Frage zu Fatigue
-
Hope
- Beiträge: 842
- Registriert: Mi Jun 06, 2018 11:16 am
Frage zu Fatigue
Hallo an alle „müden“ Patienten,
Gespräche kosten mich zeitweise sehr viel Kraft; manchmal bin ich z.B. nach einem längeren Arztgespräch 2 Wochen nicht mehr in der Lage, durch den Tag zu kommen. In diesen Phasen ist der Gedanke an unerledigte Aufgaben, Projekte oder wie Ihr es nennen wollt, unerträglich, selbst wenn es sich um angenehme Aktivitäten handelt, ist es eine kaum auszuhaltende Belastung. Dann suche ich nach Wegen, diese „Last“ schnellstens abzulegen, sage Termine, die weit in der Zukunft liegen ab, um diesem inneren Druck zu entkommen, was natürlich im sozialen Umfeld zu Irritationen führt.
Kennt Ihr dies auch von der Fatigue?
Eine, ich wage es kaum zu schreiben, leicht verzweifelte
Hope
Unverständlich ist auch, dass ich dann durchaus 2 Stunden später einen spontanen Spaziergang machen kann, doch diese -aus welchen Gründen auch immer- ungeklärten Aufgaben sind kaum noch für mich zu ertragen.
Gespräche kosten mich zeitweise sehr viel Kraft; manchmal bin ich z.B. nach einem längeren Arztgespräch 2 Wochen nicht mehr in der Lage, durch den Tag zu kommen. In diesen Phasen ist der Gedanke an unerledigte Aufgaben, Projekte oder wie Ihr es nennen wollt, unerträglich, selbst wenn es sich um angenehme Aktivitäten handelt, ist es eine kaum auszuhaltende Belastung. Dann suche ich nach Wegen, diese „Last“ schnellstens abzulegen, sage Termine, die weit in der Zukunft liegen ab, um diesem inneren Druck zu entkommen, was natürlich im sozialen Umfeld zu Irritationen führt.
Kennt Ihr dies auch von der Fatigue?
Eine, ich wage es kaum zu schreiben, leicht verzweifelte
Hope
Unverständlich ist auch, dass ich dann durchaus 2 Stunden später einen spontanen Spaziergang machen kann, doch diese -aus welchen Gründen auch immer- ungeklärten Aufgaben sind kaum noch für mich zu ertragen.
-
adlereule
- Beiträge: 17
- Registriert: Mi Feb 05, 2020 10:06 am
Re: Frage zu Fatigue
Hallo Hope,
ich komme am besten durch die Zeit, wenn ich vor und nach solchen Terminen nichts plane. Selbst wenn ich mich gut fühle, mache ich erstmal Pause und höre auf meine innere Stimme. Mein privates Umfeld weiß, dass alle Termine mit mir tagesabhängig sind, so dass ich da keinen Druck habe. Hat etwas gedauert, dass ich gelernt habe, es geht um mich und ich muss auf mich aufpassen. Funktioniert inzwischen gut. Und dann ging es bei mir auch immer wieder bergauf und so versuche ich in der Zeit bewußt zu entspannen und die kleinen Dinge zu genießen.
Liebe Grüße
adlereule
ich komme am besten durch die Zeit, wenn ich vor und nach solchen Terminen nichts plane. Selbst wenn ich mich gut fühle, mache ich erstmal Pause und höre auf meine innere Stimme. Mein privates Umfeld weiß, dass alle Termine mit mir tagesabhängig sind, so dass ich da keinen Druck habe. Hat etwas gedauert, dass ich gelernt habe, es geht um mich und ich muss auf mich aufpassen. Funktioniert inzwischen gut. Und dann ging es bei mir auch immer wieder bergauf und so versuche ich in der Zeit bewußt zu entspannen und die kleinen Dinge zu genießen.
