Vorstellung: Ohne Diagnose, aber was kann es sonst sein?
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jojo
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- Registriert: Sa Jan 03, 2026 11:19 am
Vorstellung: Ohne Diagnose, aber was kann es sonst sein?
Hallo,
ich habe mich hier angemeldet weil mich seit einigen Jahren zahlreichen Beschwerden plagen ohne eine konkrete Diagnose zu bekommen.
Ärzte behandeln halt zuerst das Symptom, was gerade akut ist aber verstehen nicht, das diese nur in Schüben und dann gerne auch plötzlich andere Symptome zusätzlich auftreten und daher etwas andere im Hintergrund sein müsste.
D.h. ich werde zwar gegen das Vorhoflimmern, den Thrombosen und den Phasen des hohen Blutdrucks behandelt, aber was die Ursache ist und was ich gegen die - für die Ärzte weniger relevanten Beschwerden - tun kann sagt mir keiner und führt zu einer nicht endenden Krankheitsgeschichte.
Begonnen hat das 2014 als diese Schübe immer kürzer wurden und ich diese zunächst als "Kreislaufprobleme" gedeutet habe, da sich dieser Zustand wie Schwindel anfühlte und meist beim Fußball spielen oder Rad fahren eintrat. Doch im Laufe 2015 wurde das dauerhaft und ich hatte jeden Tag diesen Zustand der sich anfühlte wie schwere Krankheit, der ganze Körper zitterte und schwitzte.
Da kein Arzt irgend etwas gefunden hat, habe ich dann aufgrund von Internetsuche an eine Borreliose gedacht und fand auch einen aezt der mich dagegen behandelt hat. Die Antibiotika haben zwar den Verlauf etwas gestoppt, aber es blieb das schemrzhafte Herzstolpern und der Nachtschweiss. Ich hatte dann 2017 das Glück einen Arzt zu finden der mir zuhört und da meine Mutter mit ähnlichen Beschwerden gegen Vaskulitis Kortison bekam, einer Behandlung mit der theorie einer eventuellen erblichen Vorbelastung zustimmte. Ich bekomme also seit ca. 2017 10mg Prednisolon mit Verdacht auf Vaskulitis.
Es gibt aber keine typischen Blutwerte, um eine Diagnose zu erhalten. Und ein Versuch an der Uniklinik 2018 in die Rheumatologie zu kommen war ein Fiasko. Der Arzt meinte ich sollte Sport machen (was aber eine der Folgen meiner Erkrankung war, was ich ihm auch geschildert habe, das ich nicht mehr aktiven Sport machen konnte.)
Das Kortison hat aber zumindest die schlimmsten alltäglichen Symptome gelindert oder beseitigt, wie das ständige schmerzhafte Herzpochen, den permanenter hohen Blutdruck (Entgleisungen habe ich immer noch) und dieses tägliche Krankheitsgefühl was völlig unerträglich war. Und viele von den kleinen Symptomen die ich gerne schnell vergesse, angefangen von roten Flecken im Gesicht, Aphten, mit blutigen Schorf verstopfte Nase, verklebte Augen.
Zwischendurch gab es aber immer wieder Schübe. Entweder als Blutdruckentgleisungen, mit Werten um 210/110, die aber in der Regel nur ein paar Stunden andauerten. Und nach körperlicher Betätigung (längere Spaziergänge) zusammenbrüche über mehrere Tage. Oder Fieberschübe mit Temperaturen um 38° ohne irgendwelche Symptome über 2-3 Tage.
Die schweren Erkrankungen seit 2015 waren: eine Pleuritis, mehrfach Vorhofflimmern, zweimal eine Thrombose - in Phasen mit viel Bewegung. Und dauerhaft habe ich eine PNP in beiden Füßen, die zwar von einer Neurologin diagnostiziert wurde, ich aber dort mit den Worten "damit können Sie alt werden" nach Hause geschickt wurde - ohne weitere Behandlung.
Jetzt, seit der zweiten Thrombose im September/25, kommt es andauernd zu Phasen mit starken Blutdruckschwankungen. In einer der heftigsten war ich in der Notaufnahme wo mir dann ein "Typ 2 Myokardinfarkt" diagnostiziert wurde und ich 2 Tage im KH bleib. Die aber auch nur die Symptome bekämpfen wollen und mir eine Verödung der Herzkranzgefässe empfahlen.
Ich habe dann mehrere Blutdrucksenker bekommen. Was aber nicht viel geholfen hat. Denn ich hatte weiter fast jeden Tag diese Entgleisungen mit Blutdruck um 190/90 - die aber immer schnell wieder abfielen. Ende November hörte das dann plötzlich auf und durch die vielen Blutdrucksenker fiel dieser auf unter 100/50 und wurden dann abgesetzt.
Der Dezember war dann relativ gut. Im Januar dann hohes Fieber, auch ohne Symptome (es ist zwar Erkältungszeit, aber ich habe mich nicht erkältet gefühlt) und war dann für 2 Wochen krank geschrieben und habe noch einige Tage zusätzlich gebraucht um wieder halbwegs fit zu werden. Aktuell geht es aber wieder los mit dem Blutdruckentgleisungen. Nicht hoch aber extrem schwankend. Und ich bin am wochenende wieder im KH gelandet, diesmal mit einer TIA (Transitorische Ischämische Attacke). Auch hier wieder, die Ursache wäre das VHF (das bisher nur sehr selten diagnostiziert wurde und ich eigentlich auch behandelt werde, sowohl mit Bisprolol gegen Rythmusstörungen, als auch Xarelto wegen den Thrombosen)
Da der ganze Verlauf einige paralellen zu Vaskuliten zeigt, hat jetzt mein Arzt einen Termin im März in einer Rheumatologie besorgt. Weil mir aber Blutwerte fehlen habe ich die Sorge, dass dabei wieder nichts raus kommt und ich keine Hilfe bekomme.
Ich habe auch schon das eine oder andere hier gelesen und finde viele Beschreibungen die sich z.T. ähnlich anhören oder noch viel dramatischer sind. Das hilft schon mal, wenn man sich nicht so alleine fühlt und verzweifelt an der Medizin, wenn diese nur nach Schema-F Symptome behandelt ohne sich mit der Krankengeschichte zu befassen.
Was ich hier hoffe zu finden, sind vielleicht noch ein paar Hinweise, wie man am besten mit Rheumatologen redet, da ich oft den Eindruck habe falsche Begriffe zu verwenden oder vielleicht auch Dinge vergesse, die ich für unwichitg halte, aber für den Arzt wichtig sein könnten.
ich habe mich hier angemeldet weil mich seit einigen Jahren zahlreichen Beschwerden plagen ohne eine konkrete Diagnose zu bekommen.
