BSG deutlich erhöht
-
Stuemmelken (Archiv)
- Beiträge: 124
- Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am
BSG deutlich erhöht
Hallo ihr Lieben,
auch auf die Gefahr hin, dass ich eich auf den Geist gehe, aber ich habe schon wieder eine Frage.
Ich habe heute schon ein paar Blutergebnisse bekommen. U.a. die Blutsenkung.
Sie ist wie immer deutlich erhöht. Auch mein CRP liegt wieder so um die 35.
Kennt das jemand? Ich habe das bereits seit fast 2 jahren. Aber es wird keine Entzündung oder ein Infekt oder sonstwas gefunden.
Dauernd doktern sie an mir herum und es wird soweit nicht gefunden.
Ich habe keinen Schub. und trotzdem ist dieser Wert immer erhöht.
Über eine Antwort freut sich sehr
Stuemmelken
auch auf die Gefahr hin, dass ich eich auf den Geist gehe, aber ich habe schon wieder eine Frage.
Ich habe heute schon ein paar Blutergebnisse bekommen. U.a. die Blutsenkung.
Sie ist wie immer deutlich erhöht. Auch mein CRP liegt wieder so um die 35.
Kennt das jemand? Ich habe das bereits seit fast 2 jahren. Aber es wird keine Entzündung oder ein Infekt oder sonstwas gefunden.
Dauernd doktern sie an mir herum und es wird soweit nicht gefunden.
Ich habe keinen Schub. und trotzdem ist dieser Wert immer erhöht.
Über eine Antwort freut sich sehr
Stuemmelken
-
Dana_HH (Archiv)
- Beiträge: 60
- Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am
Re: BSG deutlich erhöht
Sind deine Zähne schon untersucht worden? Einer Bekannten von mir ging es ähnlich wie dir. Bis nach 3 Jahren endlich mal ein Zahnarzt auf die Idee kam ihren Kiefer zu röntgen und Bingo - Entzündungsherd gefunden!!!
-
Ferranova (Archiv)
- Beiträge: 106
- Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am
Re: BSG deutlich erhöht
Hallo Stuemmelken
Ich kann Dich sehr gut verstehen. Bei mir ist es fast genauso, oder ähnlich,
Ich habe seit 2 Jahren trotz Therapie immer ein CRP um die 30, manchmal etwas höher, manchmal etwas niedriger, dann ist die BSG bei mir auch permanent erhöht und zusätzlich die Leukozyten und die Thrombozyten.
Bis November letzten Jahres hatte ich ja noch immer eine Nephrologin, die mich von Ausbruch meiner Erkrankung ( war ja zuerst der Morbus Ormond, der auch als eine Autoimmunerkrankung betrachtet wird ) an behandelt hat.
Sie hat dann auch immer nur gesagt, ja, so ganz ist das ja noch nicht im Griff.
Diese Laborveränderungen können Ausdruck einer Aktivität des Immunsystems, also Ausdruck einer Aktivität Deiner Erkrankung sein,aber es muss nicht zwangsläufig ein Entzündungsherd gefunden werden, sondern die entzündliche Aktivität ist im Blut, da Deine Immunzellen im Blut vorhanden sind.
Das bedeutet nicht, dass Du irgendwo an einem Organ einen Entzündungsherd haben musst, ich meine mich zu erinnern, dass Du ja auch schon berichtet hast, dass Du auf den Kopf gestellt wurdest und nichts gefunden wurde.
Es ist also erst mal kein Grund zur Panik.
Ich kenne Deine Medikamente nicht, aber vielleicht muss man die Medikation etwas erhöhen, oder ein weiteres Medikament hinzu nehmen.
Also mach Dich nicht verrückt.
Schreib doch mal, was Du für Medis nimmst, und ob etwas reduziert würde, oder abgesetzt wurde etc.
Lieben Gruß,
Ferrad
Ich kann Dich sehr gut verstehen. Bei mir ist es fast genauso, oder ähnlich,
Ich habe seit 2 Jahren trotz Therapie immer ein CRP um die 30, manchmal etwas höher, manchmal etwas niedriger, dann ist die BSG bei mir auch permanent erhöht und zusätzlich die Leukozyten und die Thrombozyten.
