Sehr hohe AMA-Werte

Forumsbeiträge, die vor dem 06.06.2018 erstellt wurden
Ferranova (Archiv)
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Re: Sehr hohe AMA-Werte

Beitrag von Ferranova (Archiv) »

....ich weiss ja nicht wo Du wohnst, aber als Klinik kann ich Dir auf jeden Fall die MHH in Hannover empfehlen.

lG,

Ferrad
Ingeborg
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Re: Sehr hohe AMA-Werte

Beitrag von Ingeborg »

Hi Ferrad, ich glaube nicht, dass es für Stuemmelken hilfreich ist, sich mit einer Primär biliären Zirrhose in alles Facetten und von allen Seiten zu beschäftigen, während es viele andere Möglichkeiten gibt, die erst abzuklären sind. Was wurde bei mir schon alles an Blutwerten gesichtet, die dann einfach nicht noch mal auftauchten... oder nur anzeigten, dass das Immunsystem gut zu tun hat.

Gruß, Ingeborg
Man muß sich von sich selbst auch nicht alles gefallen lassen.
(Viktor Frankl, 1905-1997)
Ferranova (Archiv)
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Re: Sehr hohe AMA-Werte

Beitrag von Ferranova (Archiv) »

Hi Ingeborg,

Ich glaube schon, denn dieser spezielle AMA Wert mit einem Titer > 1: 80

( Ama M2, AMA MND ) ist wegweisend für diese Erkrankung.

Zusätzlich können noch das IgM und die Leberwerte AP und GGT erhöht sein.

Und das gehört auf jeden Fall abgeklärt!

Und ich muss Dich leider korrigieren, es ist nicht immer so, dass Erkrankungen unklar sind und eine Vielzahl von Laborparameter bestimmt werden muss und immer noch keine Aussagekraft da ist.

Es gibt durchaus Krankheiten, wo ein einzelner Wert den Ausschlag geben kann.

Und wenn ich es richtig verstanden habe hat seine Ärztin auch schon diese Erkrankung erwähnt.

lG,

Ferrad
Ferranova (Archiv)
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Re: Sehr hohe AMA-Werte

Beitrag von Ferranova (Archiv) »

Hi Ingeborg,

Du hast sicher Recht wenn Du meinst, dass Panikmache nicht richtig ist.

Das war auch nicht meine Absicht und wenn das so ist, dann entschuldige ich mich.

Bagatellisierung aber auch nicht.

lG,

Ferrad
Ingeborg
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Re: Sehr hohe AMA-Werte

Beitrag von Ingeborg »

genau, Ferrad, das hab ich gemeint -es könnte sich beim Lesen zu sehr einprägen und die Angst verstärken. Lt. St.´s Ärztin gibt es mehrere Möglichkeiten. Auch Nicht-Bagatellisieren ist sicher richtig, aber doch erst, wenn etwas feststeht.

Denke (in meinem laienhaften Kopf) aber eben auch, dass ein einziger Wert zwar "den Ausschlag geben" kann, aber nicht alles erfaßt. Es wird ja auch nicht ein Blutwert behandelt, sondern der Mensch, den es aufgrund von Symptomen zum Arzt treibt.

Gruß, Ingeborg
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(Viktor Frankl, 1905-1997)
dsabine (Archiv)
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Re: Sehr hohe AMA-Werte

Beitrag von dsabine (Archiv) »

Es gibt da unterschiedliche Meinungen und keinen festen Standard, ob und wie die Höhe der Titerstufe etwas über eine Kranheitsaktivität aussagt. Diese riesigen Zahlen 1:2562 usw. sagen ja nur aus, dass die Bluprobe im Verhältnis 1:2562 verdünnt wurde. Die nächste Stufe wäre dann 1:5124. Es sind keine "hohen" Werte wie bei anderen Blutbestimmungen.

Das Verfahren ist sehr zeitintensiv ist und die einzelnen Schritte werden von Einzelpersonen interpretiert Manche Labore machen es aufwändiger als andere. Insgesamt kein Laborwert, der alleine gesehen DIE Aussage machen kann.



Sicherlich wird man (oder hat schon) Leberwerte bestimmen. Die sagen viel eindeutiger etwas über eine Krankheitsaktivität aus.

Ich hatte ohne es zu wissen wirklich sehr hohe Leberwerte als bei mir in einer Routineuntersuchung vor 14 Jahren die Autoimmunhepatitis gefunden wurde. Nach einem Jahr war alles wieder nromal.



Und wie auch schon andere erwähnt haben, die Leber kann sich gut erholen, wenn man sie behandelt. Die Leber ist ein großes, gleichförmiges Organ, d.h. die Zellen sind oben und unten und in der Mitte fast gleich, deshalb kann man irgendwo ein oder zwei klitzekleine Biopsien machen und weiß dann, was Sache ist.