Liebe Grüße
adlereule
adlereule
-
Plumpaquatsch
- Beiträge: 136
- Registriert: Mo Jul 13, 2020 6:45 pm
Re: Frage zu Fatigue
Hallo Hope,
ich bin froh, dass du dieses Phänomen angesprochen hast. Es geht mir in abgewandelter Form ähnlich und ich frage mich die ganze Zeit, ob sich diese neue „Wesensart“ entwickelte, weil man weniger Menschenkontakt hat. Hab das auch so noch nirgends erwähnt, schob es immer auf fehlende Kraft, Ausdauer und Müdigkeit.
Vor und nach einem Termin bin ich aufgewühlt und die Gespräche hallen im Kopf ganz lange nach, teilweise tagelang. Ich traue mich auch nicht groß planen, weil sich dann sofort eine latente Angst und Anspannung einstellt, und ich wünschte, nichts ausgemacht zu haben. Stehen in meinem Kalender in einer Woche drei Termine springe ich übertragen schon im Dreieck und bin sehr froh, wenn dann alles geschafft ist. Versuche deshalb pro Woche nur einen Arzttermin einzuplanen.
Und wie du schreibst, spontan geht dann manchmal doch was. Habe auch eine Aufschieberitis entwickelt, die ich nie hatte. Ich denke, es hängt alles mit der verminderten Belastbarkeit zusammen, nicht nur physisch, sondern auch psychisch. Hab mal gelesen, die Nebenwirkungen der Medikamente können sich auch aufs Nervenkostüm auswirken.
Liebe Grüße!
ich bin froh, dass du dieses Phänomen angesprochen hast. Es geht mir in abgewandelter Form ähnlich und ich frage mich die ganze Zeit, ob sich diese neue „Wesensart“ entwickelte, weil man weniger Menschenkontakt hat. Hab das auch so noch nirgends erwähnt, schob es immer auf fehlende Kraft, Ausdauer und Müdigkeit.
Vor und nach einem Termin bin ich aufgewühlt und die Gespräche hallen im Kopf ganz lange nach, teilweise tagelang. Ich traue mich auch nicht groß planen, weil sich dann sofort eine latente Angst und Anspannung einstellt, und ich wünschte, nichts ausgemacht zu haben. Stehen in meinem Kalender in einer Woche drei Termine springe ich übertragen schon im Dreieck und bin sehr froh, wenn dann alles geschafft ist. Versuche deshalb pro Woche nur einen Arzttermin einzuplanen.
Und wie du schreibst, spontan geht dann manchmal doch was. Habe auch eine Aufschieberitis entwickelt, die ich nie hatte. Ich denke, es hängt alles mit der verminderten Belastbarkeit zusammen, nicht nur physisch, sondern auch psychisch. Hab mal gelesen, die Nebenwirkungen der Medikamente können sich auch aufs Nervenkostüm auswirken.
Liebe Grüße!
GPA in HNO, Augen, Gelenken, Muskeln und Nieren seit 2018, 4 Jahre RTX von 2018-2022, Predni von 2018-2021. Aktuell keine GPA-Medikation.
-
Hope
- Beiträge: 842
- Registriert: Mi Jun 06, 2018 11:16 am
Re: Frage zu Fatigue
Vielen Dank euch beiden,
auch dafür, dass Ihr so schnell geantwortet habt; dies hilft schon ein wenig; z.Zt. könnte ich nur noch weinen und mich verkriechen.
In den schlimmsten Phasen der Fatigue „tut man zwar niemandem etwas“. Doch dieses völlige sich vor der Welt verschließen ist schon eine Belastung für das soziale Netz. Obwohl ich weit von meinem gesunden Ich entfernt bin, hat mich dieser Rückschritt in eine neue Phase der starken Fatigue, in der man fast nur noch eine einzige Herausforderung an das nahe oder auch weitere soziale Umfeld ist, sehr erschüttert.
Der Zustand nach Gesprächen wurde sehr gut von Dir, Plumpaquatsch, beschrieben. Zuletzt kann ich kein Wort mehr sagen, auch Tage danach nicht mehr.
Nun werde ich zu wichtigen Terminen erstmal ein freundliches „zweites Gehirn“ mitnehmen.
Wie weiter von Dir beschrieben, hatte auch ich Schwierigkeiten Termine zu planen; ich musste sie fast immer absagen, egal ob privat, im medizinischen oder sonstigen Bereich. Schließlich ging ich nur noch ab und zu zu Blutkontrollen, was in meiner freundlichen Hausarztpraxis auch ganz kurzfristig möglich ist.
