Home - 23.09.2010 - Stroke-Unit reloaded: Integration -innovativer Therapiekonzepte in die flächendeckende -Versorgung akuter Schlaganfallpatienten?
Stroke-Unit reloaded: Integration -innovativer Therapiekonzepte in die flächendeckende -Versorgung akuter Schlaganfallpatienten?
Donnerstag, 23. September 2010, 17:15 - 17:30
Zirkulierende Endothelzellen als potentielle diagnostische Marker der primären zerebralen Vaskulitis
M. Deb, S. Gerdes, M. Heeren, J. Lambrecht, H. Worthmann, A. Goldbecker, A. Tryc, K. Weissenborn, M. Haubitz (Hannover)
Hintergrund: Die Diagnostik der primären zerebralen Vaskulitis ist sehr schwierig. Von systemischen ANCA-assoziierten Vaskulitiden ist bekannt, dass die Anzahl zirkulierender Endothelzellen (CEC) im Blut mit der Aktivität der Erkrankung korreliert. Unsere Hypothese ist daher, dass die CEC-Bestimmung wertvoll für die Diagnostik der primären ZNS-Vaskulitis ist.
Methoden: 19 Patienten im Alter von 30-84 Jahren (Median: 46 Jahre, 13 Männer) mit klinisch und angiographisch hochgradigem Verdacht auf eine primäre ZNS-Vaskulitis wurden in die Studie eingeschlossen. Bei elf dieser Patienten wurde eine Hirnbiopsie durchgeführt. Als Kontrollen dienten 16 gesunde Personen (Median: 51 Jahre, 8 Männer), 74 Personen mit cerebrovaskulären Risikofaktoren (Median: 56,5 Jahre, 41 Männer) sowie 49 Patienten mit einem ischämischen Schlaganfall (kardioembolisch: n=16, Median: 78,5 Jahre, 4 Männer; lakunär: n=15, Median: 71 Jahre, 10 Männer; atherothrombotisch: n=18, Median: 68 Jahre, 10 Männer). CEC’s wurden aus peripherem venösem Blut mittels immunmagnetischer Isolierung bestimmt. Patienten mit Infektionen, Tumorleiden, vorheriger Transplantation, thrombotischer Mikroangiopathie sowie systemischen Vaskulitiden wurden aus der Studie ausgeschlossen.
Ergebnisse: Bei drei von elf biopsierten Patienten wurde histologisch eine Vaskulitis nachgewiesen. Alle drei hatten mehr als 400 zirkulierende Endothelzellen/ml. Von den verbleibenden 16 Patienten wurden drei bereits immunsuppressiv behandelt und wiesen niedrigere CEC-Zahlen im Bereich von 0-52 Zellen/ml auf. Die übrigen 13 Patienten mit klinischem und angiographischem Verdacht auf eine ZNS-Vaskulitis zeigten im Median eine CEC-Zahl von 344 Zellen/ml (132 - >400). Im Vergleich dazu waren die Werte der Gesunden, der Patienten mit cerebrovaskulären Risikofaktoren oder ischämischen Schlaganfall signifikant niedriger (Gesunde: 8 CEC/ml; Patienten mit Risikofaktoren: 10,5 Zellen/ml; Infarktpatienten: kardioembolisch: 46 CEC/ml; lakunär: 68 CEC/ml; atherothrombotisch: 32 CEC/ml; p<0,05).
Schlussfolgerung: Bisher ist eine definitive Diagnose einer primären ZNS-Vaskulitis lediglich durch eine Hirnbiopsie möglich. In dieser Studie zeigen wir erstmals einen potentiellen Biomarker, der die Diagnose einer primären ZNS-Vaskulitis unterstützen kann, insbesondere bei Biopsie-negativen Verläufen. Dies ist ein wichtiger Fortschritt in der Diagnosestellung der primären ZNS-Vaskulitis und bedarf daher weiterer Untersuchungen.
Zirkuliernde Endothelzellen
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buban (Archiv)
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S. (Archiv)
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Re: Zirkuliernde Endothelzellen
Ist ja spannend. Was ist seit 2010 mit diesem Vorschlag passiert? Keine Folgefinanzierung der Forschung?
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SiMONE00 (Archiv)
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Re: Zirkuliernde Endothelzellen
Hallo Buban
super interessanter Beitrag vor allem da ich eine bioptisch gesicherte ZNS Vaskulitis habe.
Auf dich ist halt Verlass.
Ich habe leider nicht die Zeit. Haushalt, Kinder und Arbeit ist manchmal nicht ohne.
Aber ich will mich nicht beschweren. Mir geht es z. Zt. supi.
S. ich denke so viel Forschung werden die bei dieser seltenen Vaskulitis nicht machen, da fehlt sicherlich auch das Geld.
Selber mein Doc hatte nicht detaillierte Behandlungskriterien für mich und behandelt mich seitdem wie MW.
Frage mich nicht nach was für ein Forschungsergebnis er ausgegangen ist.
Aber bisher scheint es zu wirken und das AZA muss wohl helfen.
LG
super interessanter Beitrag vor allem da ich eine bioptisch gesicherte ZNS Vaskulitis habe.
Auf dich ist halt Verlass.
Ich habe leider nicht die Zeit. Haushalt, Kinder und Arbeit ist manchmal nicht ohne.
Aber ich will mich nicht beschweren. Mir geht es z. Zt. supi.
S. ich denke so viel Forschung werden die bei dieser seltenen Vaskulitis nicht machen, da fehlt sicherlich auch das Geld.
Selber mein Doc hatte nicht detaillierte Behandlungskriterien für mich und behandelt mich seitdem wie MW.
Frage mich nicht nach was für ein Forschungsergebnis er ausgegangen ist.
Aber bisher scheint es zu wirken und das AZA muss wohl helfen.
LG
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buban (Archiv)
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Re: Zirkuliernde Endothelzellen
Warum die Behandlung wie MW Simone wenn im Serum keine Anca nachweißbar sind? Bei nicht anca asozierten Systemvaskulitiden ist Cellecept meiner Meinung nach wirkungsvoller als Aza.