Simone,nutzlos zu grübeln ist sicherlich verlorene Lebenszeit, das finde ich auch. Worum es hier aber geht, ist etwas anderes, am Besten erklärt an einem recht berühmten Beispiel:
In England gab es einen Viehdoktor, der regelmäßig zu Bauern gerufen wurde, deren Rinder an den Viehpocken erkrankt waren. Im Laufe der Zeit fiel ihm, einfach durch Beobachtung, auf, dass eine ganze Reihe der Landarbeiter, die mit diesem kranken Vieh länger in Berührung gekommen waren, nicht die Pockenerkrankung bekamen, die die Menschen befiel.
Er ahnte, dass da mehr dahintersteckt. Er war mutig genug, seine Annahme dadurch zu überprüfen, indem der Kinder zunächst mit Kuhpocken infizierte.Die Krankheit, die dann bei ihnen ausbrach, verlief erwartungsgemäß milde. Danach exponierte er diese Kinder den Menschenpocken, und siehe da, sie wurden nicht krank.
Die einfache Beobachtung hat also zur Entdeckung der Schutzimpfung geführt.
Wenn wir hier unter uns bestimmte Beobachtungen machen können, dann kann das zu Hinweisen führen, die unter Umständen auch die Wissenschaft weiterbringen. Schließlich haben wir hier die Chance, sehr viel mehr Rückmeldungen zu einer Fragestellung zu sammeln, als ein einzelner Arzt vielleicht ohne Weiteres sammeln könnte, es sei denn, es wird ein - finanziell aufwändiges - Forschungsprogramm in Gang gesetzt.
Autoimmunkrankheiten: Auslösern auf der Spur
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