Seit einiger Zeit lief alles wieder recht zufriedenstellend; alle nötigen Arzttermine und auch wenige private Termine konnte ich nicht nur planen, sondern auch einhalten,und ich versank nicht mehr in einem See der Peinlichkeit, der sehr groß war, auch wenn ich mir mental immer deutlich gemacht habe, dass dies einem tatsächlich kranken Menschen nicht unangenehm sein muss, habe ich mich letztendlich doch immer sehr unwohl gefühlt, was dann aber auch wieder die Fatigue begünstigte; denn wir wissen wahrscheinlich alle, dass leider auch Emotionen sehr viel Energie benötigen.
Ja, adlereule, so ist es, man muss gut auf sich aufpassen und in den „guten Zeiten“ die Mitmenschen gut informieren, denn in den schlechten kann man dies nicht mehr.
Vielen Dank für Eure Hilfe
Liebe Grüße
Hope
Ach ja, durch Fatigue habe ich verstanden, warum man für Schwerkranke nur bedingt Besuchszeiten einräumt, denn so schön sie sind, sie nehmen die für den Heilungsprozess benötigte Energie.
auch dafür, dass Ihr so schnell geantwortet habt; dies hilft schon ein wenig; z.Zt. könnte ich nur noch weinen und mich verkriechen.
In den schlimmsten Phasen der Fatigue „tut man zwar niemandem etwas“. Doch dieses völlige sich vor der Welt verschließen ist schon eine Belastung für das soziale Netz. Obwohl ich weit von meinem gesunden Ich entfernt bin, hat mich dieser Rückschritt in eine neue Phase der starken Fatigue, in der man fast nur noch eine einzige Herausforderung an das nahe oder auch weitere soziale Umfeld ist, sehr erschüttert.
Der Zustand nach Gesprächen wurde sehr gut von Dir, Plumpaquatsch, beschrieben. Zuletzt kann ich kein Wort mehr sagen, auch Tage danach nicht mehr.
Nun werde ich zu wichtigen Terminen erstmal ein freundliches „zweites Gehirn“ mitnehmen.
Wie weiter von Dir beschrieben, hatte auch ich Schwierigkeiten Termine zu planen; ich musste sie fast immer absagen, egal ob privat, im medizinischen oder sonstigen Bereich. Schließlich ging ich nur noch ab und zu zu Blutkontrollen, was in meiner freundlichen Hausarztpraxis auch ganz kurzfristig möglich ist.
Seit einiger Zeit lief alles wieder recht zufriedenstellend; alle nötigen Arzttermine und auch wenige private Termine konnte ich nicht nur planen, sondern auch einhalten,und ich versank nicht mehr in einem See der Peinlichkeit, der sehr groß war, auch wenn ich mir mental immer deutlich gemacht habe, dass dies einem tatsächlich kranken Menschen nicht unangenehm sein muss, habe ich mich letztendlich doch immer sehr unwohl gefühlt, was dann aber auch wieder die Fatigue begünstigte; denn wir wissen wahrscheinlich alle, dass leider auch Emotionen sehr viel Energie benötigen.
Ja, adlereule, so ist es, man muss gut auf sich aufpassen und in den „guten Zeiten“ die Mitmenschen gut informieren, denn in den schlechten kann man dies nicht mehr.
Vielen Dank für Eure Hilfe
Liebe Grüße
Hope
Ach ja, durch Fatigue habe ich verstanden, warum man für Schwerkranke nur bedingt Besuchszeiten einräumt, denn so schön sie sind, sie nehmen die für den Heilungsprozess benötigte Energie.
-
Ingeborg
- Beiträge: 4220
- Registriert: Mi Jun 06, 2018 11:33 am
Re: Frage zu Fatigue
Liebe Hope,
ich bin etwas spät dran... kann Dich sehr gut verstehen. Wollte zum Optiker, wird heute aber nichts mehr.