Ärzte behandeln halt zuerst das Symptom, was gerade akut ist aber verstehen nicht, das diese nur in Schüben und dann gerne auch plötzlich andere Symptome zusätzlich auftreten und daher etwas andere im Hintergrund sein müsste.
D.h. ich werde zwar gegen das Vorhoflimmern, den Thrombosen und den Phasen des hohen Blutdrucks behandelt, aber was die Ursache ist und was ich gegen die - für die Ärzte weniger relevanten Beschwerden - tun kann sagt mir keiner und führt zu einer nicht endenden Krankheitsgeschichte.
Begonnen hat das 2014 als diese Schübe immer kürzer wurden und ich diese zunächst als "Kreislaufprobleme" gedeutet habe, da sich dieser Zustand wie Schwindel anfühlte und meist beim Fußball spielen oder Rad fahren eintrat. Doch im Laufe 2015 wurde das dauerhaft und ich hatte jeden Tag diesen Zustand der sich anfühlte wie schwere Krankheit, der ganze Körper zitterte und schwitzte.
Da kein Arzt irgend etwas gefunden hat, habe ich dann aufgrund von Internetsuche an eine Borreliose gedacht und fand auch einen aezt der mich dagegen behandelt hat. Die Antibiotika haben zwar den Verlauf etwas gestoppt, aber es blieb das schemrzhafte Herzstolpern und der Nachtschweiss. Ich hatte dann 2017 das Glück einen Arzt zu finden der mir zuhört und da meine Mutter mit ähnlichen Beschwerden gegen Vaskulitis Kortison bekam, einer Behandlung mit der theorie einer eventuellen erblichen Vorbelastung zustimmte. Ich bekomme also seit ca. 2017 10mg Prednisolon mit Verdacht auf Vaskulitis.
Es gibt aber keine typischen Blutwerte, um eine Diagnose zu erhalten. Und ein Versuch an der Uniklinik 2018 in die Rheumatologie zu kommen war ein Fiasko. Der Arzt meinte ich sollte Sport machen (was aber eine der Folgen meiner Erkrankung war, was ich ihm auch geschildert habe, das ich nicht mehr aktiven Sport machen konnte.)
Das Kortison hat aber zumindest die schlimmsten alltäglichen Symptome gelindert oder beseitigt, wie das ständige schmerzhafte Herzpochen, den permanenter hohen Blutdruck (Entgleisungen habe ich immer noch) und dieses tägliche Krankheitsgefühl was völlig unerträglich war. Und viele von den kleinen Symptomen die ich gerne schnell vergesse, angefangen von roten Flecken im Gesicht, Aphten, mit blutigen Schorf verstopfte Nase, verklebte Augen.
Zwischendurch gab es aber immer wieder Schübe. Entweder als Blutdruckentgleisungen, mit Werten um 210/110, die aber in der Regel nur ein paar Stunden andauerten. Und nach körperlicher Betätigung (längere Spaziergänge) zusammenbrüche über mehrere Tage. Oder Fieberschübe mit Temperaturen um 38° ohne irgendwelche Symptome über 2-3 Tage.
Die schweren Erkrankungen seit 2015 waren: eine Pleuritis, mehrfach Vorhofflimmern, zweimal eine Thrombose - in Phasen mit viel Bewegung. Und dauerhaft habe ich eine PNP in beiden Füßen, die zwar von einer Neurologin diagnostiziert wurde, ich aber dort mit den Worten "damit können Sie alt werden" nach Hause geschickt wurde - ohne weitere Behandlung.
Jetzt, seit der zweiten Thrombose im September/25, kommt es andauernd zu Phasen mit starken Blutdruckschwankungen. In einer der heftigsten war ich in der Notaufnahme wo mir dann ein "Typ 2 Myokardinfarkt" diagnostiziert wurde und ich 2 Tage im KH bleib. Die aber auch nur die Symptome bekämpfen wollen und mir eine Verödung der Herzkranzgefässe empfahlen.
Ich habe dann mehrere Blutdrucksenker bekommen. Was aber nicht viel geholfen hat. Denn ich hatte weiter fast jeden Tag diese Entgleisungen mit Blutdruck um 190/90 - die aber immer schnell wieder abfielen. Ende November hörte das dann plötzlich auf und durch die vielen Blutdrucksenker fiel dieser auf unter 100/50 und wurden dann abgesetzt.
Der Dezember war dann relativ gut. Im Januar dann hohes Fieber, auch ohne Symptome (es ist zwar Erkältungszeit, aber ich habe mich nicht erkältet gefühlt) und war dann für 2 Wochen krank geschrieben und habe noch einige Tage zusätzlich gebraucht um wieder halbwegs fit zu werden. Aktuell geht es aber wieder los mit dem Blutdruckentgleisungen. Nicht hoch aber extrem schwankend. Und ich bin am wochenende wieder im KH gelandet, diesmal mit einer TIA (Transitorische Ischämische Attacke). Auch hier wieder, die Ursache wäre das VHF (das bisher nur sehr selten diagnostiziert wurde und ich eigentlich auch behandelt werde, sowohl mit Bisprolol gegen Rythmusstörungen, als auch Xarelto wegen den Thrombosen)
Da der ganze Verlauf einige paralellen zu Vaskuliten zeigt, hat jetzt mein Arzt einen Termin im März in einer Rheumatologie besorgt. Weil mir aber Blutwerte fehlen habe ich die Sorge, dass dabei wieder nichts raus kommt und ich keine Hilfe bekomme.
Ich habe auch schon das eine oder andere hier gelesen und finde viele Beschreibungen die sich z.T. ähnlich anhören oder noch viel dramatischer sind. Das hilft schon mal, wenn man sich nicht so alleine fühlt und verzweifelt an der Medizin, wenn diese nur nach Schema-F Symptome behandelt ohne sich mit der Krankengeschichte zu befassen.
Was ich hier hoffe zu finden, sind vielleicht noch ein paar Hinweise, wie man am besten mit Rheumatologen redet, da ich oft den Eindruck habe falsche Begriffe zu verwenden oder vielleicht auch Dinge vergesse, die ich für unwichitg halte, aber für den Arzt wichtig sein könnten.
Zuletzt geändert von jojo am Mi Mär 04, 2026 12:44 pm, insgesamt 1-mal geändert.