Bis November letzten Jahres hatte ich ja noch immer eine Nephrologin, die mich von Ausbruch meiner Erkrankung ( war ja zuerst der Morbus Ormond, der auch als eine Autoimmunerkrankung betrachtet wird ) an behandelt hat.
Sie hat dann auch immer nur gesagt, ja, so ganz ist das ja noch nicht im Griff.
Diese Laborveränderungen können Ausdruck einer Aktivität des Immunsystems, also Ausdruck einer Aktivität Deiner Erkrankung sein,aber es muss nicht zwangsläufig ein Entzündungsherd gefunden werden, sondern die entzündliche Aktivität ist im Blut, da Deine Immunzellen im Blut vorhanden sind.
Das bedeutet nicht, dass Du irgendwo an einem Organ einen Entzündungsherd haben musst, ich meine mich zu erinnern, dass Du ja auch schon berichtet hast, dass Du auf den Kopf gestellt wurdest und nichts gefunden wurde.
Es ist also erst mal kein Grund zur Panik.
Ich kenne Deine Medikamente nicht, aber vielleicht muss man die Medikation etwas erhöhen, oder ein weiteres Medikament hinzu nehmen.
Also mach Dich nicht verrückt.
Schreib doch mal, was Du für Medis nimmst, und ob etwas reduziert würde, oder abgesetzt wurde etc.
Lieben Gruß,
Ferrad
-
Ferranova (Archiv)
- Beiträge: 106
- Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am
Re: BSG deutlich erhöht
Sorry, hab in Deinem anderen Beitrag das mit den Muskelschmerzen gelesen und auch was für Medikamente Du nimmst.
Das Cortison ist ja reduziert worden.
Obwohl Du ja berichtest, dass Du das seit 2 Jahren hast.
Ich habe gerade nochmal etwas über die leukzytoklastische Vaskulitis gelesen.
Es ist ja im Grunde genommen eine Organbegrenzte Vaskulitis, in diesemFall begrenzt auf die Haut.
Was sagt denn Deine Ärztin zu diesen Blutwerten und vor allem wenn sie schon seit 2 Jahren bestehen.
Eine Ursache könnte, Betonung liegt auf könnte ( hat Hartmut schon kurz angesprochen) eine Dermatomyositis / Polymyositis sein, eine chronische Muskelentzündung, die zu einer progressiven Muskelschwäche mit einem typischen Ausschlag führt ( Ausschlag bei Dermatomyositis Bilder ),
Ausschlag muss aber nicht sein.
Typischerweise kommt es zu einer unspezifischen Erhöhung von CRP und BSG, siehe
http://rheuma-selbst-hilfe.at/Polymyositis-Dermatomyositis.htm
Aber solch eine Diagnose kann man nicht aus der Ferne stellen und eigentlich müsste sich Deine Dermatologin damit auskennen.
Vielleicht holst Du Dir eine zweite Meinung ein,
Lieben Gruß,
Ferrad
Das Cortison ist ja reduziert worden.
Obwohl Du ja berichtest, dass Du das seit 2 Jahren hast.
Ich habe gerade nochmal etwas über die leukzytoklastische Vaskulitis gelesen.
Es ist ja im Grunde genommen eine Organbegrenzte Vaskulitis, in diesemFall begrenzt auf die Haut.
Was sagt denn Deine Ärztin zu diesen Blutwerten und vor allem wenn sie schon seit 2 Jahren bestehen.
Eine Ursache könnte, Betonung liegt auf könnte ( hat Hartmut schon kurz angesprochen) eine Dermatomyositis / Polymyositis sein, eine chronische Muskelentzündung, die zu einer progressiven Muskelschwäche mit einem typischen Ausschlag führt ( Ausschlag bei Dermatomyositis Bilder ),
Ausschlag muss aber nicht sein.
Typischerweise kommt es zu einer unspezifischen Erhöhung von CRP und BSG, siehe
http://rheuma-selbst-hilfe.at/Polymyositis-Dermatomyositis.htm
Aber solch eine Diagnose kann man nicht aus der Ferne stellen und eigentlich müsste sich Deine Dermatologin damit auskennen.