Bei mir hat sich das, was man fatigue nennt, über die Jahre eingeschlichen. In schlimmsten Zeiten dauerte die Morgentoilette bis zu 2 Stunden. Ich konnte z.B. mein Bett nicht mehr beziehen, ohne dass ich, damit angefangen, über Nacht mich hätte woanders schlafen legen müssen, weil nicht zu Ende gebracht. Selbst ein kleines Sofakissen zu beziehen war nicht möglich. Wenn ich Glück hatte, dann hatte ich 2 Stunden am Tag, an denen ich etwas tun konnte, mit Pausen natürlich.
Darüber waren Termine, private oder solche zum Arzt u.a., überhaupt nicht mehr planbar. Was ich morgens für den Nachmittag zusagte, konnte ich dann plötzlich nicht mehr einhalten. Was mir seit ein paar Jahren besonders auffällt, ist, dass mir das Sprechen sehr schwer fällt und auch das Zuhören anstrengend ist. Ich kann froh sein, dass ich treue Menschen kenne... Ob sie verstehen, da hab ich meine Zweifel. Man versteht m.E. nur das, von dem man wenigstens ein winziges Gegenstück in sich selbst findet.
Irgendwelche Peinlichkeiten oder Druck verspüre ich nicht. Ich sage im voraus geradeaus, dass mehr als 1 Stunde Unterhaltung nicht möglich ist. Wenn keiner aufsteht, um zu gehen, dann halt ich weiter durch.., bis ich dann doch was sagen muß, weil ich nicht mehr kann. Leider halte ich zu oft durch und aus... Was andere denken könnten, ist mir egal. Es ist halt, wie es ist.
Müdigkeit hab ich übrigens nicht. Auffallend find ich bei mir aber, dass ich einen Gedanken verfolgen will, mir jedoch signalisiert wird, ihn nicht tiefer verfolgen zu sollen. Ist einfach zu anstrengend. Dass mir ein Wort mitunter nicht gleich einfällt, steht mir, so denk ich, altersmäßig zu. Solange es mir noch einfällt, ist doch alles gut.
Nach meiner Beobachtung kennen Ärzte nur Kraft- und Antriebslosigkeit, und das als ein Wort. Fatigue hat aber weder was mir (Muskel-)Kraft, noch mit Antrieb zu tun. In der beschreibenden Studie von BB (2011) ist von energyloss und reduced energy die Rede. Genauso empfinde ich das bei mir.
Gegen diese fatigue gibt es kein Mittel. Außer, seine Kräfte nicht zu überziehen, was zu Verschlechterungen führen kann und viel Ruhezeiten einzulegen. Hachja!
Alle guten Wünsche für Dich,
Ingeborg
p.s. über die SuFu zu fatigue* -oder Friedolins 'M.Wegener....(Müdigskeitssyndrom)' von 2012- gibt es bei Bedarf noch mehr Beiträge
ich bin etwas spät dran... kann Dich sehr gut verstehen. Wollte zum Optiker, wird heute aber nichts mehr.
Bei mir hat sich das, was man fatigue nennt, über die Jahre eingeschlichen. In schlimmsten Zeiten dauerte die Morgentoilette bis zu 2 Stunden. Ich konnte z.B. mein Bett nicht mehr beziehen, ohne dass ich, damit angefangen, über Nacht mich hätte woanders schlafen legen müssen, weil nicht zu Ende gebracht. Selbst ein kleines Sofakissen zu beziehen war nicht möglich. Wenn ich Glück hatte, dann hatte ich 2 Stunden am Tag, an denen ich etwas tun konnte, mit Pausen natürlich.
Darüber waren Termine, private oder solche zum Arzt u.a., überhaupt nicht mehr planbar. Was ich morgens für den Nachmittag zusagte, konnte ich dann plötzlich nicht mehr einhalten. Was mir seit ein paar Jahren besonders auffällt, ist, dass mir das Sprechen sehr schwer fällt und auch das Zuhören anstrengend ist. Ich kann froh sein, dass ich treue Menschen kenne... Ob sie verstehen, da hab ich meine Zweifel. Man versteht m.E. nur das, von dem man wenigstens ein winziges Gegenstück in sich selbst findet.
