Fahrkostenübernahme Rituximabinfusion durch DAK?
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Fraenkel (Archiv)
- Beiträge: 46
- Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am
Fahrkostenübernahme Rituximabinfusion durch DAK?
Hallo,
auch wenn ich nicht den Wegener habe, ist die Fragestellung genau dieselbe. Das Schleimhautpemphigoid ist ja auch eine Autoimminkrankheit.
Ich muss wegen der Seltenheit der Krankheit zur Rituximab-Infusionstherapie ins UKSH nach Kiel.
Die Schwestern und Ärzte vor Ort waren sich alle sicher, dass die Krankenkasse die Kosten übernimmt und haben mir dazu auch entsprechende Schreiben ausgestellt. Ich muss allerdings dazu sagen, dass ich meine Infusionen in der Chemo-Ambulanz der Dermatologie bekomme, da die Krankheit eine dermatologische Krankheit ist.
Nun bekomme ich heute Post, die DAK lehnt sämtliche Zahlungen kategorisch ab. Wie schlimm die Krankheit ist, spielt da gar keine Rolle, sie zahlen das z.B. bei Chemotherapien bei Krebs.
Die Ärztin wird nun ein weiteres Schreiben aufsetzen.Ich vermute jedoch, dies wird wieder abgelehnt. Es gibt nur schwarz oder weiss, Ermessungsspielraum kennen die nicht.
Habt Ihr ähnliche Erfahrungen mit der DAK gemacht und wie ist es bei anderen Krankenkassen? Oder habt Ihr das von der DAK ersetzt bekommen? Bei mir ist die einfache Fahrt 153 km, also da kommen einige Kosten zusammen.
auch wenn ich nicht den Wegener habe, ist die Fragestellung genau dieselbe. Das Schleimhautpemphigoid ist ja auch eine Autoimminkrankheit.
Ich muss wegen der Seltenheit der Krankheit zur Rituximab-Infusionstherapie ins UKSH nach Kiel.
Die Schwestern und Ärzte vor Ort waren sich alle sicher, dass die Krankenkasse die Kosten übernimmt und haben mir dazu auch entsprechende Schreiben ausgestellt. Ich muss allerdings dazu sagen, dass ich meine Infusionen in der Chemo-Ambulanz der Dermatologie bekomme, da die Krankheit eine dermatologische Krankheit ist.
Nun bekomme ich heute Post, die DAK lehnt sämtliche Zahlungen kategorisch ab. Wie schlimm die Krankheit ist, spielt da gar keine Rolle, sie zahlen das z.B. bei Chemotherapien bei Krebs.
Die Ärztin wird nun ein weiteres Schreiben aufsetzen.Ich vermute jedoch, dies wird wieder abgelehnt. Es gibt nur schwarz oder weiss, Ermessungsspielraum kennen die nicht.
Habt Ihr ähnliche Erfahrungen mit der DAK gemacht und wie ist es bei anderen Krankenkassen? Oder habt Ihr das von der DAK ersetzt bekommen? Bei mir ist die einfache Fahrt 153 km, also da kommen einige Kosten zusammen.
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Ingeborg
- Beiträge: 4220
- Registriert: Mi Jun 06, 2018 11:33 am
Re: Fahrkostenübernahme Rituximabinfusion durch DAK?
Hallo Fraenkel,
was die KK übernehmen müssen oder nicht, bestimmt der Gemeinsame Bundesausschuss (g-ba). Von ihm gibt es eine Krankentransportrichtlinie. Danach gibt es Ausnahmen für Fahrten zu ambulanten Behandlungen bei onkologischer Behandlung oder wegen Dialyse, die über eine gewisse Zeit wiederholt werden... Der Katalog ist aber nicht erschöpfend, läßt entsprechend Platz für ähnliche bzw. gleichartige Behandlungen.
s. https://www.g-ba.de/informationen/richtlinien/25
Vielleicht können Deine Ärzte bescheinigen, dass diese Behandlung aus xy Grund mit Deiner Behandlung vergleichbar ist, ebenso mit den Abständen und der regelmäßigen Wiederholung.
Viel Glück und Erfolg.
Ingeborg
was die KK übernehmen müssen oder nicht, bestimmt der Gemeinsame Bundesausschuss (g-ba). Von ihm gibt es eine Krankentransportrichtlinie. Danach gibt es Ausnahmen für Fahrten zu ambulanten Behandlungen bei onkologischer Behandlung oder wegen Dialyse, die über eine gewisse Zeit wiederholt werden... Der Katalog ist aber nicht erschöpfend, läßt entsprechend Platz für ähnliche bzw. gleichartige Behandlungen.
s. https://www.g-ba.de/informationen/richtlinien/25
Vielleicht können Deine Ärzte bescheinigen, dass diese Behandlung aus xy Grund mit Deiner Behandlung vergleichbar ist, ebenso mit den Abständen und der regelmäßigen Wiederholung.
