M. Wegener (u.a.) und CFS (Müdigkeitssyndrom)

Alles rund um das Leben mit Vaskulitis
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Susan (Archiv)
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Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Re: M. Wegener (u.a.) und CFS (Müdigkeitssyndrom)

Beitrag von Susan (Archiv) »

Hallo,



kannst Du das etwas kürzer fassen :-)



Ich ahbe MPA und auch fast alles was Du so hast.



Wird die Müdigket bei Dir unterbrochen ??



Ich komme wirklich bei einigen von Deinem items nicht

ganz klar. Ich kenne nur die unentwegete Müdigkeit und antriebslosigkeit. Bei mir ist die Krankheit noch nicht

ausgbrochen und die Warterei ist nervtötend.



Aber ein Tipp: bewege Dich!



Lieber Gru



Susan
Friedolin (Archiv)
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Re: M. Wegener (u.a.) und CFS (Müdigkeitssyndrom)

Beitrag von Friedolin (Archiv) »

Es geht darum, dass in der neuesten Studie 3 verschiedene Arten von Fatique unterschieden werden. Auf Dich scheint dann am ehesten die "centrale Fatique" zuzutreffen, die auch Motivationsprobleme mit sich bringt. Inwiefern man wirklich die 3 Arten der Fatique differzenzieren kann ist mir allerdings noch nicht so ganz klar. Ich denke, die Grenzen können da fließend sein. Interessant finde ich die Idee mit dem Cortisolspiegel, der auch nach dem Absetzen des Cortisons dann nicht mehr richtig funktioniert und so eine hohe Stressempfindlichkeit bedingt.
Friedolin (Archiv)
Beiträge: 688
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Re: M. Wegener (u.a.) und CFS (Müdigkeitssyndrom)

Beitrag von Friedolin (Archiv) »

Etwas hatte ich noch vergessen zu erwähnen:



Angst und Depressionen sind möglicherweise die Folge von Zytokinen die indirekt durch die Vaskulitis produziert werden:



- higher levels of anxiety and depression in the AAV

group, maybe due to cytokines in the blood, produced

as a result of the vasculitis,



Aus dem WIKI dazu:



"Als Zytokine werden Proteine bezeichnet, die das Wachstum und die Differenzierung von Zellen regulieren. Es handelt sich um eine Gruppe von Peptiden, die vor allem die Proliferation und Differenzierung von Zielzellen einleiten oder regulieren. Einige Zytokine werden dementsprechend als Wachstumsfaktoren bezeichnet, andere spielen eine wichtige Rolle für immunologische Reaktionen und können dann als Mediatoren bezeichnet werden. Man unterscheidet im Wesentlichen fünf Hauptgruppen von Zytokinen: Interferone, Interleukine, kolonie-stimulierende Faktoren, Tumornekrosefaktoren und Chemokine."



weiteres auf http://de.wikipedia.org/wiki/Zytokin
Friedolin (Archiv)
Beiträge: 688
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Re: M. Wegener (u.a.) und CFS (Müdigkeitssyndrom)

Beitrag von Friedolin (Archiv) »

Dazu weitere Informaionen aus der Doktorarbeit von Britta Daniela Karrenbauer (2011): Interleukin 2:

Implikationen für Angst und Depression?



1.4 Neurochemische Effekte von Interleukin-2 <--- Ein Zytokin



IL-2 wurde im zentralen Nervensystem nachgewiesen, es wird daher vermutet, dass es dort

als ein potenter Neuromodulator unterschiedlicher Funktionen agiert (Hanisch, 2001). IL-2 ist

an einer enormen Vielfalt von Prozessen beteiligt; hier wird von einer vollständigen

Aufzählung abgesehen, da dies nicht im Fokus dieser Arbeit steht, und für Interessierte auf

Gaffen und Liu (2004) verwiesen.

Tierexperimentelle Studien konnten zeigen, dass auch IL-2, neben den typischen proinflammatorischen

Zytokinen IL-1, IL-6 und TNF-α, einen Einfluss auf Neurotransmitter hat,

welche an Verhaltensweisen beteiligt sind, die mit menschlichen Emotionen assoziiert werden

(Dunn et al., 2005b; Hanisch, 2001). Die systemische Verabreichung von IL-2 führte in

Tierexperimenten zu Konzentrationsveränderungen von Noradrenalin (NE) im Hippocampus,

der Amygdala, dem präfrontalen Kortex (Lacosta et al., 2000) und dem Hypothalamus

(Zalcman et al., 1994). In-vitro-Experimente zeigten IL-2-induzierte biphasische

Ausschüttungen von Dopamin (DA) im Striatum und im Mittelhirn (Lapchak, 1992; Petitto et

al., 1997) sowie Veränderungen in dessen Abbaurate im präfrontalen Kortex (Zalcman et al.,

1994). Die zentrale Verabreichung von IL-2 (intracerebroventrikulär i.c.v.) führte zu einem

Anstieg von Homovanilinsäure (HVA), einem Metaboliten von DA (Connor et al., 1998).