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Thorsten
- Beiträge: 109
- Registriert: Do Jun 07, 2018 8:16 am
Re: Vorstellung: Ohne Diagnose, aber was kann es sonst sein?
Hallo jojo,
herzlich Willkommen im Forum.
Was du beschreibst klingt für mich prinzipiell passend für eine Vaskulitis, ggf auch Kollagenose und/ oder ME/CFS Symptomatiken. (Nur mal spontan nach dem ersten Lesen deines Textes geschrieben, was mir durch den Kopf ging).
Vaskulitis Erkrankungen sind sehr herausfordernd in der Diagnose, gerade wenn man keine Blutwerte hat, wie du schreibst.
Ich nehme an die klassischen Marker, ANCAs, ANAs etc wurden gemacht und haben nicht angeschlagen?
Ich bin in einer ähnlichen Situation und arbeite seit inzwischen 22 Jahren an meiner Diagnose und hänge vmtl zwischen 2 Vaskulitis Formen, oder habe 2 davon, das kann mir bisher auch kein Arzt sagen und ich habe auch keine klassischen Blutwerte, die man sonst erwarten würde. Nach den Blutwerten müsste ich Top fit sein, hatte in der Zeit aber über 80 Thrombosen, Bluthusten, Rhythmusstörungen, die Infektsymptome, die du beschreibst kommen mir auch ähnlich vertraut vor, Augenenzündungen etc pp.
Es gibt einige Vaskulitis Formen, die diese klassischen Blutwerte nicht anzeigen. Wimre bei EGPA um die 30 %, Behcet ähnlich, auch GPA kann mal ohne diese Marker auftreten.
Wichtig ist, dass du zum Rheumatologen kommst, oder in eine Vaskulitis Klinik, dort alle Blutwerte gemacht werden, wenn die nichts aussagen und die Möglichkeit besteht, eine histologische Sicherung von Proben. Sonst ist das stochern im Nebel.
Nimmst du die 10 mg Prednisolon dauerhaft seit 2017 in der Höhe, oder habt ihr versucht auszuschleichen? Wie war dein Eindruck, was hat sich bei der Einnahme alles verändert und ist ggf von Symptomen verschwunden? Kamen Thrombosen trotz 10 mg Prednisolon und Xarelto?
Was ich dir noch anraten würde, ist ein präzises Symptomtagebuch zu führen, wann passiert was, wie war die Abhängigkeit zur Prednisolon Dosis, oder anderen Medikamenten, gab es Trigger, die du für ein Ereignis "verantwortlich" machst? Je Präziser deine Aufzeichnungen und gemessenen Werte z.B. RR, desto besser die Chance ein Muster zu erkennen. Ich mache das seit Jahren, ohne könnte ich mich auch gar nicht mehr erinnern, wann was passiert ist und würde ggf den Ärzten gegenüber etwas falsch wiedergeben. Später können aber gerade solche zeitlichen Einordnungen und Abhängigkeiten zu Medikamentenänderungen wertvolle Hinweise geben. Mach auch von allem Bilder, wie die Aphten, oder wenn Thrombosen oberflächlich sind, die Rötungen (ich markiere sie z.T. auch mit Kuli, damit man später schauen kann, wo genau es war und ggf Gefäßschäden erkennt.) Alles kann beim "Puzzle" später mal helfen.
Willst du noch was zu dir erzählen? Alter, Geschlecht, das ändert manchmal etwas die Wahrscheinlichkeiten. Rauchst du? Und was für eine Vaskulitis hat deine Mutter?
Wenn du mit KI einigermaßen fit bist und gute Prompts schreiben kannst, kann auch das ggf Hinweise in eine Richtung geben, wobei man gleichzeitig mit KI aufpassen muss, dass sie einem nichts falsches widergibt. Sie kann auch bei Fehlern sehr überzeugend klingen.
Bei dem was du beschreibst, dachte ich spontan an M. Behcet, wg Herz, Pleuritis und v.a. den Aphten, die dort klassisch sind. Der blutige Schorff in der Nase kommt oft bei GPA vor. Die Flecken im Gesicht wären noch interessant. Waren diese schmetterlingsförmig, wie würdest du sie beschreiben?
Bitte sei mit allen Begriffen, die ich gerade in den Raum werfe vorsichtig. Das ist nur was mir durch den Kopf schoss, als ich deinen Bericht gelesen habe und mir bekannt vorkam. Aber du siehst damit, der ganze Bereich ist sehr vielfältig und wirklich komplex, da sich die einzelnen Erkrankungen auch nicht immer völlig klar abgrenzen lassen, oder du auch Symptome haben kannst die von anderen Krankheiten herrühren und nichts mit einer vermuteten Vaskulitis zu tun haben müssen. Man kann schließlich auch mehrere "Baustellen" haben.
Viele Grüße und alles Gute für dich
Thorsten
herzlich Willkommen im Forum.
Was du beschreibst klingt für mich prinzipiell passend für eine Vaskulitis, ggf auch Kollagenose und/ oder ME/CFS Symptomatiken. (Nur mal spontan nach dem ersten Lesen deines Textes geschrieben, was mir durch den Kopf ging).
Vaskulitis Erkrankungen sind sehr herausfordernd in der Diagnose, gerade wenn man keine Blutwerte hat, wie du schreibst.
Ich nehme an die klassischen Marker, ANCAs, ANAs etc wurden gemacht und haben nicht angeschlagen?
Ich bin in einer ähnlichen Situation und arbeite seit inzwischen 22 Jahren an meiner Diagnose und hänge vmtl zwischen 2 Vaskulitis Formen, oder habe 2 davon, das kann mir bisher auch kein Arzt sagen und ich habe auch keine klassischen Blutwerte, die man sonst erwarten würde. Nach den Blutwerten müsste ich Top fit sein, hatte in der Zeit aber über 80 Thrombosen, Bluthusten, Rhythmusstörungen, die Infektsymptome, die du beschreibst kommen mir auch ähnlich vertraut vor, Augenenzündungen etc pp.
Es gibt einige Vaskulitis Formen, die diese klassischen Blutwerte nicht anzeigen. Wimre bei EGPA um die 30 %, Behcet ähnlich, auch GPA kann mal ohne diese Marker auftreten.
Wichtig ist, dass du zum Rheumatologen kommst, oder in eine Vaskulitis Klinik, dort alle Blutwerte gemacht werden, wenn die nichts aussagen und die Möglichkeit besteht, eine histologische Sicherung von Proben. Sonst ist das stochern im Nebel.