Viel Glück und Erfolg.
Ingeborg
Man muß sich von sich selbst auch nicht alles gefallen lassen.
(Viktor Frankl, 1905-1997)
(Viktor Frankl, 1905-1997)
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bernddmc (Archiv)
- Beiträge: 159
- Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am
Re: Fahrkostenübernahme Rituximabinfusion durch DAK?
Hallo Fränkel,
als ich letzes Jahr aus der UNI (nach 4 Wochen) entlassen wurde, bekam ich die Taxifahrt und 3 Wochen danach (ausnahmsweise) die Taxi-Kosten von der KK bezahlt. Normalerweise wird das nur max. 2 Wochen nach dem Krankenhausaufenthalt übernommen. Hatte zu diesem Zeitpunkt eine sehr gute Sachbearbeiterin bei der KK. Sie hat alles so geschrieben, das Ihr Chef diese Taxikosten genehmigte.
Jetzt fahre ich überall selbst oder mit den öffentlichen Verkehrsmittel (alles auf eigene Zeit und Kosten).
Drücke Dir die Daumen, das du da einen guten Weg mit der KK findest.
Ich selbst habe keine Lust mehr mich mit solchen Sachen zu beschäftigen und versuche das Leben etwas mehr zu geniessen.
LG Bernd
als ich letzes Jahr aus der UNI (nach 4 Wochen) entlassen wurde, bekam ich die Taxifahrt und 3 Wochen danach (ausnahmsweise) die Taxi-Kosten von der KK bezahlt. Normalerweise wird das nur max. 2 Wochen nach dem Krankenhausaufenthalt übernommen. Hatte zu diesem Zeitpunkt eine sehr gute Sachbearbeiterin bei der KK. Sie hat alles so geschrieben, das Ihr Chef diese Taxikosten genehmigte.
Jetzt fahre ich überall selbst oder mit den öffentlichen Verkehrsmittel (alles auf eigene Zeit und Kosten).
Drücke Dir die Daumen, das du da einen guten Weg mit der KK findest.
Ich selbst habe keine Lust mehr mich mit solchen Sachen zu beschäftigen und versuche das Leben etwas mehr zu geniessen.
LG Bernd
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Hartmut (Archiv)
- Beiträge: 1674
- Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am
Re: Fahrkostenübernahme Rituximabinfusion durch DAK?
Hallo Fraenkel
vielleicht zahlt die KK die Fahrtkosten wenn du die Infusion Stationär machen lässt.
LG.HARTMUT
vielleicht zahlt die KK die Fahrtkosten wenn du die Infusion Stationär machen lässt.
LG.HARTMUT
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slenny (Archiv)
- Beiträge: 436
- Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am
Re: Fahrkostenübernahme Rituximabinfusion durch DAK?
Halo Fraenkel, kannst du nicht eine Praxis finden, die die Infusionen machen kann und näher an deinem Wohnort liegt? Dann wäre der Aufwand sowohl zeitlich als auch finanziell nicht so gewaltig und die KK wäre eher bereit, die Kosten zu akzeptieren. Meines Wissens ist der Eigenanteil bei verorneten Krankenfahrten 10EUR.
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Fraenkel (Archiv)
- Beiträge: 46
- Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am
Re: Fahrkostenübernahme Rituximabinfusion durch DAK?
Schonmal vielen Dank für die raschen Antworten.
@Bernd: Du hast nicht unrecht. Was soll man sich darüber zu viel streiten. Ich habe inzwischen ca. 120 Arztbesuche gehabt und mich nie damit beschäftigt.
Wenn nun jedoch neben mir alle Patienten ( die haben jedoch fast alle schwarzen Hautkrebs, denke ich) die Fahrten zur Infusionstherapie ersetzt bekommen, wollte ich auch gerne mal fragen. Und die Antwort der DAK finde ich unbefriedigend. Man kommt sich nur wie eine Nummer vor, die nach Paragraphen Geld bekommt oder nicht. Eine individuelle,persönliche Einschätzung erfolgt nicht.
@slenny
Ja der Gedanke ist nich abwegig, z B. im Krankenhaus in Rotenburg wird Rituximab auch zuhauf gegeben. Und die Infusion würde sicher auch bei mir klappen
.
Aber bei meiner extrem seltenen Krankheit möchte ich meine individuellen Bedürfnisse doch gerne mit den Spezialisten nebenbei erötern. Und wenn ich dort sonst in Behandlung bin, ist das auch sinnvoll,denke ich.
Der Aufwand ist zwar riesig, weil mich mein 82jähriger Vater auch noch fahren muss. Und es geht durch den Elbtunnel, da weiss jeder, was passieren kann.
Im Krankenhaus ROW hatte mir der HNO auch klar gesagt, dass diese Krankheit ganz klar in eine Uniklinik gehört. Das Schleimhautpemphigoid hat nur 2 Neuerkrankungen pro Jahr pro 1 Million Einwohner.
