Impfungen bei Rituximab

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Mirjam
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Re: Impfungen bei Rituximab

Beitrag von Mirjam »

Sorry, meinte natürlich
kein schwererer Verlauf v. COVID unter RTX !

LG Mirjam
Rosalinde
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Registriert: Mo Jun 29, 2020 12:11 pm

Re: Impfungen bei Rituximab

Beitrag von Rosalinde »

kk9979 hat geschrieben: Mi Nov 25, 2020 8:08 am Auch ein Test auf Hepatitis B hat nicht stattgefunden. Ich hatte mal einen vor 22 Jahren, der war negativ. Genau zu diesem Zeitpunkt hatte ich auch 3x eine Hepatitis B Impfung bekommen. Ob man die wiederholen muss, weiß ich nicht.

Mit der Impfung gegen Corona weiß ich noch nicht, ob ich sie sofort nehme. Die wurde ja nur an gesunden Probanden getestet, aber wie reagiert ein Kranker. Andererseits habe ich Angst, dass wenn es die Impfungen gibt, dass alle Maßnahmen komplett wegfallen und man dann schutzlos allem ausgeliefert bleibt. Das ist eine schwierige Situation. Dann kommt ja noch hinzu, dass man, wenn man RTX wieder verabreicht bekommen hat, sowieso ein halbes Jahr keine Impfung braucht.....

Das mit dem Rituximab und dem schweren Verlauf von Covid19 habe ich vor allem auf Seiten für Multiple Sklerose gelesen auch gab es da erst kürzlich einen Artikel in Springer Medizin.
Wenn du vor 22 Jahren eine Grundimmunisierung gegen Hepatitis B erhalten hast, hätte eine Auffrischimpfung völlig gereicht und ist die Gefahr, eine Hepatitis B zu erwerben, ziemlich gering.

Zur Coronaimpfung: weder ist eine Impfung ein Allheilmittel gegen die Erkrankung (sondern eine Möglichkeit mit Aussicht auf mittelfristige Eindämmung der Pandemie) noch kann ich mir vorstellen, dass mit Auftauchen eines Impfstoffs "alle Maßnahmen" komplett wegfallen. Dafür gibt es weder einen vernünftigen Grund noch vorerst einen Anlass.
Abgesehen davon trifft "keine Impfung braucht" nicht ganz die Wahrheit - es ist so, dass man keine durchzuführen braucht, weil sie nicht wirkt, was bedeutet, dass eine Impfung im Zeitfenster nach Rituximab für ca. 4-5 Monate nicht sinnvoll ist.

Zum Thema Rituximab und schwere Covidverläufe sind die Daten widersprüchlich und naturgemäß noch in zu geringem Umfang vorhanden, um etwas verbindlich sagen zu können.

Gruß!
Sonne im Herzen hilft auch dann, wenn draußen Gewitter ist.
Rosalinde
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Re: Impfungen bei Rituximab

Beitrag von Rosalinde »

kk9979 hat geschrieben: Mi Nov 25, 2020 8:08 am
Mit der Impfung gegen Corona weiß ich noch nicht, ob ich sie sofort nehme. Die wurde ja nur an gesunden Probanden getestet, aber wie reagiert ein Kranker.
Das gilt grundsätzlich für jeden Impfstoff. Deine Frage wird man nur beantworten können (irgendwann), wenn sich auch Ungesunde impfen lassen.....
Sonne im Herzen hilft auch dann, wenn draußen Gewitter ist.
sisyphos
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Re: Impfungen bei Rituximab

Beitrag von sisyphos »

Hallo an alle RTX-Betroffenen und Impfstoffsucher,

auch wenn mich das Impfbeschaffungs- und Impf-Termin-Management-Versagen unserer Politik in BW ziemlich fassungslos und wütend macht, so wollte ich mich doch um eine Impfsicherheit und -möglichkeit bemühen.

Ich habe seit 3 Jahren ANCA, bekomme halbjährlich eine RTX-Infusion und eine vierteljährliche Kontrolle. Mir geht es damit soweit gut.