Vielleicht holst Du Dir eine zweite Meinung ein,
Lieben Gruß,
Ferrad
-
S. (Archiv)
- Beiträge: 2490
- Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am
Re: BSG deutlich erhöht
Stuemmelken, hi,
beide Hinweise, von Ferranova und von Dana sind gut.
Bei so einigen hier im Forum ist im Nachhinein ein oder mehrere entzündete Zähne gefunden worden - nach Zahnwurzelbehandlungen merkt man ja nicht mehr, wenn da noch etwas "zündelt". Allerdings sollte der Zahnarzt eine Doppleraufnahme machen, auf einer normalen Röntgenaufnahme erkennt man solche versteckten Entzündungsherde nicht.
beide Hinweise, von Ferranova und von Dana sind gut.
Bei so einigen hier im Forum ist im Nachhinein ein oder mehrere entzündete Zähne gefunden worden - nach Zahnwurzelbehandlungen merkt man ja nicht mehr, wenn da noch etwas "zündelt". Allerdings sollte der Zahnarzt eine Doppleraufnahme machen, auf einer normalen Röntgenaufnahme erkennt man solche versteckten Entzündungsherde nicht.
-
Stuemmelken (Archiv)
- Beiträge: 124
- Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am
Re: BSG deutlich erhöht
OK. Da ist ein sehr guter Hinweis. Das wurde bisher nicht gemacht. Nur geröngt.
Werde mir umgehend einen Zahnarzttermin geben lassen.
LG Stuemmelken
Werde mir umgehend einen Zahnarzttermin geben lassen.
LG Stuemmelken
-
anna911 (Archiv)
- Beiträge: 86
- Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am
Re: BSG deutlich erhöht
Hallo Ferrad,
muß kurz auf Deine Erklärungen mit den Entzündungswerten eingehen und dass in den bildgebenden Verfahren nichts gefunden wird.
"Diese Laborveränderungen können Ausdruck einer Aktivität des Immunsystems, also Ausdruck einer Aktivität Deiner Erkrankung sein,aber es muss nicht zwangsläufig ein Entzündungsherd gefunden werden, sondern die entzündliche Aktivität ist im Blut, da Deine Immunzellen im Blut vorhanden sind.
Das bedeutet nicht, dass Du irgendwo an einem Organ einen Entzündungsherd haben musst..."
Das ist für mich endlich eine Erklärung, weshalb bei meinen nahezu jährlichen Rundumuntersuchungen in der Uniklinik nichts gefunden wird und ich immer der Meinung war, wenn der CRP, die Blutsenkung, Leukos usw. ständig erhöht sind, dass sich irgendwo im Körper ein zusätzlicher Entzündungsherd befindet.
Da ich ja in der Zwischenzeit eine Arterienerweiterung und ein Aneurysma habe, legt meine behandelnde Ärztin jetzt absoluten Wert darauf, den CRP in den Normbereich zu bekommen und will jetzt keinen mehrfach erhöhten CRP mehr "dulden", auch wenn es mir soweit körperlich ganz gut geht. Wir hatten in der Vergangenheit vereinbart, wenn es mir soweit gut geht, trotzt der "leichten" CRP-Erhöhung, erstmal das Cortison nicht zu erhöhen und auch auf den Einsatz von MTX zu verzichten.
Jetzt geht allerdings kein Weg an MTX vorbei. Nehme es seit Dez. 2013 (derzeit noch 12,5 mg). Aber der CRP mag noch nicht darauf reagieren. Cortison wollen wir nicht erhöhen, da ich es schon so lange als Basismedidkament nehme.
Übrigens, meine Zähne wurden vor ca. 9 Monaten komplett überprüft und "saniert". Die können's also auch nicht sein.
VG
anna911
muß kurz auf Deine Erklärungen mit den Entzündungswerten eingehen und dass in den bildgebenden Verfahren nichts gefunden wird.
"Diese Laborveränderungen können Ausdruck einer Aktivität des Immunsystems, also Ausdruck einer Aktivität Deiner Erkrankung sein,aber es muss nicht zwangsläufig ein Entzündungsherd gefunden werden, sondern die entzündliche Aktivität ist im Blut, da Deine Immunzellen im Blut vorhanden sind.
Das bedeutet nicht, dass Du irgendwo an einem Organ einen Entzündungsherd haben musst..."