@Bernd: Du hast nicht unrecht. Was soll man sich darüber zu viel streiten. Ich habe inzwischen ca. 120 Arztbesuche gehabt und mich nie damit beschäftigt.
Wenn nun jedoch neben mir alle Patienten ( die haben jedoch fast alle schwarzen Hautkrebs, denke ich) die Fahrten zur Infusionstherapie ersetzt bekommen, wollte ich auch gerne mal fragen. Und die Antwort der DAK finde ich unbefriedigend. Man kommt sich nur wie eine Nummer vor, die nach Paragraphen Geld bekommt oder nicht. Eine individuelle,persönliche Einschätzung erfolgt nicht.
@slenny
Ja der Gedanke ist nich abwegig, z B. im Krankenhaus in Rotenburg wird Rituximab auch zuhauf gegeben. Und die Infusion würde sicher auch bei mir klappen
Aber bei meiner extrem seltenen Krankheit möchte ich meine individuellen Bedürfnisse doch gerne mit den Spezialisten nebenbei erötern. Und wenn ich dort sonst in Behandlung bin, ist das auch sinnvoll,denke ich.
Der Aufwand ist zwar riesig, weil mich mein 82jähriger Vater auch noch fahren muss. Und es geht durch den Elbtunnel, da weiss jeder, was passieren kann.
Im Krankenhaus ROW hatte mir der HNO auch klar gesagt, dass diese Krankheit ganz klar in eine Uniklinik gehört. Das Schleimhautpemphigoid hat nur 2 Neuerkrankungen pro Jahr pro 1 Million Einwohner.
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slenny (Archiv)
- Beiträge: 436
- Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am
Re: Fahrkostenübernahme Rituximabinfusion durch DAK?
Hallo Fraenkel, ich wohne in Kiel und kenne daher die Verkehrssituation gut. Ich rate dir über die A1 bis Bargteheide und auf der A21 bzw B404 nach Kiel zu fahren. Etwas weiter aber entspannter. Ich kann verstehen, dass du zu Spezialisten möchtest. Das hatte ich nicht bedacht. Vielleicht kann ein Widerspruch durch den Sozialverband VdK helfen. Versuchen würde ich es. Schön, dass dein Vater dich unterstützt. Alles Gute heute.
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kalle (Archiv)
- Beiträge: 211
- Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am
Re: Fahrkostenübernahme Rituximabinfusion durch DAK?
die AOK macht da gar keine Probleme, ich bekomme die 180 Km Fahrt bezahlt.
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Ingeborg
- Beiträge: 4220
- Registriert: Mi Jun 06, 2018 11:33 am
Re: Fahrkostenübernahme Rituximabinfusion durch DAK?
Hi Fraenkel,
bei Fahrten zu stationärem Aufenthalt ist die Übernahme der Fahrtkosten (meist) kein Problem. Für Fahrten zu ambulanten Behandlungen zeigt die Krankentransport-Richtlinie Ausnahmen auf, an die sich die KK zu halten haben (anders bei Leitlinien). In der Dermatologie werden wahrscheinlich onkologische Behandlungen zu bestimmten Terminen über eine gewisse Zeit durchgeführt und deshalb die Fahrtkosten ersetzt. Die Fahrtkostenübernahme hierfür ist in der Anlage 2 der Richtlinie enthalten. Schau Dir mal die Ausnahme bei ambulanter Behandlung in § 8 sowie auch § 7 Abs.2 b) u. c) an, mit der Dein Arzt, wie schon gesagt, evtl. die Ausnahme begründen kann. Es ist also wohl zunächst mal nicht böser Wille oder Sturheit der KK.
LG Ingeborg
bei Fahrten zu stationärem Aufenthalt ist die Übernahme der Fahrtkosten (meist) kein Problem. Für Fahrten zu ambulanten Behandlungen zeigt die Krankentransport-Richtlinie Ausnahmen auf, an die sich die KK zu halten haben (anders bei Leitlinien). In der Dermatologie werden wahrscheinlich onkologische Behandlungen zu bestimmten Terminen über eine gewisse Zeit durchgeführt und deshalb die Fahrtkosten ersetzt. Die Fahrtkostenübernahme hierfür ist in der Anlage 2 der Richtlinie enthalten. Schau Dir mal die Ausnahme bei ambulanter Behandlung in § 8 sowie auch § 7 Abs.2 b) u. c) an, mit der Dein Arzt, wie schon gesagt, evtl. die Ausnahme begründen kann. Es ist also wohl zunächst mal nicht böser Wille oder Sturheit der KK.
LG Ingeborg
Man muß sich von sich selbst auch nicht alles gefallen lassen.
(Viktor Frankl, 1905-1997)
(Viktor Frankl, 1905-1997)