Studien am lebenden Organismus konnten dies bestätigen. IL-2 führte auch hier zu

Veränderungen der Konzentration von DA sowie von dessen Abbaurate im Nucleus

accumbens (Anisman et al., 1996; Song et al., 1999), Neostriatum und Substantia nigra

(Lacosta et al., 2000). Des Weiteren führte eine wiederholte systemische Verabreichung von

IL-2 zu einer Erhöhung des 5-HT-Levels im Hippocampus und zu einer Reduktion im

präfrontalen Kortex (Lacosta et al., 2000). Auch eine zentrale cereboventrikuläre

Verabreichung resultierte in einem erhöhten hippocampalen 5-HT-Level und einer Erhöhung

des 5-HT-Metaboliten 5-Hydroxyindolessigsäure (5-hydroxyindoleacetic acid; 5-HIAA;

(Pauli et al., 1998).



1.5 Sickness Behaviour (<--- nennen wir es hier einfach mal Fatique)



Ein oft im Zusammenhang mit Zytokinen diskutiertes motivationales Konzept ist das

„Sickness Behaviour“2.



-------> Dieser Begriff bezeichnet Verhaltensweisen, die ein Organismus während einer bakteriellen oder viralen Infektion zeigt. <--------



Auf der einen Seite können typische

physiologische Symptome wie Fieber und entzündliche Prozesse, auch charakteristische

Verhaltensänderungen (wie z.B. Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust, vermehrter Schlaf,

verminderte lokomotorische Aktivität, Übelkeit), auftreten. Auf der anderen Seite werden,

neben diesen physiologischen Veränderungen, oft psychische Symptome wie Lustlosigkeit,

Trägheit, Depressivität und Konzentrationsschwäche beschrieben, die lange als unwichtige

Begleiterscheinungen angesehen wurden.



------> Heute werden sie als ein wesentlicher Bestandteil

einer hoch entwickelten, motivationalen Strategie angesehen, durch die ein Organismus einen

Infekt effektiv bekämpfen kann <----- (Hart, 1988; Johnson, 2002).



----> All diese Symptome

repräsentieren eine adaptive Reorganisation der Prioritäten, die evolutionär gesehen während

einer Infektion überlebenswichtig für den erkrankten Organismus sein kann (Dantzer et al.,

2001). <-----



Ähnliche Verhaltensmuster wie Lethargie, verringertes Putzverhalten, Anhedonie und

Anorexie sind auch bei Tieren beobachtbar (Hart, 1988). Sickness Behaviour umfasst die

Interaktion verschiedener Neurotransmitter in diversen Arealen des Gehirns, wie z.B. dem

Hirnstamm, dem Hypothalamus und der Amygdala (Dantzer, 2001). Proinflammatorische

Zytokine wie z.B. IL-1 und IL-6 werden mittlerweile als Mediatoren bzw. Auslöser des

Sickness Behaviour verstanden (Konsman et al., 2002).

Die Ähnlichkeit der Symptome des Sickness Behaviour mit denen einer depressiven

Erkrankung, sowie die Entdeckung verschiedener immunologischer Veränderungen im

Zusammenhang mit depressiven Erkrankungen führten zur Formulierung der „Zytokin-

Hypothese“ der Depression (Maes et al., 1995a; Maes et al., 1995b; Smith, 1991).

Diese besagt sinngemäß, dass Depression eine extreme Form des Sickness Behaviour

darstellen könnte (Dantzer et al., 2007; Dantzer et al., 2008; siehe auch S. 21). Studien, die

zeigten, dass die Gabe proinflammatorischer Zytokine zu depressiven Symptomen führt,

bestätigten diese These (Capuron et al., 2000). Dieser Zusammenhang führte in der

Vergangenheit oft dazu, dass Sickness Behavior als eine Art Depressionsmodell betrachtet

wurde (Dantzer et al., 2007).

Eine mögliche Erklärung, wie Zytokine "depressive Symptome"

beeinflussen bzw. hervorrufen können, liefert ihr Einfluss auf das serotonerge System bzw.

auf die Synthese von Serotonin (Miura et al., 2008; Myint et al., 2009).
Gabilein (Archiv)
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Re: M. Wegener (u.a.) und CFS (Müdigkeitssyndrom)

Beitrag von Gabilein (Archiv) »

Hallo an alle!