Leberbiopsie ist problemlos, kannst Du ambulant machen, tut nicht weh, man muss danach nur eine Weile still liegen mit kleinen Sandsäckchen auf der Leber.



Es gibt auch eine Alternative zur Biopsie, den Fibroscan, das ist absolut risikofrei und weil keine Nadel, auch total schmerzfrei (aber die Einstichstelle bei einer Biopsie wird ja betäupt. so dass man den Nadelstich eh nicht spürt), so ähnlich wie ein Ultraschall. Ich war damals an einer Uniklinik zur Behandlung und dort hatte man netterweise zu meiner dritten Kontrolluntersuchung einen Fibroscan angeschafft.



Und die Untersuchung der Gallengänge, falls notwendig, ist total simpel. Dazu musst Du einen Becher harmloses Kontrasmittel trinken. Wenn Du Glück hast, ist es einfach nur schwarzer Johannisbeersaft, wenn Du Pech hast so ein neues Zeug, das wie aufgelöster Klebstoff (so fand ich es) schmeckt. Aber total ungefährlich. Danach wartet man 20 Min und du kommst in die Röhre für eine kurze Aufnahme.



Mach Dir nicht zuviel Stress. Das wird wieder.
Ferranova (Archiv)
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Re: Sehr hohe AMA-Werte

Beitrag von Ferranova (Archiv) »

Hallo dsabine,

hattest Du damals schon Symptome wie Müdigkeit und Juckreiz?

Liebe Grüße,

Ferrad

P.s. wirst Du mit UDCA behandelt?
dsabine (Archiv)
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Re: Sehr hohe AMA-Werte

Beitrag von dsabine (Archiv) »

Müdigkeit ja, Juckreiz nein. Ich hatte eine Autoimmunhepatitis, keine Cholangitis oder PBC. Damals habe ich mich zwar in der Uniklinik kontrollieren lassen (2 x im Jahr), aber mein Hausarzt (Facharzt für Naturheilkunde) hat mich behandelt, hauptsächlich mit Silymarin (hat u.a. bei Fettleber gute Ergebnisse und Studienbelege), einer fettarmen, leberschonenden Ernährung, viel Ruhe und absolut keinen Alkohol. Ich habe seitdem auch nie wieder Alkohol getrunken. Die Leberwerte waren nach einem Jahr wieder ok. werden aber seitdem alle 2-3 Monate konztrolliert.
Stuemmelken (Archiv)
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Re: Sehr hohe AMA-Werte

Beitrag von Stuemmelken (Archiv) »

Hallo ihr Lieben,



meine Leberwerte sind schon ein paar Jahre nicht in Ordnung.

Gamma Gt und Alkalische Phosphatase. Die anderen sind i.O. Die Werte haben sich von 300 (bei beiden) auf ca. 150 verbessert. Letztes Jahr war der AMA M3 Wert festgestellt worden. (193) glaube ich?!

Ich war letztes Jahr 3 Wochen im Krankenhaus, weil man bei mir nach einem Fokus gesucht hat, weil der CRP immer so bei 30 war.

Man hat auch im CT, im PET-CT und bei zahlreichen Sonos nichts weiter gefunden.

Ich muss morgen zur Blutentnahme (heute konnte ich nicht, hab kein Auge zu gemacht, nur geheult und bin total fertig). Dann wollen sie die Unterwerte des AMA bestimmen.

Habe gestern noch etwas länger mit meiner Ärztin telefoniert. Sie meinte wir müssen erst jetzt die Werte abwarten, aber es spricht schon dafür, dass die leber betroffen ist.

Man könne die Kranheit heute gut behandeln. Sie hätte einige Patientinnen in ihrer Praxis, die schon Jahrzehnte gut damit leben.

Sie meinte auch, man könnt mit Imurek und Kortison das ganz platt hauen, aber da es ja einige jahre genommen werden muss, wären die Nebenwirkungen viel zu hoch und mit einer genauen Diagnose könne man gezielter vorgehen.



Danke für eure Hilfe, ihr seid total lieb.

Ich bin einfach ein Angsthase und habe Angst, dass ich bald sterben muss.

LG Stuemmelken
Hartmut (Archiv)
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Re: Sehr hohe AMA-Werte

Beitrag von Hartmut (Archiv) »

Hallo Stuemmelken



es ist doch garnicht gesagt das Du überhaupt Nebenwirkungen bekommst , ich nehme Azathioprin (Imurek) schon seit 10 Jahren

und von Nebenwirkungen keine Spur , mach dich nicht verrückt.



LG. Hartmut
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