Nimmst du die 10 mg Prednisolon dauerhaft seit 2017 in der Höhe, oder habt ihr versucht auszuschleichen? Wie war dein Eindruck, was hat sich bei der Einnahme alles verändert und ist ggf von Symptomen verschwunden? Kamen Thrombosen trotz 10 mg Prednisolon und Xarelto?
Was ich dir noch anraten würde, ist ein präzises Symptomtagebuch zu führen, wann passiert was, wie war die Abhängigkeit zur Prednisolon Dosis, oder anderen Medikamenten, gab es Trigger, die du für ein Ereignis "verantwortlich" machst? Je Präziser deine Aufzeichnungen und gemessenen Werte z.B. RR, desto besser die Chance ein Muster zu erkennen. Ich mache das seit Jahren, ohne könnte ich mich auch gar nicht mehr erinnern, wann was passiert ist und würde ggf den Ärzten gegenüber etwas falsch wiedergeben. Später können aber gerade solche zeitlichen Einordnungen und Abhängigkeiten zu Medikamentenänderungen wertvolle Hinweise geben. Mach auch von allem Bilder, wie die Aphten, oder wenn Thrombosen oberflächlich sind, die Rötungen (ich markiere sie z.T. auch mit Kuli, damit man später schauen kann, wo genau es war und ggf Gefäßschäden erkennt.) Alles kann beim "Puzzle" später mal helfen.
Willst du noch was zu dir erzählen? Alter, Geschlecht, das ändert manchmal etwas die Wahrscheinlichkeiten. Rauchst du? Und was für eine Vaskulitis hat deine Mutter?
Wenn du mit KI einigermaßen fit bist und gute Prompts schreiben kannst, kann auch das ggf Hinweise in eine Richtung geben, wobei man gleichzeitig mit KI aufpassen muss, dass sie einem nichts falsches widergibt. Sie kann auch bei Fehlern sehr überzeugend klingen.
Bei dem was du beschreibst, dachte ich spontan an M. Behcet, wg Herz, Pleuritis und v.a. den Aphten, die dort klassisch sind. Der blutige Schorff in der Nase kommt oft bei GPA vor. Die Flecken im Gesicht wären noch interessant. Waren diese schmetterlingsförmig, wie würdest du sie beschreiben?
Bitte sei mit allen Begriffen, die ich gerade in den Raum werfe vorsichtig. Das ist nur was mir durch den Kopf schoss, als ich deinen Bericht gelesen habe und mir bekannt vorkam. Aber du siehst damit, der ganze Bereich ist sehr vielfältig und wirklich komplex, da sich die einzelnen Erkrankungen auch nicht immer völlig klar abgrenzen lassen, oder du auch Symptome haben kannst die von anderen Krankheiten herrühren und nichts mit einer vermuteten Vaskulitis zu tun haben müssen. Man kann schließlich auch mehrere "Baustellen" haben.
Viele Grüße und alles Gute für dich
Thorsten
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jojo
- Beiträge: 3
- Registriert: Sa Jan 03, 2026 11:19 am
Re: Vorstellung: Ohne Diagnose, aber was kann es sonst sein?
Danke für die Antwort. Bin aktuell in einer schlechten Verfassung, daher hat es ein bisschen gedauert bis ich das lesen konnte.
Stimmt - ich habe gar nichts über mich geschrieben. Ich bin 60 Jahre, männlich und seit 2014 Nichtraucher (eben wegen dem Beginn der schweren Symptome). War vorher fit und aktiv. Jeden Tag auf dem Fahrrad, mehrfach die Woche Fußball gespielt und am Wochenende auch mal länger gewandert. Gerne mal en Bier getrunken und relativ stark geraucht (ca. 20 am Tag). Das ist dann alles nach und nach weg gefallen. Zuletzt konnte ich aber immerhin noch 3-4 Stunden ebene Strecken spazieren, was mir aber aktuell sehr schwer fällt.
Auf Behcet wurde schon untersucht, als ich wegen der Thrombose in der Uni Klinik (Centrum für Thrombose und Hämostase) war. Ich vermute zuletzt in der stroke Unit auch, da sich die Ärzte dort durchaus z.T. für die Vaskulitis interessierten (aber das Ergebnis habe ich noch nicht). Es wurde u.a. auch eine BSG gemacht. Die aber auch nicht auffällig war. Mein Hausarzt hat wohl die ANCA/ANA Werte bestimmen lassen und bisher nichts gefunden. Ich war diesbezüglich aber etwas nachlässig und habe mir die Werte bisher nicht geben lassen. Da muss ich auf jeden Fall mal nachhaken. Aber er hat nun den Termin beim Rheumatologen direkt veranlasst. Sodass die sogar 2 mal bei mir angerufen haben, um einen Termin zu vereinbaren.
Die Flecken waren nur in der Phase wo alles sich verschlimmert hat - 2014-2015 - vorhanden. Daran erinnert sich meine Partnerin. Aber ich habe kaum Erinnerung daran. Die ganze Haut war ein Fiasko zu der Zeit, überall schuppte es, ich hatte Haarausfall. Daher waren die Flecken für mich nicht so beachtenswert.
Das Xarelto habe ich nach der Thrombose bekommen (bei der ersten 2019 auch schon, wurde aber dann auf Empfehlung des Angiologen abgesetzt). Das Prednisolon nehme ich tatsächlich seit 2017 dauerhaft und habe es immer mal wieder versucht niedriger zu dosieren, was ich aber dann mehrfach abgebrochen habe, weil es mir wieder schlechter ging (was aber natürlich auch dem Schubhaften auftreten geschuldet sein kann)
Bezüglich Aufzeichnungen hatte ich auch letzten Freitag ein nettes Gespräch auf einer "Messe für seltene Erkrankungen" hier bei uns, wo die deutsche Rheumaliga mit dem Thema vertreten war. Auch dort wurde mir eindringlich gesagt ich sollte alles aufschreiben und dem Arzt geben. daher sammle ich momentan auch die Symptome. Diese Sammlung habe auch mal in eine KI gefüttert. Das war auf jeden Fall interessant und sie antwortete auch mit ähnlichen Stichworten wie du. Konnte aber leider keine konkrete Erkrankung rausfinden, die für mich passen würde.
