Im September 2003 habe ich zum ersten Mal ein MRT machen lassen. Es wurden Entmarkungsherde festgestellt...
Nun, ein Jahr später, wurde eine erneute Spinto durchgeführt, mit dem Ergebnis, dass sich einige Herde wieder geschlossen, andere aber enstanden sind?!?
Um MS auszuschließen, wurden die eingehenden Untersuchungen, wie eine LP, MEP/SEP/VEP/AEP, Duplex und Doppler an mir vorgenommen.
Alle ohne auffällige Befunde.
Der behandelnde Neurologe möchte mich (nach meinem Urlaub in 14 Tagen) auf Medikamente einstellen. Ich weiß derzeit noch nicht, auf welche.
Der Neurologe meinte, dass ich wohlmöglich eine Vaskulitis hätte...
Ist es ratsam, diese Behandlung erst einmal abzulehnen?
Ich bekomme nämlich richtige Sorge, wenn ich mir die Beiträge
ansehe.
Ich lese Cortison, Chemo, e.c.t.
Mir wird ganz ängstlich...
Gibt es eventuell Alternativen?
Auf eine Antwort hoffend
Nina S.
Vaskulitis
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PD Dr E Reinhold-Keller (Archiv)
- Beiträge: 714
- Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am
Re: Vaskulitis
Hallo! Das Problem ist, dass eine Vaskulitis des Gehirns immer schwer zu diagnostizieren ist, da man in aller Regel keine Gewebeprobe entnimmt, was aber durchaus manchmal zu diskutieren ist, gerade weil die therapeutischen Konsequenzen nicht ohne sind, wie Sie bereits schreiben. Blutwerte bringen meist nicht weiter. Andererseits, wenn es eine Vaskulitis ist, ist unbehandelt die Gefahr groß, dass es fortschreitet und im schlimmsten Fall zu einem Schlaganfall führt. Man sollte auf jeden Fall Sie gründlichst internistisch-rheumatologisch untersuchen, ob sich an irgendeinem anderen Organ Vaskulitiszeichen finden. Ansonsten gibt nicht nur Endoxan, sondern auch weniger aggressive Behandlungen, z.B. Azathioprin. Natürlich bleibt Ihnen auch die Möglichkeit, eine zweite neurologische Meinung einzuholen.
Alle guten Wünsche
PD Dr Eva Reinhold-Keller
Hamburg
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