MW und Homöopathie?

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Bettina P. (Archiv)
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MW und Homöopathie?

Beitrag von Bettina P. (Archiv) »

Liebe Frau Dr.Reinhold-Keller, ich habe eine Frage,mit der mir mein Nephrologe vielleicht überfordert scheint. In wie weit kann und darf ich homöopathische Mittel bei Morbus Wegener anwenden. Ich habe eine starke Nierenbeteiligung, sowie Herz und Lunge. Die Leberwerte sind schwankend, vermutlich durch Imurek. Nehme sonst noch Decortin 7,5 und Delix5, BelocZocMite, Pantozol, Eisen und Dialysevitamine. Ich bin aber noch nicht dialysepflichtig, die Nieren arbeiten zu geschätzen 30%.Ich habe mich wohl verkühlt und habe schon eine Woche Halsweh, aber kein Fieber. Ich möchte natürlich keine Entzündung riskieren. Vielen lieben Dank schon mal und ich finde es wirklich prima, wie Sie sich kümmern - das ist nicht selbstverständlich! Danke

Bettina aus Bochum
PD Dr E Reinhold-Keller (Archiv)
Beiträge: 714
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Re: MW und Homöopathie?

Beitrag von PD Dr E Reinhold-Keller (Archiv) »

Hallo Bettina!

Das kommt darauf an, was unter homöopathischen Mitteln verstanden wird. Nicht verwendet sollten sog. Immunstimulanzien werden ! Sie enthalten oft eine Vielzahl von Bakterienbestandteilen, in der Vorstellung, das Immunsystem zu "stärken", zu aktivieren. Bei Pat. mit Vaskulitis oder anderen Autoimmunkrankheiten arbeitet das Immunsystem aber schon überschießend, nur leider in die falsche Richtung, also gegen sich selbst und man gibt deshalb ja immunsystemdämpfende Mittel, Immunsuppressiva. Mit den Bakteriengemischen kann man eben nicht nur Immunität sondern auch Autoimmunität fördern, also die Vaskulitis. Außerdem können für Immunsupprimierte Patienten, also die Cortison, Endoxan oder Imurek nehmen, auch winzige Bakterienbestandteile gefährlich hinsichtlich einer Infektion sein.

Alles Gute

PD Dr Eva Reinhold-Keller

Hamburg
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