Aktuell hat mich beim Hausarzt vier Wochen krank geschrieben. Ich weiß noch gar nicht wie das weitergehen soll, da aktuell mein Körper keine guten Signale sendet und ich eingeschränkt bin. Beim letzten Arztbesuch hatte ich über eine Kur gesprochen, er wollte erstmal den Rheumatologen abwarten. Aber ich brauch irgendwas wie es weiter geht. Mit den ganzen Herz- und Blutdurcksymptomen (VHF, Entgleisungen, Thrombosen) wäre vielleicht auch Untersuchungen in die Richtung sinnvoll (wobei Ultraschall vom Herzen schon x-mal gemacht wurde und zumindest die Blutgefäße im Kopf auf der Stroke Unit untersucht wurden) .
Hast du mit Kuren Erfahrungen?
Oder gibt es andere, die mir Tipps dafür geben können?
Was ist sinnvoll bei unklaren Diagnosen?
Gibt es irgendwelche Kuren, wo man mit der Diagnose vielleicht weiter kommt?
Stimmt - ich habe gar nichts über mich geschrieben. Ich bin 60 Jahre, männlich und seit 2014 Nichtraucher (eben wegen dem Beginn der schweren Symptome). War vorher fit und aktiv. Jeden Tag auf dem Fahrrad, mehrfach die Woche Fußball gespielt und am Wochenende auch mal länger gewandert. Gerne mal en Bier getrunken und relativ stark geraucht (ca. 20 am Tag). Das ist dann alles nach und nach weg gefallen. Zuletzt konnte ich aber immerhin noch 3-4 Stunden ebene Strecken spazieren, was mir aber aktuell sehr schwer fällt.
Auf Behcet wurde schon untersucht, als ich wegen der Thrombose in der Uni Klinik (Centrum für Thrombose und Hämostase) war. Ich vermute zuletzt in der stroke Unit auch, da sich die Ärzte dort durchaus z.T. für die Vaskulitis interessierten (aber das Ergebnis habe ich noch nicht). Es wurde u.a. auch eine BSG gemacht. Die aber auch nicht auffällig war. Mein Hausarzt hat wohl die ANCA/ANA Werte bestimmen lassen und bisher nichts gefunden. Ich war diesbezüglich aber etwas nachlässig und habe mir die Werte bisher nicht geben lassen. Da muss ich auf jeden Fall mal nachhaken. Aber er hat nun den Termin beim Rheumatologen direkt veranlasst. Sodass die sogar 2 mal bei mir angerufen haben, um einen Termin zu vereinbaren.
Die Flecken waren nur in der Phase wo alles sich verschlimmert hat - 2014-2015 - vorhanden. Daran erinnert sich meine Partnerin. Aber ich habe kaum Erinnerung daran. Die ganze Haut war ein Fiasko zu der Zeit, überall schuppte es, ich hatte Haarausfall. Daher waren die Flecken für mich nicht so beachtenswert.
Das Xarelto habe ich nach der Thrombose bekommen (bei der ersten 2019 auch schon, wurde aber dann auf Empfehlung des Angiologen abgesetzt). Das Prednisolon nehme ich tatsächlich seit 2017 dauerhaft und habe es immer mal wieder versucht niedriger zu dosieren, was ich aber dann mehrfach abgebrochen habe, weil es mir wieder schlechter ging (was aber natürlich auch dem Schubhaften auftreten geschuldet sein kann)
Bezüglich Aufzeichnungen hatte ich auch letzten Freitag ein nettes Gespräch auf einer "Messe für seltene Erkrankungen" hier bei uns, wo die deutsche Rheumaliga mit dem Thema vertreten war. Auch dort wurde mir eindringlich gesagt ich sollte alles aufschreiben und dem Arzt geben. daher sammle ich momentan auch die Symptome. Diese Sammlung habe auch mal in eine KI gefüttert. Das war auf jeden Fall interessant und sie antwortete auch mit ähnlichen Stichworten wie du. Konnte aber leider keine konkrete Erkrankung rausfinden, die für mich passen würde.
Aktuell hat mich beim Hausarzt vier Wochen krank geschrieben. Ich weiß noch gar nicht wie das weitergehen soll, da aktuell mein Körper keine guten Signale sendet und ich eingeschränkt bin. Beim letzten Arztbesuch hatte ich über eine Kur gesprochen, er wollte erstmal den Rheumatologen abwarten. Aber ich brauch irgendwas wie es weiter geht. Mit den ganzen Herz- und Blutdurcksymptomen (VHF, Entgleisungen, Thrombosen) wäre vielleicht auch Untersuchungen in die Richtung sinnvoll (wobei Ultraschall vom Herzen schon x-mal gemacht wurde und zumindest die Blutgefäße im Kopf auf der Stroke Unit untersucht wurden) .
Hast du mit Kuren Erfahrungen?
Oder gibt es andere, die mir Tipps dafür geben können?
Was ist sinnvoll bei unklaren Diagnosen?
Gibt es irgendwelche Kuren, wo man mit der Diagnose vielleicht weiter kommt?
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Thorsten
- Beiträge: 109
- Registriert: Do Jun 07, 2018 8:16 am
Re: Vorstellung: Ohne Diagnose, aber was kann es sonst sein?
Hallo jojo,
Ich bin gerade im Außendienst und auf Tablet schreiben liegt mir nicht so. Ich melde mich am We nochmal ausführlicher.
Ich war 2017 in Bad Aibling zur Reha, das war schön, um mal rauszukommen, aber untersucht wurde dort nichts und die Anwendungen waren auch weniger hilfreich.
Ich meine, dass Bad Bramstedt Reha und Klinik kombiniert und recht gut sein soll. Ggf meldet sich dazu jemand von den anderen oder versuche es mal über die Forensuche.
Das Prednisolon nimmst du mit 10 mg durch? Oder wie weit konntest du ausschleichen, bis es schlechter wurde? Machst du Osteoporose Vorsorge und was für die Muskulatur? Auf Dauer und mit der Dosis macht Predni da Probleme.
Zum Rest muss ich mir nochmal Gedanken machen und am We nochmal in Ruhe lesen. Ich melde mich dann.
Wenn es dir nicht gut geht, langsam machen und auf dich achten. Ich drücke die Daumen, dass es dir bald besser geht.
VG Thorsten
Ich bin gerade im Außendienst und auf Tablet schreiben liegt mir nicht so. Ich melde mich am We nochmal ausführlicher.
Ich war 2017 in Bad Aibling zur Reha, das war schön, um mal rauszukommen, aber untersucht wurde dort nichts und die Anwendungen waren auch weniger hilfreich.
Ich meine, dass Bad Bramstedt Reha und Klinik kombiniert und recht gut sein soll. Ggf meldet sich dazu jemand von den anderen oder versuche es mal über die Forensuche.
