hallo,
ich möchte gern um hilfe bitten.
wie ich vor einigen tage schon mal geschrieben habe ist meine mutter an wegnerscher granulomatose erkrankt...
inzwischen habe ich viel gelesen über diese krankheit...
nun ist gestern die noch fehlende untersuchung gemacht worden und der rheumatologe sagte: er könne sich eine vaskulitis erkrankung nicht vorstellen!!!
wir wissen nicht mehr weiter.
symptome seit 1,5 jahren:
mittelohrentzündung
fieberschübe
gewichtsverlust ca 30 kg
schlaganfall, epileptische anfälle
c-anca wert liegt bei 89,9
aussage des facharztes mpo anca positiv.
dann noch als "mögliche" diagnose:
angiosklerose und v.a.
paraneoplastisches syndrom
bitte wenn mit jemand auskunft geben kann, ich wäre wirklich froh.
es kann doch nicht sein, das ein mensch alle möglichen untersuchungen bis hin zur knochenmarksbiopsie durchläuft und nie ein befund dabei herauskommt.
danke.
marita
WM
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PD Dr E Reinhold-Keller (Archiv)
- Beiträge: 714
- Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am
Re: WM
Hallo!
Die Befunde lassen in der Tat an eine Wegenersche Granulomatose denken, mit aller Sicherheit ist dies aber nur durch eine positive Gewebeprobe zu sagen, also der mikroskopische Nachweis einer Vaskulitis in einem betroffenen Organ, z.B. aus dem HNO-Bereich. ABER: die Ärzte haben Recht, dass man immer bei Ausbruch der Krankheit an einen bis dahin versteckten Tumor denken muss, da gibt es genügend Daten in der Literatur, deshalb sind Untersuchungen, die IHnen vielleicht "weit ab von der Krankheit" erscheinen wirklich nötig. Denn es wäre fatal, dies zu übersehen und eine immunsuppressive Therapie einleiten, die die körperliche Abwehr dämpft, wenn ein Tumorleiden besteht. Und es ist ja nicht so, dass keine Befunde bei Ihrer Mutter erhoben wurden, aber man muss immer Tumor und versteckte Infektion ausschließen.
Alle guten Wünsche für Ihre Mutter
PD Dr Eva Reinhold-Keller
Hamburg
Die Befunde lassen in der Tat an eine Wegenersche Granulomatose denken, mit aller Sicherheit ist dies aber nur durch eine positive Gewebeprobe zu sagen, also der mikroskopische Nachweis einer Vaskulitis in einem betroffenen Organ, z.B. aus dem HNO-Bereich. ABER: die Ärzte haben Recht, dass man immer bei Ausbruch der Krankheit an einen bis dahin versteckten Tumor denken muss, da gibt es genügend Daten in der Literatur, deshalb sind Untersuchungen, die IHnen vielleicht "weit ab von der Krankheit" erscheinen wirklich nötig. Denn es wäre fatal, dies zu übersehen und eine immunsuppressive Therapie einleiten, die die körperliche Abwehr dämpft, wenn ein Tumorleiden besteht. Und es ist ja nicht so, dass keine Befunde bei Ihrer Mutter erhoben wurden, aber man muss immer Tumor und versteckte Infektion ausschließen.
Alle guten Wünsche für Ihre Mutter
PD Dr Eva Reinhold-Keller
Hamburg