Cannabis als Medikament bei Vaskulitis?

Forumsbeiträge, die vor dem 06.06.2018 erstellt wurden
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Wattwurm (Archiv)
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Re: Cannabis als Medikament bei Vaskulitis?

Beitrag von Wattwurm (Archiv) »

Friedolin

Also wenn ich noch richtig lesen kann hat hier keiner geschrieben

Rauche ich mal...kaue ich mal....

Ich möchte dich bitten diesen treat so ernst zu nehmen wie du es dir für deinen

Fatigue treat wünscht, gleiches recht für alle

Wattwurm
Hartmut (Archiv)
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Re: Cannabis als Medikament bei Vaskulitis?

Beitrag von Hartmut (Archiv) »

Fridolin

Mit Psychopharmaka im Blut wird ein Richter auch nicht anders handeln.

Steht in jedem Beipackzettel ob durch das Medikament die Fahrtüchtigkeit im Straßenverkehr beeinflusst .

LG. HARTMUT



Sollte einer hier Opiate nehmen lasst euch einen

Opioit Pass austellen wegen Verkehrskontrollen falls da nach Drogen getestet wird
S. (Archiv)
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Re: Cannabis als Medikament bei Vaskulitis?

Beitrag von S. (Archiv) »

Emili72, vielen Dank für Deinen mutigen Beitrag. Der Einsatz wird ja immer tot geschwiegen aus Angst vor Verurteilung durch andere Menschen, selbst wenn das Cannabis als Medikament verschrieben wurde, und in der Tat, aus Angst vor einer behördlichen Verfolgung.

Tatsächlich können die Wirkstoffe des Cannabis, das THC und das CBD, aber helfen.



Ich würde mich Friedolin anschliesen, wenn es um einen Konsum von Cannabis um des Drogenkonsums willen gehen würde. Aber hier geht es um die Anwendung als Medikament.



Hartmut, stimme Dir zu, ein Richter würde das Führen eines Fahrzeugs unter dem Einfluss von Psychopharmaka oder Cannabis gleichermasen verurteilen. Danke für Deinen wertvollen Hinweis, immer einen Opioit Pass mitzuführen, falls man ein derartiges Medikament nutzt.



Ja, Emilie72, ich bin daran interessiert, wie Deine neue Ärztin dazu steht, ob und was sie in welcher Dosis/Form empfiehlt. Es interessiert mich aus dem Wissen heraus, dass es Vaskulitis-Patienten gibt, die sogar so starke Schmerzen haben, dass sie, per ärztliche Verordnung, mit Morphium behandelt werden.

Es interessiert mich darüberhinaus, weil, wie ich aus mir nahestehenden Ärztekreisen mehrfach hörte, dass die Schmerzbehandlung in Deutschland generell gesprochen hinter dem internationalen Standard herläuft, also nicht optimal ist. Das dürfte auch Vaskulitis-Patienten treffen. Da können also mehr Informationen nicht schaden.



Danke Dir schon mal im Voraus für Deine Info,Emilie72



Deine S.
Kalle88 (Archiv)
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Re: Cannabis als Medikament bei Vaskulitis?

Beitrag von Kalle88 (Archiv) »

Hi,



Also ich habe etwa 10 Jahre lang gekifft! Und ich kann sagen das mir thc bei meiner Krankheit einer Purpura Schönlein Henoch nichts bringen würde! Würde die ganze Sache vielleicht noch verschlimmern. Psychisch gesehen!



Lg



Kalle
Hartmut (Archiv)
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Re: Cannabis als Medikament bei Vaskulitis?

Beitrag von Hartmut (Archiv) »

Ich bin mir sicher das THC als Retard Medikament anders wirkt als das kiffen von Marihuana oder Haschisch weil retardierende Medikamente ihre Wirkung nicht auf einmal abgeben beim kiffen haut man sich ja die volle Dröhnung auf einmal rein.



LG. Hartmut
Friedolin (Archiv)
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Re: Cannabis als Medikament bei Vaskulitis?

Beitrag von Friedolin (Archiv) »

@Wattwurm: Dann lies doch mal den Beitrag von emili72. Sie schreibt von kauen und rauchen. Außerdem wüsste ich nicht was das mit nicht ernst nehmen zu tun hat, nur weil ich da eine andere Meinung zu habe als Du.



@Hartmut: Auf illegale Substanzen wird in der Regel nach einem entsprechenden Verkehrsunfall getestet, insbesondere Cannabis. Auf Antidepressiva nicht, Ausnahmen dürften Benzos sein etc. Kann ja auch jeder machen wie er möchte, ich wollte nur darauf hinweisen, das Autofahren mit Substanzen die "normalerweise" illegal sind, große Probleme mit sich bringen kann. Stoffwechselprodukte von THC können zum Teil noch Wochen nach der Einnahme im Urin nachgewiesen werden. Und da sind die Behörden nun mal sensibel.
Theresia (Archiv)
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Re: Cannabis als Medikament bei Vaskulitis?