Irgendwelche Peinlichkeiten oder Druck verspüre ich nicht. Ich sage im voraus geradeaus, dass mehr als 1 Stunde Unterhaltung nicht möglich ist. Wenn keiner aufsteht, um zu gehen, dann halt ich weiter durch.., bis ich dann doch was sagen muß, weil ich nicht mehr kann. Leider halte ich zu oft durch und aus... Was andere denken könnten, ist mir egal. Es ist halt, wie es ist.
Müdigkeit hab ich übrigens nicht. Auffallend find ich bei mir aber, dass ich einen Gedanken verfolgen will, mir jedoch signalisiert wird, ihn nicht tiefer verfolgen zu sollen. Ist einfach zu anstrengend. Dass mir ein Wort mitunter nicht gleich einfällt, steht mir, so denk ich, altersmäßig zu. Solange es mir noch einfällt, ist doch alles gut.
Nach meiner Beobachtung kennen Ärzte nur Kraft- und Antriebslosigkeit, und das als ein Wort. Fatigue hat aber weder was mir (Muskel-)Kraft, noch mit Antrieb zu tun. In der beschreibenden Studie von BB (2011) ist von energyloss und reduced energy die Rede. Genauso empfinde ich das bei mir.
Gegen diese fatigue gibt es kein Mittel. Außer, seine Kräfte nicht zu überziehen, was zu Verschlechterungen führen kann und viel Ruhezeiten einzulegen. Hachja!
Alle guten Wünsche für Dich,
Ingeborg
p.s. über die SuFu zu fatigue* -oder Friedolins 'M.Wegener....(Müdigskeitssyndrom)' von 2012- gibt es bei Bedarf noch mehr Beiträge
Man muß sich von sich selbst auch nicht alles gefallen lassen.
(Viktor Frankl, 1905-1997)
(Viktor Frankl, 1905-1997)
-
Ingeborg
- Beiträge: 4220
- Registriert: Mi Jun 06, 2018 11:33 am
Re: Frage zu Fatigue
Liebe Hope,
sorry (ist nicht mein Tag heute), bin auf Deine spezielle Frage gar nicht eingegangen.
Unerledigte Aufgaben sind auch für mich eine große Belastung. Wobei ich ein wenig großzügiger mit mir bin, wenn es sich um etwas handelt, was ich gern tun würde, was mir Spaß machen würde, dies aber ausfallen muß, weil z.B. etwas anderes vorgeht. Wie im Moment ein Wasserschaden im Keller, weswegen es Schriftkram gibt.
Oft trifft sich beides: fühl mich belastet mit dem, was zu tun ist. Bin aber auch dann belastet, wenn ich es nicht erledige. Dann mach ich es lieber, um es loszuwerden. Damit hab ich dann Ruhe vor mir
LG Ingeborg
sorry (ist nicht mein Tag heute), bin auf Deine spezielle Frage gar nicht eingegangen.
"Hope hat geschrieben: Do Okt 08, 2020 10:48 pm ...der Gedanke an unerledigte Aufgaben, Projekte oder wie Ihr es nennen wollt, unerträglich, selbst wenn es sich um angenehme Aktivitäten handelt, ist es eine kaum auszuhaltende Belastung. Dann suche ich nach Wegen, diese „Last“ schnellstens abzulegen, sage Termine, die weit in der Zukunft liegen ab, um diesem inneren Druck zu entkommen
Unerledigte Aufgaben sind auch für mich eine große Belastung. Wobei ich ein wenig großzügiger mit mir bin, wenn es sich um etwas handelt, was ich gern tun würde, was mir Spaß machen würde, dies aber ausfallen muß, weil z.B. etwas anderes vorgeht. Wie im Moment ein Wasserschaden im Keller, weswegen es Schriftkram gibt.
Oft trifft sich beides: fühl mich belastet mit dem, was zu tun ist. Bin aber auch dann belastet, wenn ich es nicht erledige. Dann mach ich es lieber, um es loszuwerden. Damit hab ich dann Ruhe vor mir
LG Ingeborg
Man muß sich von sich selbst auch nicht alles gefallen lassen.