Das Prednisolon nimmst du mit 10 mg durch? Oder wie weit konntest du ausschleichen, bis es schlechter wurde? Machst du Osteoporose Vorsorge und was für die Muskulatur? Auf Dauer und mit der Dosis macht Predni da Probleme.
Zum Rest muss ich mir nochmal Gedanken machen und am We nochmal in Ruhe lesen. Ich melde mich dann.
Wenn es dir nicht gut geht, langsam machen und auf dich achten. Ich drücke die Daumen, dass es dir bald besser geht.
VG Thorsten
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jojo
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- Registriert: Sa Jan 03, 2026 11:19 am
Re: Vorstellung: Ohne Diagnose, aber was kann es sonst sein?
Das mit den Problemen mit Prednisolon höre ich mittlerweile auch ständig. Da meine Mutter das aber auch sehr lange schon in ähnlicher Dosis verwendet, habe ich mir bisher wenig Gedanken gemacht. Naja, der Rheumatologe nächste Woche wird das wohl auch noch mal ansprechen. Aktuell nehme ich noch Vitamin D, aber ansonsten wurde bisher nichts zusätzlich gemacht.
Bramstedt war ja grad hier im Forum auch Thema - hab ich gelesen. Ich hoffe das das bei mir nicht so lange dauert wie bei Giite.
Sind solche Angebote nur ganz im Norden oder Süden? Ich wohne ziemlich in der Mitte (bin aus Mainz) und bin was lange Reisen angeht auch nicht mehr so fit.
[Nachtrag: habe im Forum ein bisschen gesucht. Dann wird es klarer. Das Angebot ist nicht so gross. Neben Aibling und Bramstedt gibt es noch Bad Kissingen die empfehlenswerte Angebote/Ärzte haben ]
Im Moment versuche ich rauszufinden was man alles so zusätzlich privat noch machen kann. Habe versucht bei einem Physio etwas Unterstützung der Rückenschmerzen zu bekommen, vielleicht sind einige Symptome damit zu verbessern. Und heute habe ich mir mal genauer die Blutwäsche Varianten angeschaut. Da sind vermutlich auch Quacksalber dabei, aber ich habe hier auch schon von Plasmapherese gelesen und bin dann bei der Recherche auf GBS/CIDP gestossen, wo ich mich auch wieder finde. Da bei mir aber noch nie eine Liquor Untersuchung gemacht wurde, gibt es nur die Diagnose der PNP von den Neurologen, aber nach der Ursache haben die nie gesucht.
Was gibt es hier für Erfahrungen mit einer Blutwäsche?
In meiner augenblicklichen Verfassung wären es mir auch die 3000€ Wert, die dafür z.T. ausgerufen werden.
Danke, wie gesagt bin krank geschrieben und mache sehr langsam
Bramstedt war ja grad hier im Forum auch Thema - hab ich gelesen. Ich hoffe das das bei mir nicht so lange dauert wie bei Giite.
Sind solche Angebote nur ganz im Norden oder Süden? Ich wohne ziemlich in der Mitte (bin aus Mainz) und bin was lange Reisen angeht auch nicht mehr so fit.
[Nachtrag: habe im Forum ein bisschen gesucht. Dann wird es klarer. Das Angebot ist nicht so gross. Neben Aibling und Bramstedt gibt es noch Bad Kissingen die empfehlenswerte Angebote/Ärzte haben ]
Im Moment versuche ich rauszufinden was man alles so zusätzlich privat noch machen kann. Habe versucht bei einem Physio etwas Unterstützung der Rückenschmerzen zu bekommen, vielleicht sind einige Symptome damit zu verbessern. Und heute habe ich mir mal genauer die Blutwäsche Varianten angeschaut. Da sind vermutlich auch Quacksalber dabei, aber ich habe hier auch schon von Plasmapherese gelesen und bin dann bei der Recherche auf GBS/CIDP gestossen, wo ich mich auch wieder finde. Da bei mir aber noch nie eine Liquor Untersuchung gemacht wurde, gibt es nur die Diagnose der PNP von den Neurologen, aber nach der Ursache haben die nie gesucht.
Was gibt es hier für Erfahrungen mit einer Blutwäsche?
In meiner augenblicklichen Verfassung wären es mir auch die 3000€ Wert, die dafür z.T. ausgerufen werden.
Danke, wie gesagt bin krank geschrieben und mache sehr langsam
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giite
- Beiträge: 274
- Registriert: Mi Jun 06, 2018 7:12 pm
Re: Vorstellung: Ohne Diagnose, aber was kann es sonst sein?
Hallo jojo
Es ist schon schwierig aus deinen Beschreibungen jetzt eine Erkrankung zu erkennen , es sind ja Symptome die du beschreibst. Die Prednidosis 10 mg ist schon heftig und man verschleiert mit dem Predni auch viel , wer verordnet dies dir ? Und hatte deine Mum einen Rheumatologen ? denn 10 mg da gehen die Rheumadocs doch zügig runter um nicht zu sagen mit Predni sind sie sparsamer. Man hat ja auch immer einen konkreten Plan zum abdosieren .
Warte jetzt einfach deinen Rheumatermin ab ,. dann weißt du mehr.
Zur Reha - du bist ja noch im Erwerbsleben und da kannst du doch einen Reha antrag einreichen ,das kann auch der Hausarzt mit veranlassen .
Aber eine Diagnose wird bei der Reha nicht gemacht , aber du kannst den Rehaort doch so wählen ,dass deine Einschränkungen gemindert werden . Es hat ja jeder seine eigenen Ziele und jeder geht auch mit seinen Erkrankungen anders um und deshalb ist es auch schwierig mit Empfehlungen .
Aber ich glaube schon ,das du rund um Mainz Ärzte und auch Rehaeinrichtungen finden kannst.
Aber jetzt einfach eine KI zu befragen ist mehr als suspekt ,da musst du schon genaue Daten eingeben und die KI nimmt auch nur Ergebnisse ,die im Netz stehen und ob das nun seriös ist ,das bezweifele ich ... Eine Ki ist nicht intelligent
was sagt"Artificial Intelligence" genau aus ? ist Intelligence gleich Intelligenz im deutschen ?. In dieser hinsicht habe ich da immer Fragezeichen...
Also gib dir jetzt Zeit ,warte den Arztbesuch ab , mach dich wegen einer Reha schlau und such dir vielleicht ne gute Physio oder Sportgruppe ,ist nicht einfach , man muss etwas suchen und nicht alles passt jetzt zu jedem.
Ich habe leider keine wirklichen Ratschläge für dich.