Das ist für mich endlich eine Erklärung, weshalb bei meinen nahezu jährlichen Rundumuntersuchungen in der Uniklinik nichts gefunden wird und ich immer der Meinung war, wenn der CRP, die Blutsenkung, Leukos usw. ständig erhöht sind, dass sich irgendwo im Körper ein zusätzlicher Entzündungsherd befindet.
Da ich ja in der Zwischenzeit eine Arterienerweiterung und ein Aneurysma habe, legt meine behandelnde Ärztin jetzt absoluten Wert darauf, den CRP in den Normbereich zu bekommen und will jetzt keinen mehrfach erhöhten CRP mehr "dulden", auch wenn es mir soweit körperlich ganz gut geht. Wir hatten in der Vergangenheit vereinbart, wenn es mir soweit gut geht, trotzt der "leichten" CRP-Erhöhung, erstmal das Cortison nicht zu erhöhen und auch auf den Einsatz von MTX zu verzichten.
Jetzt geht allerdings kein Weg an MTX vorbei. Nehme es seit Dez. 2013 (derzeit noch 12,5 mg). Aber der CRP mag noch nicht darauf reagieren. Cortison wollen wir nicht erhöhen, da ich es schon so lange als Basismedidkament nehme.
Übrigens, meine Zähne wurden vor ca. 9 Monaten komplett überprüft und "saniert". Die können's also auch nicht sein.
VG
anna911
-
Ferranova (Archiv)
- Beiträge: 106
- Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am
Re: BSG deutlich erhöht
Hallo anna911,
wenn ein organisches Korrelat zu den erhöhten Entzündungsparametern besteht, wie die entzündete Aorta, so kann man natürlich die erhöhten Werte damit in Verbindung bringen, was aber auch nicht automatisch bedeutet, dass es ein Hinweis für einen Krankheitsprogress ist.
Wenn die Entzündungswerte über lange Zeiträume in einem stationären Bereich sind und sich aber z.B. in der Bildgebung nichts verschlechtert, dann ist das eben Ausdruck der Restentzündung.
Sollte sich jetzt die lokale Entzündung an der Aorta ausbreiten, dann würden vermutlich auch Deine Entzündungswerte eskalieren.
Ein anderer Aspekt ist aber auch, wie viel Immunsuppressiva man nimmt.
wenn man eine Erkrankung hat, die als systemisch bezeichnet wird, dann bezieht sie sich auf ein ganzes Organsystem, z.B. das Blut. Es wird ja auch bei den Vaskulitiden zwischen systemischen und nicht systemischen unterschieden.
Wenn du z.B. Kortison oral nimmst( z.B. Prednisolon), dann hat es eine systemische Wirkung, weil es über das Blut in sämtliche Organsysteme transportiert wird.
es überwindet sogar die Blut- Hirn- Schranke, hat aber dann nur noch eine wesentlich geringere Wirkung .
Wenn Du Dir aber Kortison Salbe auf eine betroffene Hautstelle schmierst, dann hat es nur eine lokale Wirkung( abgesehen von minimalen Konzentrationen, die vielleicht in die Blutbahn übergehen) .
also wenn wir eine systemische Autoimmunerkrankung haben, dann kann ohne einen spezifischen Entzündungsherd die Erhöhung von z.B. CRP ein Ausdruck der Aktivität des Immunsystems im Blut sein.
Das CRP ist als sogenanntes Akut Phase -Protein ja Bestandteil des Immunsystems und kann z.B. das Komplementsytem aktivieren.
Unsere Erkrankung bedeutet ja, dass unser Immunsystem gegen uns selbst arbeitet, d.h. es ist auch aktiv, wenn gar kein Krankheitserreger, oder Infekt da ist, der bekämpft werden müsste, aber es reagiert so, als wäre ein Infekt da, weil es unseren Körper sozusagen als Fremdkörper erachtet und daraufhin aktiv wird insofern ist es kein Wunder, wenn als Ausdruck dieser Arbeit Bestandteile des Immunsystemes wie das CRP, also ein Protein, im Blut erhöht ist.
Dennoch können erhöhte Entzündungsparameter auch immer ein Ausdruck für eine lokale Entzündung sein..
Ideal wäre es natürlich, wenn die Werte im Normbereich wären.
