Hallo, liebes Forum,
habe nun die ganze Zeit Endoxan genommen und bin nun seit voriger Woche auf MTX 20 mg umgestellt worden, die 1. Dosis habe ich im Krankenhaus bekommen, diese dann i. v., danach bekam ich eine sehr starke Übelkeit, so dass mein Arzt meinte, ich solle es mir dann bei meinem HA s. c. geben lassen.
Heute war ich bei meinem HA und der meinte, dies ging nicht s. c., sondern nur i. m..
So nun meine Frage, kann man sich dieses Mittel auch s. c. geben lassen oder nicht?
Ich kenne halt von vielen, wo ich damals in Bad Bramstedt war, die es sich in die Bauchdecke spritzen.
Weiter wie kann ich diese Übelkeit mit Erbrechen weitgehend verhindern?
Vielen Dank für die Zuschriften.
LG Simone
Fragen zu MTX, wie verabreichen?
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Simone (Archiv)
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PD Dr E Reinhold-Keller (Archiv)
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Re: Fragen zu MTX, wie verabreichen?
Hallo Simone,
ja, klar geht das subcutan, also unter die Bauchhaut, was Sie selbst dann auch gut lernen können, wie ein Diabetiker sich Insulin unter die Bauchhaut spritzt. Intramuskulär sollte man nicht machen, hat den Nachteil, dass bei ja wöchentlichen Gaben doch in der Tiefe mal ein Abszess entstehen kann, was man nicht gleich mitkriegt und das können Sie auch nicht selbst machen. Also s.c. ist außerordentlich etabliert und auch sehr gut verträglich. Die Gabe sollte tageszeitlich so spät wie möglich erfolgen, also wenn Sie es selbst machen, vor dem Schlafengehen, Am nächsten Folsäure. Dann ist es in aller Regel sehr gut verträglich, ansonsten Versuch mit MCP-Tropfen (=Paspertin), aber das wird schon klappen.
Alles Gute
PD Dr Eva Reinhold-Keller
Hamburg
ja, klar geht das subcutan, also unter die Bauchhaut, was Sie selbst dann auch gut lernen können, wie ein Diabetiker sich Insulin unter die Bauchhaut spritzt. Intramuskulär sollte man nicht machen, hat den Nachteil, dass bei ja wöchentlichen Gaben doch in der Tiefe mal ein Abszess entstehen kann, was man nicht gleich mitkriegt und das können Sie auch nicht selbst machen. Also s.c. ist außerordentlich etabliert und auch sehr gut verträglich. Die Gabe sollte tageszeitlich so spät wie möglich erfolgen, also wenn Sie es selbst machen, vor dem Schlafengehen, Am nächsten Folsäure. Dann ist es in aller Regel sehr gut verträglich, ansonsten Versuch mit MCP-Tropfen (=Paspertin), aber das wird schon klappen.
Alles Gute
PD Dr Eva Reinhold-Keller
Hamburg
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Werner (Archiv)
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Re: Fragen zu MTX, wie verabreichen?
Hallo Simone,
ich habe erst MTX als Tabletten bekommen, und habe sie auch eine ganze Zeit gut vertragen.
Danach wurde mir schon übel, wenn ich nur an die Tabletten gedacht habe.
Also musste ich lernen MTX zu spritzen, was bei mir nicht ganz einfach war, da ich eine höllische Angst vor Spritzen habe.
Aber lass Dir sagen es geht, und es ist wirklich nicht so schwer. Bei mir war es nur der Fall, dass ich MTX überhapt nicht mehr vertrage, mir ist die ganze Woche schlecht und übel gewesen, was natürlich nicht heißen soll, dass es Dir genauso ergeht. Es sind nur ganz wenige, die MTX nicht vertragen, dazu gehöre auch ich.
Im Oktober 2004 wurde ich in Bad Bramst. auf ARAVA umgestellt.
Also ja nicht den Kopf hängen lassen. Es gibt immer eine Lösung und es wird immer bessere Lösungen geben.
MfG Werner
ich habe erst MTX als Tabletten bekommen, und habe sie auch eine ganze Zeit gut vertragen.
Danach wurde mir schon übel, wenn ich nur an die Tabletten gedacht habe.
Also musste ich lernen MTX zu spritzen, was bei mir nicht ganz einfach war, da ich eine höllische Angst vor Spritzen habe.