Und nun noch einen schönen Abend
Es ist schon schwierig aus deinen Beschreibungen jetzt eine Erkrankung zu erkennen , es sind ja Symptome die du beschreibst. Die Prednidosis 10 mg ist schon heftig und man verschleiert mit dem Predni auch viel , wer verordnet dies dir ? Und hatte deine Mum einen Rheumatologen ? denn 10 mg da gehen die Rheumadocs doch zügig runter um nicht zu sagen mit Predni sind sie sparsamer. Man hat ja auch immer einen konkreten Plan zum abdosieren .
Warte jetzt einfach deinen Rheumatermin ab ,. dann weißt du mehr.
Zur Reha - du bist ja noch im Erwerbsleben und da kannst du doch einen Reha antrag einreichen ,das kann auch der Hausarzt mit veranlassen .
Aber eine Diagnose wird bei der Reha nicht gemacht , aber du kannst den Rehaort doch so wählen ,dass deine Einschränkungen gemindert werden . Es hat ja jeder seine eigenen Ziele und jeder geht auch mit seinen Erkrankungen anders um und deshalb ist es auch schwierig mit Empfehlungen .
Aber ich glaube schon ,das du rund um Mainz Ärzte und auch Rehaeinrichtungen finden kannst.
Aber jetzt einfach eine KI zu befragen ist mehr als suspekt ,da musst du schon genaue Daten eingeben und die KI nimmt auch nur Ergebnisse ,die im Netz stehen und ob das nun seriös ist ,das bezweifele ich ... Eine Ki ist nicht intelligent
was sagt"Artificial Intelligence" genau aus ? ist Intelligence gleich Intelligenz im deutschen ?. In dieser hinsicht habe ich da immer Fragezeichen...
Also gib dir jetzt Zeit ,warte den Arztbesuch ab , mach dich wegen einer Reha schlau und such dir vielleicht ne gute Physio oder Sportgruppe ,ist nicht einfach , man muss etwas suchen und nicht alles passt jetzt zu jedem.
Ich habe leider keine wirklichen Ratschläge für dich.
Und nun noch einen schönen Abend
"Leben ist nicht genug"sagte der Schmetterling."Sonnenschein,Freiheit und eine kleine Blume gehören auch dazu."
Hans Christian Andersen
Hans Christian Andersen
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Thorsten
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- Registriert: Do Jun 07, 2018 8:16 am
Re: Vorstellung: Ohne Diagnose, aber was kann es sonst sein?
Hallo Jojo,
zu Blutwäsche habe ich leider keine Erfahrung.
Der Termin beim Rheumatologen ist ja vmtl nicht mehr lange hin, da du eingangs "im März" schreibst.
Was ggf noch wichtig werden könnte, oder wäre. Hat dein Arzt die ANCA / ANA Werte genommen, nachdem du schon länger Predni genommen hattest und die wesentlichen Symptome abgeklungen waren? Es könnte dann auch sein, dass die Werte durch das Predni wieder im Normbereich waren.
Aber das spekulieren im Moment bringt leider nicht viel. Ich denke der Rheumatologe wird die richtigen Schlüsse ziehen. Wenn mgl. würde ich an deiner Stelle schon für den Termin aufschreiben, wann was war und ob du da schon Prednisolon genommen hast oder nicht. Das könnte dem Rheumatologen bei der Ersteinschätzung helfen.
Ich drücke dir fest die Daumen und würde mich freuen, wenn du berichtest, was herausgekommen ist. Interessiert mich bei dir wirklich.
Alles Gute und schönes WE
VG
Thorsten
zu Blutwäsche habe ich leider keine Erfahrung.
Der Termin beim Rheumatologen ist ja vmtl nicht mehr lange hin, da du eingangs "im März" schreibst.
Was ggf noch wichtig werden könnte, oder wäre. Hat dein Arzt die ANCA / ANA Werte genommen, nachdem du schon länger Predni genommen hattest und die wesentlichen Symptome abgeklungen waren? Es könnte dann auch sein, dass die Werte durch das Predni wieder im Normbereich waren.
Aber das spekulieren im Moment bringt leider nicht viel. Ich denke der Rheumatologe wird die richtigen Schlüsse ziehen. Wenn mgl. würde ich an deiner Stelle schon für den Termin aufschreiben, wann was war und ob du da schon Prednisolon genommen hast oder nicht. Das könnte dem Rheumatologen bei der Ersteinschätzung helfen.
Ich drücke dir fest die Daumen und würde mich freuen, wenn du berichtest, was herausgekommen ist. Interessiert mich bei dir wirklich.
Alles Gute und schönes WE
VG
Thorsten
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Anschilalo
- Beiträge: 406
- Registriert: Sa Jan 27, 2024 2:50 pm
Re: Vorstellung: Ohne Diagnose, aber was kann es sonst sein?
Liebe/r Jojo,
habe deine Symptome auch bei der KI eingegeben unter dem Aspekt "Schäden durch Umwelt".
Volltreffer bei PFAS.
Guck mal was da rauskommt, könnte das passen?
Viele Grüße
Anja
habe deine Symptome auch bei der KI eingegeben unter dem Aspekt "Schäden durch Umwelt".
Volltreffer bei PFAS.
Guck mal was da rauskommt, könnte das passen?
Viele Grüße
Anja
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Thorsten
- Beiträge: 109
- Registriert: Do Jun 07, 2018 8:16 am
Re: Vorstellung: Ohne Diagnose, aber was kann es sonst sein?
Morgen zusammen,
ich fürchte, da habe ich mit der Erwähnung von KI was losgetreten (in alle Richtungen).
Bei KI ist sehr wichtig, dass man einen guten Prompt erstellt und der KI z.B. vorgibt, dass sie nur mit wissenschaftlichen / medizinischen Quellen arbeiten soll und eine Deepsearch macht. Es empfiehlt sich auch dafür eine Bezahlversion zu nutzen, da diese idR wesentlich mehr Quellen einschließt.
Wenn man der KI schon eine Vermutung vorgibt, dann sucht sie auch stark in diese Richtung und lässt anderes aus, und das kann bei so vielfältigen Symptomen zu allen möglichen Ergebnissen führen.
Ich habe für meine Recherche, nachdem die Spezialisten nicht mehr weiterkamen alle medizinischen Unterlagen aus Kliniken, Blutwerte, sonstige Arztberichte, die ich schon seit Jahren immer digitalisiere durch KI erstmal als Word Datei übernehmen lassen, geprüft ob sich dabei aus den PDF Dateien keine Fehler eingeschlichen haben und diese Daten dann in einer riesigen Excel Datei mit allen meinen Symptombeschreibungen, die ich über die Jahre präzise mit Datum und Verknüpfung zu Arztberichten was herauskam verknüpft und verlinkt. Das gab mehr als 40 Reiter in der Excel Datei, und jeder davon sehr umfassend. Das hat 1 Tag allein an Arbeit gekostet.