Mal eine Frage an die unter uns, die auch mit dem Müdigkeitssyndrom zu kämpfen haben. Musste mich wieder einmal krank schreiben lassen, da ich wieder keine Kraft mehr hatte gegen diese Erschöpfung, Müdigkeit und alles was mit damit in Zusammenhang steht anzukämpfen.



Hat jemand schon Erfahrungen mit einem Heilpraktiker bzw. mit Homöopathie, bringt es etwas sich in dieser Richtung in Behandlung zu begeben?



Würde mich über Antworten und Hinweise sehr freuen.



Liebe Grüße

Gabi
Friedolin (Archiv)
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Re: M. Wegener (u.a.) und CFS (Müdigkeitssyndrom)

Beitrag von Friedolin (Archiv) »

Wenn Du zuviel Geld hast und fest dran glaubst das es etwas bringt kannst Du es ja mal versuchen. Mehr als ein Placebo-Effekt wird unter dem Strich jedoch nicht herauskommen.



Für Heilpraktiker und alternative Methoden sind insbesondere Frauen empfänglich. Und sicher gibt es genug mitglieder die von positiven Effekten berichten werden/können. Aber bitte bitte keine Grundsatzdiskussion aus diesem Thema machen.



Sieh es mal so: Mit Deiner Grunderkrankung als solches lässt Du dich ja auch nicht beim Heilpraktiker behandeln. Die Symptomatik ist aber Teil der Erkrankung. Da müsste der Heilpraktiker ja Deine Grunderkrankung verschwinden lassen um Deine Symptome zu lindern.



Die Symptome können aber auch zusätzlich durch Ängste und Depressionen (Verzweiflung usw.) und Medkikamente verstärkt werden. Aber auch damit gehst Du ja nicht zum Heilpraktiker (hoffe ich zumindest).
Wattwurm (Archiv)
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Re: M. Wegener (u.a.) und CFS (Müdigkeitssyndrom)

Beitrag von Wattwurm (Archiv) »

hallo Gabilein

grundsätzlich sehe ich dass so wenn du Deine Basistherapie und die verordneten Medis weiter nimmst

kannst du alles ausprobieren und wie Friedolin schreibt eine Menge Geld ausgeben;-) vielleicht hast du sogar einen positiven Effekt auf deine Psyche

die Psychoneuroimmunologie (dazu gibt es einen treat einfach den begriff bei suchen eingeben)

spielt dabei sicherlich eine Rolle, der Glaube versetzt die Berge

aber eine Vasculitis ist halt kein Schnupfen der nach spätestens 7 Tagen vorbei ist

Deine Vasculitis bleibt jetzt wie ein guter Freund bei dir .....mach das beste draus

lg wattwurm
Gabilein (Archiv)
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Re: M. Wegener (u.a.) und CFS (Müdigkeitssyndrom)

Beitrag von Gabilein (Archiv) »

Danke für eure Antworten und ich bin mir schon bewusst, dass meine Grunderkrankung mit dieser Erschöpfung zusammenhängt und auch weder einfach wieder verschwindet noch durch Homöopathie geheilt werden kann. Bisher habe ich mich auch von diesen Sachen fern gehalten, aber wenn die Ärzte immer nur mit Blutkontrolle und Krankschreibung reagieren habe ich das Gefühl einfach nur abgeschrieben zu sein. Wie das Umfeld vor allem die Chefs und Arbeitskollegen auf meine Krankschreibungen immer reagieren und wie man aus deren Gesichtern lesen kann "die ist doch nicht krank" brauch ich wahrscheinlich niemanden von euch zu erzählen.



Ich weiß eben nicht was ich unternehmen könnte um diese Erschöpfungszustände zu lindern.



LG Gabi
Christine (Archiv)
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Re: M. Wegener (u.a.) und CFS (Müdigkeitssyndrom)

Beitrag von Christine (Archiv) »

habe Dir eine PN geschickt!
Daniela_sh (Archiv)
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Re: M. Wegener (u.a.) und CFS (Müdigkeitssyndrom)

Beitrag von Daniela_sh (Archiv) »

Schade Christine das Du es als PN geschickt hast.Auch wenn ich nicht glaube das der Heilpraktiker die Vaskulitis heilt aber ich kann mir schon vorstellen das es alternative Methoden geben kann die die Müdigkeit und Antriebslosigkeit mildern können.Akupunktur sind auch nur Nadeln und mit meiner nicht grad leichten Migräne habe ich auch daran gezweifelt...aber siehe da ich brauchte fast ein Jahr keine Migränemedies.Leider war es ein Versuch der kk und danach beschlossen Sie das doch nicht weiterhin zu finanzieren.



LG Daniela
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