(Viktor Frankl, 1905-1997)
(Viktor Frankl, 1905-1997)
-
Wolke
- Beiträge: 379
- Registriert: Do Jun 07, 2018 5:57 pm
Re: Frage zu Fatigue
Liebe Hope,
es tut mir sehr leid, dass du so erschöpft bist.
Auch ich habe diese scheinbar unüberwindbaren Berge vor mir wenn ich mir Sachen vornehme. Und mache mir selbst unnötigen Druck, weil ich Dinge erledigen will.
Es klappt mittlerweile zwar oft, dass ich nur ein kleines Pensum abarbeite, zufrieden bin ich damit allerdings nicht. Es ist nun mal so.
Ich bewundere nun andere Menschen für ihre Energie, die früher auch für mich selbstverständlich war. Verstehen kann das keiner, der es nicht kennt.
Ich hoffe, du bist bald weniger verzweifelt.
Liebe Grüße
Wolke
es tut mir sehr leid, dass du so erschöpft bist.
Auch ich habe diese scheinbar unüberwindbaren Berge vor mir wenn ich mir Sachen vornehme. Und mache mir selbst unnötigen Druck, weil ich Dinge erledigen will.
Es klappt mittlerweile zwar oft, dass ich nur ein kleines Pensum abarbeite, zufrieden bin ich damit allerdings nicht. Es ist nun mal so.
Ich bewundere nun andere Menschen für ihre Energie, die früher auch für mich selbstverständlich war. Verstehen kann das keiner, der es nicht kennt.
Ich hoffe, du bist bald weniger verzweifelt.
Liebe Grüße
Wolke
-
Hope
- Beiträge: 842
- Registriert: Mi Jun 06, 2018 11:16 am
Re: Frage zu Fatigue
Liebe Ingeborg, liebe Wolke,
nun endlich herzlichen Dank auch für Eure Antworten; ich habe sie noch am gleichen Tag gelesen, war aber zu k.o. mich zu melden; Ihr seht, jetzt ist es wieder etwas besser.
Vor einiger Zeit gab ich als Argument für das Weiterbestehen dieses Forums u.a. an, hier würden die Mitglieder auch seelisch aufgefangen, was sich also bewahrheitet hat; vielen Dank!
Hope
nun endlich herzlichen Dank auch für Eure Antworten; ich habe sie noch am gleichen Tag gelesen, war aber zu k.o. mich zu melden; Ihr seht, jetzt ist es wieder etwas besser.
Vor einiger Zeit gab ich als Argument für das Weiterbestehen dieses Forums u.a. an, hier würden die Mitglieder auch seelisch aufgefangen, was sich also bewahrheitet hat; vielen Dank!
Hope
-
Ralle13
- Beiträge: 56
- Registriert: Mi Jul 25, 2018 7:41 am
Re: Frage zu Fatigue
Moin Hope,
so etwas kenne ich natürlich auch sehr gut, habe aber auch Methoden etwas dagegen zu unternehmen.
Den Termindruck der (fast) zu Depressionen führt und einen lähmt, oder auch körperliche Schwäche die daran hindert etwas zu tun...
Gegen die Fatigue hat mir sehr das Buch Wege aus der Erschöpfung geholfen aus dem Verlag Huber, Bern.
Ansonsten hilft mir auch viel zu Meditieren, Veit Lindau ist da ein guter Tipp auf der Tube gibt es sehr gute Videos von ihm auch ohne das Portemonnaie zücken zu müssen.
so etwas kenne ich natürlich auch sehr gut, habe aber auch Methoden etwas dagegen zu unternehmen.
Den Termindruck der (fast) zu Depressionen führt und einen lähmt, oder auch körperliche Schwäche die daran hindert etwas zu tun...
Gegen die Fatigue hat mir sehr das Buch Wege aus der Erschöpfung geholfen aus dem Verlag Huber, Bern.
Ansonsten hilft mir auch viel zu Meditieren, Veit Lindau ist da ein guter Tipp auf der Tube gibt es sehr gute Videos von ihm auch ohne das Portemonnaie zücken zu müssen.