Ich war vor kurzem übrigens beim MRT und hatte dort irgendwelche unklaren Signalveränderungen im Bereich der abdominellen Aorta und der Nierenarterien und muss jetzt zur weiteren Abklärung auch zum CT.
Liebe Grüße,
Ferrad
wenn ein organisches Korrelat zu den erhöhten Entzündungsparametern besteht, wie die entzündete Aorta, so kann man natürlich die erhöhten Werte damit in Verbindung bringen, was aber auch nicht automatisch bedeutet, dass es ein Hinweis für einen Krankheitsprogress ist.
Wenn die Entzündungswerte über lange Zeiträume in einem stationären Bereich sind und sich aber z.B. in der Bildgebung nichts verschlechtert, dann ist das eben Ausdruck der Restentzündung.
Sollte sich jetzt die lokale Entzündung an der Aorta ausbreiten, dann würden vermutlich auch Deine Entzündungswerte eskalieren.
Ein anderer Aspekt ist aber auch, wie viel Immunsuppressiva man nimmt.
wenn man eine Erkrankung hat, die als systemisch bezeichnet wird, dann bezieht sie sich auf ein ganzes Organsystem, z.B. das Blut. Es wird ja auch bei den Vaskulitiden zwischen systemischen und nicht systemischen unterschieden.
Wenn du z.B. Kortison oral nimmst( z.B. Prednisolon), dann hat es eine systemische Wirkung, weil es über das Blut in sämtliche Organsysteme transportiert wird.
es überwindet sogar die Blut- Hirn- Schranke, hat aber dann nur noch eine wesentlich geringere Wirkung .
Wenn Du Dir aber Kortison Salbe auf eine betroffene Hautstelle schmierst, dann hat es nur eine lokale Wirkung( abgesehen von minimalen Konzentrationen, die vielleicht in die Blutbahn übergehen) .
also wenn wir eine systemische Autoimmunerkrankung haben, dann kann ohne einen spezifischen Entzündungsherd die Erhöhung von z.B. CRP ein Ausdruck der Aktivität des Immunsystems im Blut sein.
Das CRP ist als sogenanntes Akut Phase -Protein ja Bestandteil des Immunsystems und kann z.B. das Komplementsytem aktivieren.
Unsere Erkrankung bedeutet ja, dass unser Immunsystem gegen uns selbst arbeitet, d.h. es ist auch aktiv, wenn gar kein Krankheitserreger, oder Infekt da ist, der bekämpft werden müsste, aber es reagiert so, als wäre ein Infekt da, weil es unseren Körper sozusagen als Fremdkörper erachtet und daraufhin aktiv wird insofern ist es kein Wunder, wenn als Ausdruck dieser Arbeit Bestandteile des Immunsystemes wie das CRP, also ein Protein, im Blut erhöht ist.
Dennoch können erhöhte Entzündungsparameter auch immer ein Ausdruck für eine lokale Entzündung sein..
Ideal wäre es natürlich, wenn die Werte im Normbereich wären.
Ich war vor kurzem übrigens beim MRT und hatte dort irgendwelche unklaren Signalveränderungen im Bereich der abdominellen Aorta und der Nierenarterien und muss jetzt zur weiteren Abklärung auch zum CT.
Liebe Grüße,
Ferrad
-
anna911 (Archiv)
- Beiträge: 86
- Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am
Re: BSG deutlich erhöht
Hallo Ferrad,
vielen herzlichen Dank für Deine Mühe und die ausführliche Erklärung. Damit ist mir auch klar, wieso die Ärzte bei dieser moderaten CRP-Erhöhung "nichts Neues" finden können, auch keine sichtbaren Aktivitäten in der Aorta.
Bisher hatte ich mich ja immer erfolgreich gegen das MTX "wehren" können, da die CRP-Erhöhungen sich immer auf dem Level 2 - 4 fach gehalten haben (hatte MTX schon mal in 2009 für ca. ein Jahr genommen und damit nach einigen Monaten den CRP auf einen Wert knapp über dem Normbereich gehalten).