Mit meinem Arzt habe ich jetzt alles besprochen und abgestimmt. Er hat mir ein Attest (für das Impfzentrum oder Hausarzt) geschrieben, daß eine Impfung ca. 3-4 Wochen vor einer RTX-Infusion beendet sein sollte.

Astra-Zenecca kommt unabhängig von der aktuellen Nebenwirkungsdiskussion nur deswegen nicht in Frage. Der Impfabstand mit 12 Wochen wäre zu lang, weil dann der Abstand zwischen letzter und nächster RTX-Infusion ebenfalls zu lang wäre.

Meine nächste RTX-Infusion habe ich um 3 Wochen nach hinten geschoben und mit meinem Hausarzt habe ich entsprechend 2 Impftermine vereinbaren können.

Den ersten Termin mit mRNA habe ich 7 Wochen vor der nächsten Infusion und den zweiten nach 4 Wochen, also 3 Wochen vor der nächsten Infusion. Dazwischen musste ich noch eine Herpes-Zoster Impfung Nr. 2 einschieben. So habe ich also die erste mRNA Impfung 5 Monate nach der letzten Infusion und die zweite Impfung 3 Wochen vor der nächsten Infusion. Damit hoffe ich, daß ich am ehesten eine (Rest-)Impfantwort ermöglichen kann. Ein Restrisiko bleibt, ob der Hausarzt am vereinbarten Termin in Mitte Mai und Juni auch mRNA Impfstoff zur Verfügung hat.

Gespannt wäre ich auf Erfahrungen von Euch, wie Ihr Euer "Impfabenteuer" organisiert habt.

Beste Grüße
sisyphos
Kati
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Registriert: Do Jun 07, 2018 11:52 am

Re: Impfungen bei Rituximab

Beitrag von Kati »

Hallo Sisyphos,

genauso wird es bei mir auch gehandhabt. Ursprünglich hatte ich mal Termine für AstraZeneca, hatte aber von meiner Rheumatologin eine Bescheinigung, dass ich einen mRNA-Impfstoff bekommen soll - allein schon wegen des Abstandes zur 2. Impfung.
Nun bekomme ich am 10.4. meine 1. Impfung definitiv mit einem mRNA-Impfstoff. Anfang Mai wäre eigentlich meine nächste RTX-Infusion dran gewesen, die haben wir jetzt auf Mitte Juni verschoben. Mein 2. Impftermin ist dann am 15.05.21. Ich werde dann berichten, wie es mir ergangen ist.

Gruß Kati
sisyphos
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Re: Impfungen bei Rituximab

Beitrag von sisyphos »

Hallo Kati,
es beruhigt in diesen Zeiten mit täglich wechselnder Daten- und Faktenlage, wenn auch andere auf die gleiche Lösung gekommen sind. Auf Deinen Bericht zu den Impfungen bin ich gespannt, ich werde auch berichten nach meinen Impfterminen am 11.05. und am 08.06.21.
Gruß
sisyphos
bernddmc
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Re: Impfungen bei Rituximab

Beitrag von bernddmc »

@ Info - Coronaimpfung

Unter Rituximab werden die B-Zellen Richtung 0 reduziert.

Nach der vollständigen Impfung brauchen die T-Zellen auch die B-Zellen für
die Bildung von Antikörpern.

Eine Wirksamkeit der Impfungen unter Ritximab ist daher fraglich bis eingeschränkt.
Die Hoffnung besteht darin; das die in den Lymphknoten verbleibenden B-Zellen Antikörper
bilden.
Sind dort keine vorhanden, so ist die Impfung wirkungslos.

Es wird von den Experten trotzdem empfohlen, sich unter Rituximab impfen zu lassen, um einen
eventuellen scheren Verlauf zu verhindern.

Bei Rituximab ist es noch mal eine Nummer schwerer hier zwischen Nutzen/Risiko abzuwägen!!!


LG Bernd
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