Aber lass Dir sagen es geht, und es ist wirklich nicht so schwer. Bei mir war es nur der Fall, dass ich MTX überhapt nicht mehr vertrage, mir ist die ganze Woche schlecht und übel gewesen, was natürlich nicht heißen soll, dass es Dir genauso ergeht. Es sind nur ganz wenige, die MTX nicht vertragen, dazu gehöre auch ich.
Im Oktober 2004 wurde ich in Bad Bramst. auf ARAVA umgestellt.
Also ja nicht den Kopf hängen lassen. Es gibt immer eine Lösung und es wird immer bessere Lösungen geben.
MfG Werner
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Dorothee (Archiv)
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Re: Fragen zu MTX, wie verabreichen?
Hallo Simone,
seit 6 Wochen spritze ich mir MTX in die Bauchdecke und es klappt ganz gut. Im Krankenhaus bekam ich zwar die Fertigspritzen, musste aber zuhause (wohl aus Kostengründen) auf Ampullen umsteigen, die ich selbst aufziehen muss.
Das hat mir anfangs etwas Schwierigkeiten bereitet, da die Nadeln zu kurz waren, aber man lernt die Scheu davor zu verlieren und findet heraus, wie es am besten klappt.
Den Rat von Dr. Reinhold-Keller - MTX abends spritzen - werde ich ab jetzt auch beherzigen; ich habe bisher morgens injiziert, aber dann muss man die Nebenwirkungen den ganzen Tag ertragen.
Übelkeit hält sich bei mir in Grenzen, dafür bin ich sehr benommen und müde.
Ca. 1 Stunde nach der Injektion bekam ich einen großen gelben Fleck unter der Einstichstelle, der aber nach einigen Stunden wieder verschwand.
Viel Glück beim Selberspritzen und keine Angst vor dem Zustechen; es tut gar nicht weh.
LG
Dorothee
seit 6 Wochen spritze ich mir MTX in die Bauchdecke und es klappt ganz gut. Im Krankenhaus bekam ich zwar die Fertigspritzen, musste aber zuhause (wohl aus Kostengründen) auf Ampullen umsteigen, die ich selbst aufziehen muss.
Das hat mir anfangs etwas Schwierigkeiten bereitet, da die Nadeln zu kurz waren, aber man lernt die Scheu davor zu verlieren und findet heraus, wie es am besten klappt.
Den Rat von Dr. Reinhold-Keller - MTX abends spritzen - werde ich ab jetzt auch beherzigen; ich habe bisher morgens injiziert, aber dann muss man die Nebenwirkungen den ganzen Tag ertragen.
Übelkeit hält sich bei mir in Grenzen, dafür bin ich sehr benommen und müde.
Ca. 1 Stunde nach der Injektion bekam ich einen großen gelben Fleck unter der Einstichstelle, der aber nach einigen Stunden wieder verschwand.
Viel Glück beim Selberspritzen und keine Angst vor dem Zustechen; es tut gar nicht weh.
LG
Dorothee
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Stefan (Archiv)
- Beiträge: 45
- Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am
Re: Fragen zu MTX, wie verabreichen?
Hallo Simone,
auch ich spritze mir das MTX Subcutan. Mache das auch abends und komme damit gut zurecht.Übelkeit und diverse Erscheinungen habe ich kaum welche, liegt vielleicht auch an der Folsäure, die ich am Tag danach nehme. Von anderen MTX-Süchtigen,Grins,weiß ich, das MCP auch ein gutes Mittel ist,diese Nebenwirkungen zu lindern.
Also, frohes Stechen,Frechgrins und viel Erfolg...
Liebe Grüße
Stefan
auch ich spritze mir das MTX Subcutan. Mache das auch abends und komme damit gut zurecht.Übelkeit und diverse Erscheinungen habe ich kaum welche, liegt vielleicht auch an der Folsäure, die ich am Tag danach nehme. Von anderen MTX-Süchtigen,Grins,weiß ich, das MCP auch ein gutes Mittel ist,diese Nebenwirkungen zu lindern.
Also, frohes Stechen,Frechgrins und viel Erfolg...
Liebe Grüße
Stefan
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Bettina (Archiv)
- Beiträge: 71
- Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am
Re: Fragen zu MTX, wie verabreichen?
Hallo Simone, nur Mut zur Spritze! Ich habe mit meiner ersten Spritze bestimmt eine halbe Stunde dagestanden und mich nicht getraut. Aber ich war es leid, daß die Schwestern mir immer eine "Landkarte" auf die Bauchdecke zauberten. Dann doch lieber selber pieken. Nach der ersten Überwindung gehts und man findet selber die Stellen, wo es am angenehmsten ist. Alles Gute Bettina