Beitrag von Theresia (Archiv) »

Vielleicht warten wir ab, was bei der Konferenz in Köln am 27./28.9. wie von S. angekündigt herauskommt. Ich glaube, ich würde aus dem Gesichtspunkt heraus, dass ich noch minderjährige Kinder habe, nicht danach greifen.Ich wollte nicht, dass sie es wüssten. Eine Freundin mit Fibro nimmt selbst Opiate und ist damit nicht glücklich, obwohl es ihr hilft. Ich denke, im Vordergrund steht immer noch der Wunsch nach Heilung. Das wäre mit diesem "Stoff" nicht der Fall. Sorry, kann hier leider nicht das Wort Medikament verwenden, weil medicamentum - lateinisch - das Heilmittel bedeutet. Die Frage, die sich für mich stellt: Ist mit der Freigabe/Legalisierung dieses Stoffes das Ende der Fahnenstange in Bezug auf weitere Forschungstätigkeiten für die Heilung unserer Krankheit erreicht? Oder ist das jetzt zu weit hergeholt?



Viele Grüsse



Theresia
Hartmut (Archiv)
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Re: Cannabis als Medikament bei Vaskulitis?

Beitrag von Hartmut (Archiv) »

http://www.apotheken.de/news/article/erstes-canabis-medikament-verfuegbar/





http://www.cannabislegal.de/canabisinfo/medizin.htm



http://www.cannabis-med.org/index.php?tpl=pagaid=62lng=de
S. (Archiv)
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Re: Cannabis als Medikament bei Vaskulitis?

Beitrag von S. (Archiv) »

Theresia, nein, das Eine hat mit dem Anderen überhaupt nichts zu tun. Cannabis wird zur Zeit in Bezug auf eine ganze Reihe von Krankheiten, darunter (leider, aus meiner Sicht) NICHT die Vaskulitiden, als möglicher - besserer - alternativer Wirkstoff zu herkömmlichen Medikamenten untersucht.



Ich benutze das Wort "Medikament" hier ganz bewußt, um die Wirkstoffe, die Cannabis enthält und die für medizinische Zwecke genauso potentiell genutzt werden können wie alle anderen pflanzliche Wirkstoffe, deutlich abzugrenzen von diesem dunklen, abstossenden Bild der Droge Haschisch. In anderen Ländern geht man schon längst wesentlich nüchterner und vorurteilsfreier mit dem Thema um, und kann eben auch vielen Patienten so wirksam helfen.

Krebspatienten z.B. können unter einer - zeitlich und qua Dosis begrenzten - Cannabis-Medikation ihre Chemotherapie deshalb besser vertragen, weil die Übelkeit gebremst und der Appetit gefördert wird. Dadurch ist der Kräfteverlust geringer, die Therapie wird darüberhinaus psychisch besser vertragen. Das ist doch ein anzuerkennender Vorteil, meine ich. Dagegen bei Vaskulitis-Patienten, die Endoxan nehmen müssen: oftmals Übelkeit und Erbrechen ohne Ende. Da scheint es mir doch eine Überlegung wert, ob ein Cannabis-Medikament nicht doch einen medizinischen Vorteil brächte.

Darüberhinaus: ein Medikament gegen Übelkeit heilt ja auch nicht, aber erlöst Dich im besten Fall vom Gefühl der Übelkeit. Trotzdem und gerade deshalb wird es den Medikamenten zugeordnet.



Für den Cannabis-Wirkstoff THC zeigen Studien an, dass das Suchtpotential deutlich geringer ist als bei Benzodiazepinen (z.B. Tavor,Triazolam,Lorazepam). Das widerspricht klar dem gängigen Haschisch-Vorurteil.

In Israel sind inzwischen Cannabis-Pflanzen gezüchtet worden, die praktisch kein THC mehr enthalten, dafür umso mehr Cannabiol. Das Medikament, das daraus gewonnen wird, hat gar kein Suchtpotenzial mehr. Es wird zur Zeit in klinischen Studien geprüft.



Theresia, die Forschung nach den Ursachen der verschiedenen Vaskulitiden, als Voraussetzung für ein evtl. Heil-Mittel/-Therapie geht völlig unbeeinträchtigt weiter - so es gelingt, die nötigen Geldmittel dafür zu beschaffen. Letzteres, bzw. das Fehlen der Finanzierung ist die eigentliche und allerallerallergrößte Bedrohung für die Vaskulitis-Forschung!
Wattwurm (Archiv)
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Re: Cannabis als Medikament bei Vaskulitis?

Beitrag von Wattwurm (Archiv) »

Liebe S.

Danke für deine unermüdliche Recherche für uns

Die Natur bietet uns eine Fülle von Wirkstoffe, und die Ansicht ein Medikament müsse heilen die vertrete ich auch in keiner Weise, Insulin heilt keinen Diabetiker aber er kann gut und lange leben damit

Ich denke :

Mit der Stärke der Krankheit und der negativen Auswirkungen auf das gesammte Leben, steigt auch bei mir die Toleranz etwas anderes auszuprobieren als 0815

Ich bin dankbar das es alternativen zu Paracetamol gibt, Alternativen zu Lioresal

Und emili72 danke für deinen Mut, ich finde es vollkommen unangebracht dich zu Verurteilen, das steht niemandem zu.

kiffen hat für mich auch nichts mit Behandlung / Therapie zu tun

Das ist wie saufen, der Missbrauch eines aus der Natur gewonnene Getränkes mit guten und zum Teil heilsamen Inhaltsstoffen kann das Leben verlängern

Es ist leider immer so das der Missbrauch einiger weniger zum schaden der grossen breiten Masse geht die durchaus in der Lage ist umsichtig mit den Geschenken der Natur umzugehen.

Gruss wattwurm
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