Morbus Wegener

Forumsbeiträge, die vor dem 06.06.2018 erstellt wurden
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Stephan O. (Archiv)
Beiträge: 1
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Morbus Wegener

Beitrag von Stephan O. (Archiv) »

Hallo,



hier eine Frage speziell an PD DR. Eva Reinhold-Keller; gibt es inzwischen eine neue Behandlungsmethode bzw. Änderung der Medikmanetengabe während der Remissionsphase bei MW? Ich kriege

in letzter Zeit auf meine eigene Hompage "www.mw-sott.de" immer wieder die Antwort das man angeblich vom MTX zurückschreckt da die Gefahr eines Rückfalls zu groß wäre???? Hat sich hier eine

Änderung ergeben?

Ich habe den MW seit Jan 03 und bin im Dezember 03 von Endoxan auf MTX umgestiegen (15mg/Woche); fühle mich inzwischen so gut das ich meine auf das MTX verzichten zu können, gibt es hier auch

schon Erfahrungen ob man das wagen könnte?
PD Dr E Reinhold-Keller (Archiv)
Beiträge: 714
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Re: Morbus Wegener

Beitrag von PD Dr E Reinhold-Keller (Archiv) »

Hallo, es gibt noch nicht DAS Medikament, was am besten Rezidive verhütet. Wir nehmen nach wie vor auch MTX, aber nur, wenn die Nierenfunktion völlig normal ist, sonst ist die Gefahr an Nebenwirkungen sehr groß. Und unter der Behandlung muss man sehr engmaschig die Nierenfunktion per Blut und Urin untersuchen, weil man selbst zunächst gar nicht merkt, wenn die Niere nicht völlig in Ordnung ist. MTX gehört zu den am besten verträglichsten Medikamenten, und das Gute ist außerdem, dass man es über 50 Jahre kennt, und weiß, dass es in unseren Dosierungen auch jüngeren Patienten über Jahre geben kann, das weiß man aus der Behandlung der RHeumatoiden Arthritis. In seiner Wirksamkeit in einer kontrollierten Studie zur Remissionserhaltung ist auch sehr gut Azathioprin (=z.B. Imurek). Leflunomid wird derzeit auch eingesetzt, aber da sind die Erfahrungen weit geringer als mit MTX oder Azathioprin. Im Rahmen des Kompetenznetzes Rheuma wird im Moment MTX mit Leflunomid verglichen.

Viele Gruesse

Eva Reinhold-Keller
Ludger (Archiv)
Beiträge: 2
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Re: Morbus Wegener

Beitrag von Ludger (Archiv) »

Hallo Stephan,



ich habe selbst das MTX über etwas mehr als ein Jahr genommen und dachte, jetzt wäre alles ausgestanden. Irgendwie hatte ich den MW sogar verdrängt.

Nach Rücksprache mit meinem Arzt (Rheuma-Zentrum Münster) habe ich das MTX dann abgesetzt.

Nach etwa einem dreivierteljahr kamen die alten Symptome wieder (Gelenkprobleme, rotes Auge, ...), so daß ich wieder mit Cortison beginnen und dann auf MTX wechseln mußte.

Das nehme ich nun wieder seit 18 Monaten. Vielleicht starten wir demnächst einen neuen Versuch, das Zeug abzusetzen, im Juni habe ich wieder einen Termin.



Viele Grüße,



Ludger
Werner (Archiv)
Beiträge: 14
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Re: Morbus Wegener

Beitrag von Werner (Archiv) »

Hallo Stephan,

ich kann Ludger nur beipflichten, dass das MTX nicht so ohne weiteres abgesetzt werden kann.

Ich bin 11/02 an MW erkrankt, und habe auch Cortison, Endoxan etc. eingenommen. Seit 05/03 nehme ich MTX.

Die Anfangsdosis war 20mg oral, änderte sich aber am 05/04 als Sprize (habe schreckliche Angst vor Sprizen, aber es funkioniet trotzdem) mit 15mg, da ich durch die ganze Medikamentierung Magenprobleme bekam.

Am 06/04 bekam ich ein Rezidiv, in Form von entzündeten Fingergelenken.

Dank des schnellen Erkennens und Handelns meiner Rheumatologien habe ich es jetzt wieder im Griff.

Um das MTX vielleicht einmal ganz absetzten zu können, muss man wirklich die regelmäßigen Kontrollen wahrnehmen, und in Absprache mit seinem Arzt testen, ob die Dosis des eingesezten Medikamentes verringert werden kann.



MfG Werner
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