Am 31.05. erlitt mein Lebensgefährte (58 Jahre) einen Schlaganfall, wie sich jetzt, nach fast vier Monaten herausstellte, aufgrund einer Vaskulitis im Gehirn. Er ist körperlich relativ stabil, dennoch haben die Neurologen im Krankenhaus Kortison und Imurek verordnet. Er ist ab morgen in der REHA in Bad Oeynhausen.
Frage: Kann mir jemand sagen, ob durch die Medikamente die Entzündung so weit zurück geht, daß auch solche Symptome wie Verwirrtheit, Verlangsamung, Sprachstörung wieder "weggehen". Im Moment ist er wie ein 80-jähriger. Wir (zwei Kinder und ich) leiden sehr unter seiner Wesensveränderung. Es gab in diesen vier Monaten Ärzte (Psychiater), die meinten, da ist nix mehr zu machen, aber auch solche (Neurologen), die so lange dran blieben, bis die Diagnose isolierte zerebrale Vaskulitis jetzt relativ sicher war. Hat jemand Erfahrung mit Angehörigen oder sich selbst und kann mir was sagen?
isolierte zerebrale Vaskulitis
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Astrid (Archiv)
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Remus (Archiv)
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Re: isolierte zerebrale Vaskulitis
Hallo Astrid,
mein Mann hatte mit 43 Jahren im Mai 2005 4 Gehirnschläge. Nach 2 Monaten Intensivstation hat man Vaskulitis entdeckt.
Rüdiger ist seit 3 Wochen zu Hause. Ich habe ihm ein ambulantes Reha- Zentrum bis Ende des Jahres eingerichtet. Das sieht so aus: Er wird mit dem Taxi zu den Therapien gefahren (wegen Fahrverbot) und meine lieben Eltern wohnen derzeit bei uns. Mama kocht und verwöhnt Rüdiger, sodaß er unheimliche Fortschritt macht, und ich arbeiten gehen kann.
Geistig ist er o.K. das Laufen macht ihm noch sehr zu schaffen.
Ich bin so froh, daß mein Mann noch lebt. Ich gebe ihm alle Liebe die ich habe, und sage mir jeden Tag: Die Hoffnung stirbt zuletzt. Mit Rüdiger ist ein Wunder geschehen. Die Ärzte sagen alle, daß er großes Glück gehabt hat. Warum also nicht auch ihr????
Bitte melde Dich unter meiner E-Mail Adresse, damit wir uns austauschen können. Es wird Dir genauso helfen wie mir in dieser schwierigen Zeit.
Viele liebe Grüße
Uschi
mein Mann hatte mit 43 Jahren im Mai 2005 4 Gehirnschläge. Nach 2 Monaten Intensivstation hat man Vaskulitis entdeckt.
Rüdiger ist seit 3 Wochen zu Hause. Ich habe ihm ein ambulantes Reha- Zentrum bis Ende des Jahres eingerichtet. Das sieht so aus: Er wird mit dem Taxi zu den Therapien gefahren (wegen Fahrverbot) und meine lieben Eltern wohnen derzeit bei uns. Mama kocht und verwöhnt Rüdiger, sodaß er unheimliche Fortschritt macht, und ich arbeiten gehen kann.
Geistig ist er o.K. das Laufen macht ihm noch sehr zu schaffen.
Ich bin so froh, daß mein Mann noch lebt. Ich gebe ihm alle Liebe die ich habe, und sage mir jeden Tag: Die Hoffnung stirbt zuletzt. Mit Rüdiger ist ein Wunder geschehen. Die Ärzte sagen alle, daß er großes Glück gehabt hat. Warum also nicht auch ihr????
Bitte melde Dich unter meiner E-Mail Adresse, damit wir uns austauschen können. Es wird Dir genauso helfen wie mir in dieser schwierigen Zeit.
Viele liebe Grüße
Uschi
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Astrid (Archiv)
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Re: isolierte zerebrale Vaskulitis
Hallo Uschi!
Danke für Deine lieben Zeilen. Ich habe gleich einige Fragen:
Hilft irgendjemand finanziell, die Krankenkasse oder die Pflegekasse? Wer zahlt denn die Fahrten zur Therapie?
Ich muß auch ganztags arbeiten gehen und weiß nicht so genau, wie es in zwei Wochen wird, wenn Siegfried wieder nach Hause kommt.
Welcher Arzt soll ihn weiter betreuen (Neurologe, Hausarzt, Internist)? Welche Therapien sind weiter sinnvoll? Sollen wir Pflegestufe beantragen (die Erwerbsminderungsrente ist rückwirkend bereits genehmigt). Welche Nebenwirkungen sind wegen dem Imurek und dem Kortison zu erwarten (nimmt Dein Mann eigentlich das auch?)
Und zu allem Elend, das wir in den letzten vier Monaten durchmachen, wurde uns am 01.10. auch noch die Wohnung (nach 16 Jahren!) wegen Eigenbedarf gekündigt!
Du hast recht, es sind schwierige Zeiten, ich weiß im Moment nicht mehr ein noch aus. Am Samstag fahre ich nach Bad Oeynhausen, mal schaun, wie es ihm geht.
Freue mich über weitere Mails, habe aber Deine private E-Mail-Adresse nicht.
Ganze liebe Grüße Astrid
Danke für Deine lieben Zeilen. Ich habe gleich einige Fragen:
Hilft irgendjemand finanziell, die Krankenkasse oder die Pflegekasse? Wer zahlt denn die Fahrten zur Therapie?
Ich muß auch ganztags arbeiten gehen und weiß nicht so genau, wie es in zwei Wochen wird, wenn Siegfried wieder nach Hause kommt.
Welcher Arzt soll ihn weiter betreuen (Neurologe, Hausarzt, Internist)? Welche Therapien sind weiter sinnvoll? Sollen wir Pflegestufe beantragen (die Erwerbsminderungsrente ist rückwirkend bereits genehmigt). Welche Nebenwirkungen sind wegen dem Imurek und dem Kortison zu erwarten (nimmt Dein Mann eigentlich das auch?)
Und zu allem Elend, das wir in den letzten vier Monaten durchmachen, wurde uns am 01.10. auch noch die Wohnung (nach 16 Jahren!) wegen Eigenbedarf gekündigt!
Du hast recht, es sind schwierige Zeiten, ich weiß im Moment nicht mehr ein noch aus. Am Samstag fahre ich nach Bad Oeynhausen, mal schaun, wie es ihm geht.
Freue mich über weitere Mails, habe aber Deine private E-Mail-Adresse nicht.
Ganze liebe Grüße Astrid