Letztendlich wird durch die bisherige Medikation (nur 5 mg Cortison) dieser Entzündungsprozeß aber nicht hunterprozentig unterdrückt, weshalb die Ärzte jetzt auch nicht mehr locker lassen (Aortenerweiterung und Aneurysma) und die Medis erhöhen bzw. ergänzen.
War mir schon klar, dass jetzt erstmal wieder kein Weg an MTX vorbeigeht.
Was bedeuten "unklare Signalveränderungen"?
Viele Grüße
anna911
vielen herzlichen Dank für Deine Mühe und die ausführliche Erklärung. Damit ist mir auch klar, wieso die Ärzte bei dieser moderaten CRP-Erhöhung "nichts Neues" finden können, auch keine sichtbaren Aktivitäten in der Aorta.
Bisher hatte ich mich ja immer erfolgreich gegen das MTX "wehren" können, da die CRP-Erhöhungen sich immer auf dem Level 2 - 4 fach gehalten haben (hatte MTX schon mal in 2009 für ca. ein Jahr genommen und damit nach einigen Monaten den CRP auf einen Wert knapp über dem Normbereich gehalten).
Letztendlich wird durch die bisherige Medikation (nur 5 mg Cortison) dieser Entzündungsprozeß aber nicht hunterprozentig unterdrückt, weshalb die Ärzte jetzt auch nicht mehr locker lassen (Aortenerweiterung und Aneurysma) und die Medis erhöhen bzw. ergänzen.
War mir schon klar, dass jetzt erstmal wieder kein Weg an MTX vorbeigeht.
Was bedeuten "unklare Signalveränderungen"?
Viele Grüße
anna911
-
Ferranova (Archiv)
- Beiträge: 106
- Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am
Re: BSG deutlich erhöht
Hallo anna911,
Du sagst es, moderat, so lange das CRP so um die 30 ist, ist das noch moderat. Wenn z.B. Ein gesunder Mensch ein CRP von 35 hätte und von mir aus einen Husten, dann würde auch kein Arzt ein Antibiotikum geben, sondern erst mal abwarten.
Bei Dir ist es natürlich etwas anderes, der entzündliche Prozess in Deiner Aorta sollte in jedem Fall zum Erliegen gebracht werden.
Mit dem MRT kenne ich mich technisch auch nicht so aus, es gibt beim MRT sogenannte Wichtungen ( T 1, oder T2) das sind , glaube ich bestimmte Darstellungsformen und ein Signalverlust, oder eine Signalveränderung ist nichts eindeutiges, könnte aber eine Veränderung, z.B. Entzündung der Gefäße, oder Gefäßwände sein, daher eine weitere Abklärung mittels CT.
Es bedeutet, dass etwas ungleich beschaffen ist, also inhomogen.
Es tut mir wirklich leid, wenn Du wieder das MTX nehmen musst.
Mir geht es ähnlich mit dem Cortison, ich habe die schlimmsten Nebenwirkungen davon bekommen, inclusive. cushing syndrom
brauche aber immer wieder Stoßtherapie.
Liebe Grüße,
Ferrad
Du sagst es, moderat, so lange das CRP so um die 30 ist, ist das noch moderat. Wenn z.B. Ein gesunder Mensch ein CRP von 35 hätte und von mir aus einen Husten, dann würde auch kein Arzt ein Antibiotikum geben, sondern erst mal abwarten.
Bei Dir ist es natürlich etwas anderes, der entzündliche Prozess in Deiner Aorta sollte in jedem Fall zum Erliegen gebracht werden.
Mit dem MRT kenne ich mich technisch auch nicht so aus, es gibt beim MRT sogenannte Wichtungen ( T 1, oder T2) das sind , glaube ich bestimmte Darstellungsformen und ein Signalverlust, oder eine Signalveränderung ist nichts eindeutiges, könnte aber eine Veränderung, z.B. Entzündung der Gefäße, oder Gefäßwände sein, daher eine weitere Abklärung mittels CT.
Es bedeutet, dass etwas ungleich beschaffen ist, also inhomogen.
Es tut mir wirklich leid, wenn Du wieder das MTX nehmen musst.
Mir geht es ähnlich mit dem Cortison, ich habe die schlimmsten Nebenwirkungen davon bekommen, inclusive. cushing syndrom
brauche aber immer wieder Stoßtherapie.
Liebe Grüße,
Ferrad