Hallo,
nach einer eitrigen Mandelentzündung, die mit Penicillin behandelt wurde, erkrankte meine 15- jährige Tochter einige Zeit später. Allgemeines Krankheitsgefühl, Erbrechen, erhöhte Temperatur, auffällige blutige Blasen an Füßen und Unterschenkeln. Sie wurde mit Antibiotika auf Impertigo bullosa behandelt. Nachdem sich starke Ödembildung an den Beinen und im Gesicht dazugesellten wurde das Antibiotikum gewechselt. Nach 4 Tagen immer noch keine Besserung. Aufnahme in die Uniklinik Gießen(Hautklinik) lautete die Diagnose allergische Vaskulitis. Sie wurde mit Kortison behandelt. Welches sie ausschleichend bis 5mg pro Tag genommen hat. Nach verlassen der Klinik, gingen wir auf Anraten der Ärzte zum Urologen,da im Urin Eiweiß festgestellt wurde. Es wurde eine leichte Spreizung der rechten Niere diagnistiziert, aber keine sofortige Therapie beschlossen. Eine Woche später meldete sich die Praxis und verordnete wieder Antibiotikum. In der Packungbeilage war unter Nebenwirkung vor Vaskulitis gewarnt. Nach Rücksprache in der Uniklinik wurde geraten dasMedikament zu geben. Insgesamt über 5 Tage.
Seit 3 Tagen nimmt sie keine Medikamente mehr, auch kein Kortison.
Seit gestern ist wieder eine starke Ödembildung in den Beinen und im Gesicht zu sehen.
Können Sie mir einen Rat geben?
Herzliche Grüße
Christiane U.
allergische Vaskulitis
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Christiane U. (Archiv)
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PD Dr E Reinhold-Keller (Archiv)
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Re: allergische Vaskulitis
Ja, der Rat lautet, umgehend zu einem Nephrologen gehen, wenn es einen Kindernephrologen an der Uni geht dann dahin, sonst zu einem "normalen" Nephrologen, kein UROLOGE!! Mit hoher Wahrscheinlichkeit liegt eine Purpura Schönlein Henoch vor, eine Vaskulitis des Kindes-und Jugendalter, mit Befall der Haut, der Gelenk, und eben oft der Niere, dafür spricht in hohem Maße die Eiweißausscheidung im Urin. Also ich natürlich kein Prophet...aber man muss dringlichst die Niere punktieren um genau zu wissen was los ist, hier ist HOHE ZEIT!!!!!!!! UMGEHEND!
Alles Gute
PD Dr Eva REinhold-Keller
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Christiane U. (Archiv)
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Re: allergische Vaskulitis
Vielen Dank für Ihren Rat.
Gestern hatte ich vergessen zu erwähnen, dass bei meiner Tochter seit Beginn der ersten Hautveränderungen auch eine "Art" Schnupfen, oft blutig, mit häufigem Nasenbluten einhergegangen ist. Bestätigt diese Tatsache Ihre Vermutung oder ist die mögliche Diagnose eine andere? Der blutige Schnupfen besteht im Augenblick immer noch, allerdings nicht mehr so schlimm.
Vielen Dank
Christiane U.
Gestern hatte ich vergessen zu erwähnen, dass bei meiner Tochter seit Beginn der ersten Hautveränderungen auch eine "Art" Schnupfen, oft blutig, mit häufigem Nasenbluten einhergegangen ist. Bestätigt diese Tatsache Ihre Vermutung oder ist die mögliche Diagnose eine andere? Der blutige Schnupfen besteht im Augenblick immer noch, allerdings nicht mehr so schlimm.
Vielen Dank
Christiane U.
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PD Dr E Reinhold-Keller (Archiv)
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Re: allergische Vaskulitis
Also, ich schrieb bereits, hellseherische Fähigkeit habe ich leider noch nicht. Der blutige Schnupfen könnte auch auf eine andere Kleingefäßvaskulitis hindeuten, z.B. Wegenersche Granulomatose, bei der auch die Niere betroffen sein kann. ABER: in jedem Fall ist eben die Niere das therapie- und prognosebestimmende!! Und dann einen HNO-Arzt aufsuchen mit der Frage nach einer Gewebeprobe aus der Nase, ABER: erst Niere abklären!
Alle guten Wünsche
PD DR Eva Reinhold-Keller
Alle guten Wünsche
PD DR Eva Reinhold-Keller