolle", denn noch immer deutlich erhöht! Es sollte unter den noch recht hohen Cortisondosen für die lange Zeit normal sein! Hier stellt sich die Frage nach einer Cortison-einsparenden Therapie mit Methotrexat. Sie sollten dies mit Ihren behandelnden Ärzten besprechen.

Alles Gute!

PD Dr Eva Reinhold-Keller
ingrid-anna (Archiv)
Beiträge: 81
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Re: Frage an Frau Dr. Reinhold-Keller

Beitrag von ingrid-anna (Archiv) »

Vielen Dank für die schnelle Antwort.



ingrid-anna
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