Hallo,
es geht hier um meine Frau. Sie hat seit 6.2003 eine Vaskulitis. Diagnose:
Mononeuritis multiplex bei isolierter Vaskulitis des peripheren Nervensystems, Renaud-Phänomen, infekt der oberen Luftwege, Panariitis nodosa. Lyme Borriliose.
Medikation: Erst Cortison hochdosiert und Antibiotika sowie Morphium gegen die Schmerzen. Seit 1 Jahr 3x75mg Lyrica und Azathioprin, anfangs 50 mg gesteigert auf 200 mg pro Tag. Da sich kein erfolg zeigte wurde Azathioprin vor 8 Wochen auf 300 mg gesteigert. Bislang lagen die Blutwerte immer im Toleranzbereich. Hier nun die letzten Blutwerte:
Gamma-GT 64+ norm. bis 39, GOT 66+ norm. bis 35, GPT 155++ norm. bis 35, Alk.Phosphatase 117+ norm. 35-104, Eisen 163+ norm. 49-151, Leukozyten 2,3- norm. 4-10,5, Erythrozyten 2,9- norm. 3,5-5,4, Haemoglobin 9,3-- norm. 12-16, Haematokrit 0,28- norm. 0,36-0,46, Segmentkernige 6---% norm. 45-70, Lymphozyten 91++ norm. 25-40. Der behandelnde Arzt, Dr. Berlit, Alfred Krupp Krankenhaus Essen, verordnete das Azathioprin abzusetzen. Was wird nun ohne dieses Mittel???
Wer hat ähnliches erlebt und kann uns einen Rat geben????
Vaskulitis - Mononeuritis multiplex
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Wolfgang F. (Archiv)
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PD Dr E Reinhold-Keller (Archiv)
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Re: Vaskulitis - Mononeuritis multiplex
Hallo,
also 300 mg Imurek (Azathioprin) ist schon eine ungewönlich hohe Dosis, man sagt so 2mg/kg, d.h. es ist die Dosis für einen 150kg Menschen. Und offenbar ist es darunter auch zu einer Leberunverträglichkeit gekommen, also momentan ist die Pausierung oder wieder Dosisreduktion notwendig. Zudem muss man sagen, wenn 200mg/d nicht ausreichend wirksam sind, bringt eine weitere Dosissteigerung nicht viel mehr. Zunächst muss ein Neurologe klären, ist die Vaskulitis der peripheren Nerven noch aktiv, ggf. muss man ein Kernspin der Beine machen, oder dann sogar eine Gewebeprobe entnehmen, um die Aktivität festzustellen, denn nur eine aktive Polyneuropathie wird unter Immunsuppression besser. Starke Schmerzen gibt es auch als narbige Folgeschäden, die eben nicht auf immunsuppressive Therapie ansprechen. Wenn sich durch die o.g. Untersuchungen Aktivität feststellen lässt muss man die immunsuppressive Therapie ändern, da gibt es ausreichend Alternativen zu Imurek.
Aber zunächst ist eine gründliche neurologische Untersuchung notwendig.
Alle guten Wünsche!
PD Dr Eva Reinhold-Keller
Hamburg
also 300 mg Imurek (Azathioprin) ist schon eine ungewönlich hohe Dosis, man sagt so 2mg/kg, d.h. es ist die Dosis für einen 150kg Menschen. Und offenbar ist es darunter auch zu einer Leberunverträglichkeit gekommen, also momentan ist die Pausierung oder wieder Dosisreduktion notwendig. Zudem muss man sagen, wenn 200mg/d nicht ausreichend wirksam sind, bringt eine weitere Dosissteigerung nicht viel mehr. Zunächst muss ein Neurologe klären, ist die Vaskulitis der peripheren Nerven noch aktiv, ggf. muss man ein Kernspin der Beine machen, oder dann sogar eine Gewebeprobe entnehmen, um die Aktivität festzustellen, denn nur eine aktive Polyneuropathie wird unter Immunsuppression besser. Starke Schmerzen gibt es auch als narbige Folgeschäden, die eben nicht auf immunsuppressive Therapie ansprechen. Wenn sich durch die o.g. Untersuchungen Aktivität feststellen lässt muss man die immunsuppressive Therapie ändern, da gibt es ausreichend Alternativen zu Imurek.
Aber zunächst ist eine gründliche neurologische Untersuchung notwendig.
Alle guten Wünsche!
PD Dr Eva Reinhold-Keller
Hamburg