Freunde pflegen ja, selbst gepflegt werden, Nein?

Forumsbeiträge, die vor dem 06.06.2018 erstellt wurden
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S. (Archiv)
Beiträge: 2490
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Freunde pflegen ja, selbst gepflegt werden, Nein?

Beitrag von S. (Archiv) »

Familiäre Beziehungen sind immer öfter nur noch oberflächlich, nicht zuletzt durch die Notwendigkeit, einen weit entfernt von der Verwandtschaft angesiedelten Job anzunehmen und auch immer öfter zu wechseln. Manch einer legt im Laufe seines Arbeitslebens eine Tour durch die Bundesrepublik oder sogar das Ausland zurück. Familiären Beziehungen ist das nicht förderlich.

So werden immer mehr Freundschaften als die eigentliche Familie angesehen. Aber wie siehen diese Beziehungen im Pflegefall aus?

Würdet Ihr selbst Freunde pflegen?

Würdet Ihr Euch von Freunden pflegen lassen?



Was denkt Ihr?



Dazu auch die Sendung des Dradio:

http://dradiowissen.de/beitrag/freunde-ersatzfamilie-mit-einschr%C3%A4nkungen
kletterrose (Archiv)
Beiträge: 322
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Re: Freunde pflegen ja, selbst gepflegt werden, Nein?

Beitrag von kletterrose (Archiv) »

Freundschaften muss man pflegen , aber ich würde Freunde nicht körperlich pflegen wollen und selbst auch so nicht gepflegt werden.

Kleine Handreichungen oder Wege erledigen , das geht in Ordnung, auch zuhören und einfach nur da sein ist möglich . Aber für mehr wäre ich nicht bereit.



Da denkt bestimmt jeder anders .



LG
S. (Archiv)
Beiträge: 2490
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Re: Freunde pflegen ja, selbst gepflegt werden, Nein?

Beitrag von S. (Archiv) »

Ist es einfacher, sich von Fremden pflegen zu lassen?
Omega (Archiv)
Beiträge: 222
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Re: Freunde pflegen ja, selbst gepflegt werden, Nein?

Beitrag von Omega (Archiv) »

ja, es mischt sich gefühlsmäßig nicht so viel Vergangenheit ein. Das heißt vielleicht können wir mit Fremden klarer und unbelasteter umgehen, haben keine Schuldgefühle...
Meerschwester (Archiv)
Beiträge: 744
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Re: Freunde pflegen ja, selbst gepflegt werden, Nein?

Beitrag von Meerschwester (Archiv) »

Ich habe schon mal eine Freundin gepflegt. Das war eine gute und unglaublich intensive Zeit. Das würde ich jederzeit wieder tun (wenn ich könnte).

Selbst muss ich mir auch in vielem von Freunden helfen lassen. dabei habe ich gemerkt, je klarer ich meine Bedürfnisse formuliere, desto einfacher ist es für alle.

Eine pauschale Antwort gibt es sicher nicht, aber es ist eine sehr gute Frage und lohnt sich, darüber nachzudenken.

Liebe Grüße

Meerschwester
Maxima (Archiv)
Beiträge: 224
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Re: Freunde pflegen ja, selbst gepflegt werden, Nein?

Beitrag von Maxima (Archiv) »

Das stelle ich mir für mich schlimm vor mal auf die Pflege von anderen angewiesen zu sein. Und doch werden wir nicht gefragt wenn es dann sein muß. Im Moment fühle ich mich noch weit weg davon.Unter Pflege verstehe ich körperliche Pflege wie waschen und ähnliches, das könnte ich nicht gut geben und auch nicht gut annehmen. Einfache Dinge wie Erledigungen oder mal ein paar Handgriffe im Haushalt oder ein bischen Gesellschaft haben oder geben wäre kein Problem.



LB Gruß

Maxima
tapa (Archiv)
Beiträge: 360
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Re: Freunde pflegen ja, selbst gepflegt werden, Nein?

Beitrag von tapa (Archiv) »

Die körperliche Pflege würde ich lieber einer professionellen Pflegekraft überlassen. Hilfe von Freunden würde ich annehmen, aber vielleicht eher so kleine Besorgungen oder einen mal fahren oder im Haushalt helfen. Wichtiger wären mir Freunde als Gesellschaft, denn ein großes Problem bei Pflegebedürftigkeit ist ja meist auch, dass man kaum mehr mobil ist und nicht raus kommt.
S. (Archiv)
Beiträge: 2490
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Re: Freunde pflegen ja, selbst gepflegt werden, Nein?

Beitrag von S. (Archiv) »

Auf der einen Seite sind uns Freunde wichtig und stehen uns manchmal sogar näher als die eigene Familie. Auf der anderen Seite können wir uns oft nicht vorstellen, jemanden doch ziemlich Vertrauten so nahe an uns heranzulassen, wie es eine Pflege erfordern würde. Dabei könnte das eine Vertiefung der Freundschaft bedeuten. Oder nicht? Warum finden wir schon die Idee an Pflege durch einen Freund oder Freundin so schwierig?

Wie gehst Du damit um, Meerschwester? War und ist das für Dich einfach?
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