Dann habe ich der KI erstmal so die Datei gegeben, ob sie damit arbeiten kann und ihr mitgeteilt, was das Problem ist und dass ich auf wissenschaftlicher Basis und nur mit wissenschaftlich / medizinisch fundierten Quellen eine Tiefensuche mit vielfältigen Anforderungen haben möchte auf Basis der Datei. Dann habe ich die KI gebeten mir dafür einen sauberen Prompt selbst zu schreiben unter einbeziehung des Verständnisses von der Datei, die sie erworben hat.
Allein dieser Prompt war dann 4 Seiten lang und die KI musste das ganze in 5 Arbeitsschritte unterteilen, um es auswerten zu können, da es selbst für KI zuviele Daten waren. Insgesamt ging die Recherche der KI, wo ich nichts machen musste, außer bestätigen, dass sie den nächsten Schritt tun kann 1 h.
Das war also extrem intensiv und zeitaufwändig und selbst dann kann man sich nicht sicher sein, dass da ein stimmiges Ergebnis rauskommt. Ich habe das in mehreren Varianten dann validieren lassen, was als sicher gilt, was nicht und vieles hinterfragt, so dass ich sogar die Datenmenge des Chats mit der KI gesprengt hatte.
Also da bitte wirklich darauf achten, dass man eine gute Datenbasis hat und mglst sauber mit der KI arbeitet und auch dann noch hinterfragen, sonst kommt man in falsche Richtungen. Das Problem ist dann auch, dass KI sehr überzeugend sein kann, auch wenn sie falsch liegt.
Das nur als Hinweis von mir, wenn ihr damit arbeitet, wenn man nicht sauber unterwegs ist mit den Daten und Prompts, ist die Chance falsch abzubiegen recht hoch.
Bitte auch nicht als Kritik an jemandem, oder euren Posts auffassen, mir ist wirklich nur wichtig, dass man mit KI sauber arbeitet und die Ergebnisse kritisch hinterfragt.
LG und allen einen schönen Sonntag
Thorsten
ich fürchte, da habe ich mit der Erwähnung von KI was losgetreten (in alle Richtungen).
Bei KI ist sehr wichtig, dass man einen guten Prompt erstellt und der KI z.B. vorgibt, dass sie nur mit wissenschaftlichen / medizinischen Quellen arbeiten soll und eine Deepsearch macht. Es empfiehlt sich auch dafür eine Bezahlversion zu nutzen, da diese idR wesentlich mehr Quellen einschließt.
Wenn man der KI schon eine Vermutung vorgibt, dann sucht sie auch stark in diese Richtung und lässt anderes aus, und das kann bei so vielfältigen Symptomen zu allen möglichen Ergebnissen führen.
Ich habe für meine Recherche, nachdem die Spezialisten nicht mehr weiterkamen alle medizinischen Unterlagen aus Kliniken, Blutwerte, sonstige Arztberichte, die ich schon seit Jahren immer digitalisiere durch KI erstmal als Word Datei übernehmen lassen, geprüft ob sich dabei aus den PDF Dateien keine Fehler eingeschlichen haben und diese Daten dann in einer riesigen Excel Datei mit allen meinen Symptombeschreibungen, die ich über die Jahre präzise mit Datum und Verknüpfung zu Arztberichten was herauskam verknüpft und verlinkt. Das gab mehr als 40 Reiter in der Excel Datei, und jeder davon sehr umfassend. Das hat 1 Tag allein an Arbeit gekostet.
Dann habe ich der KI erstmal so die Datei gegeben, ob sie damit arbeiten kann und ihr mitgeteilt, was das Problem ist und dass ich auf wissenschaftlicher Basis und nur mit wissenschaftlich / medizinisch fundierten Quellen eine Tiefensuche mit vielfältigen Anforderungen haben möchte auf Basis der Datei. Dann habe ich die KI gebeten mir dafür einen sauberen Prompt selbst zu schreiben unter einbeziehung des Verständnisses von der Datei, die sie erworben hat.
Allein dieser Prompt war dann 4 Seiten lang und die KI musste das ganze in 5 Arbeitsschritte unterteilen, um es auswerten zu können, da es selbst für KI zuviele Daten waren. Insgesamt ging die Recherche der KI, wo ich nichts machen musste, außer bestätigen, dass sie den nächsten Schritt tun kann 1 h.
Das war also extrem intensiv und zeitaufwändig und selbst dann kann man sich nicht sicher sein, dass da ein stimmiges Ergebnis rauskommt. Ich habe das in mehreren Varianten dann validieren lassen, was als sicher gilt, was nicht und vieles hinterfragt, so dass ich sogar die Datenmenge des Chats mit der KI gesprengt hatte.
Also da bitte wirklich darauf achten, dass man eine gute Datenbasis hat und mglst sauber mit der KI arbeitet und auch dann noch hinterfragen, sonst kommt man in falsche Richtungen. Das Problem ist dann auch, dass KI sehr überzeugend sein kann, auch wenn sie falsch liegt.
Das nur als Hinweis von mir, wenn ihr damit arbeitet, wenn man nicht sauber unterwegs ist mit den Daten und Prompts, ist die Chance falsch abzubiegen recht hoch.
Bitte auch nicht als Kritik an jemandem, oder euren Posts auffassen, mir ist wirklich nur wichtig, dass man mit KI sauber arbeitet und die Ergebnisse kritisch hinterfragt.
LG und allen einen schönen Sonntag
Thorsten
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Anschilalo
- Beiträge: 406
- Registriert: Sa Jan 27, 2024 2:50 pm
Re: Vorstellung: Ohne Diagnose, aber was kann es sonst sein?
Vielen Dank Thorsten, du scheinst dich auszukennen.
Ich bin Laie und verstehe nur Bahnhof, von dem was du schreibst.
Die KI kam von alleine auf den Aspekt Umwelt.
@Thorsten, du hast dich da oben hoffentlich vertippt bei den 80 Thrombosen??? 80???
Ich bin Laie und verstehe nur Bahnhof, von dem was du schreibst.
Die KI kam von alleine auf den Aspekt Umwelt.
@Thorsten, du hast dich da oben hoffentlich vertippt bei den 80 Thrombosen??? 80???