hat hier jemand Erfahrung im Umgang einer Vaskulitis-Therapie beim Heilpraktiker? (Leukozytoplastische Vaskulitis). Leidet man sein Leben lang unter einer Vaskulitis? Ich bin 27, ist eine Vaskulitis in diesem Alter "normal"? Wen noch mehr interessiert, hier mein bisher noch kurzer "Leidensweg".
Seit ca. 3 Monaten habe ich immer wiederkehrende Flecken an meinen Unterschenkeln bemerkt. Anfangs ging ich davon aus dass es eine Allergie gegegn irgendetwas sein könnte, die sicher wieder von allein verschwindet. Die Flecken haben nie gejuckt, sie waren eben einfach nur da. Gegen Abend hatte hi und wieder ich muskelkaterartige Schmerzen den Beinen, vermutete aber, dass diese eher von zu wenig Bewegung nach Treppensteigen kamen.
Ende Dezember, die Flecken kamen immer noch in unregelmäßigen Abständen, haben ich dann meinen Hautarzt aufgesucht. er vermutete gleich eine Vaskulitis, nahm mir eine Reihe Blutwerte, Stuhl- und Urinprobe ab und verschrieb mir Stützstrümpfe. Diese Untersuchungen ergaben lediglich einen erhöhten CRP-Wert (Entzündungswert).
Zur weiteren Diagnostik wurde ich an den Internisten und Urologen weiterüberwiesen um die Ursachen der Vaskulitis abzuklären. Beide konnten nichts pathologisches festsstellen.
Die Stützstrümpfe zeigten nach bereits 7 Tagen eine gute Wirkung, doch breitete sich die Vaskulitis ab den nicht strumpfbedeckten Hautstellen weiter aus. (ich musste damals och auf die Laborwerte warten, um die Diagnose zu sichern).
Zwischendurch hatte ich immer wieder ein geschwollenes Kniegelenk und Gelenkschmerzen. Die Muskelschmerzen in den Waden traten immer häufiger auf.
Durch einen Treppensturz habe ich mir dann leider noch das Sprunggelenk verstaucht. Die Vaskulitis breitete sich rasend schnell wieder aus! Doch durch die Zwangsbettruhe schien sie wieder einiger Maßen rückläufig zu sein. Zwischezeitlich besuchte ich wieder meinen Hautarzt zur Laborwertbesprechung. Er sage mir dass bei meinem Laborwerten ein Tragen der Stützstrümpfe ausreichen würde, und dann alles wieder beim Alten sei. Ich freute mich über die Nachricht, war jedoch skeptisch ob er damit Recht haben sollte.
2 Tage später sass ich wieder im Sprechzimmer meines Hautarztes. Die Vaskulitis hatte sich jetzt auf die Unterarme ausgeweitet. Dieser verwies ich sofort in die immunologische Ambulankz der Uni-Hautklinik Heidelberg, da er weitere Ursachen der Vaskulitis abklären lassen wollte.
Ich kam am nächsten Tag allerdings nur bis zur allgemeinen Ambulanz durch (in die Immunologie kommt man anscheinend nur auf Überweisung der Allgemeinambulanz. Dort scheine ich ein "sehr interessanter Fall" gewesen zu sein, denn eine Assistenzärztin, Oberärztin, Professor und weitere 2 Medizinstudenten begutachteten mich. Die meisten der Studenten siagnostizierten eine Vaskulitis. Der Professor jedoch, meinte er gehe NICHT davon aus dass es eine ist. So wurde entscheiden, mir eine Gewebeprobe noch am gleiche Tag zu entnehmen. Man verwordnete mir Deflatop Schaum (niedrige Cortison Dosierung) zum Einreiben der betroffenen Stellen. Dieser zeigte sich völlig nutzlos.
10 Tage später, am letzten Montag, bekam ich das Ergebnis der histologischen Untersuchung: Idiopathische leukozytoklastische Vaskulitis. Man sagte mir dass man jetzt doch mit Cortison arbeiten müsse. Jetzt nehme ich seit 4 Tagen Decortin, 60 mg. Ab morgen soll ich auf 50 mg reduzieren. Ich habe bisher keinen weiteren (extremen) Vaskulitis Schub. Hin und wieder ein neues Pünktchen. Ich gehe davon aus dass man mir am Monatg, beim nächsten Kontrolltermin sagt: schön hilft alles, weiter so! (habe eine Packung mit 100 Tbl. verschrieben bekommen). Allerding sehe ich einer Cortison-Langzeit-Therapie wegen den Nebenwirkungen mit keinem guten Auge entgegen. Wie lange muss man das Cortison erfahrungs gemäß nehmen?
Meine Mutter würde es nun gerne bei einem Heilpraktiker versuchen. Auch sie ist gegen eine Cortisontherapie. Hat damit hier jemand erfahrung. Oder hilft tatsächlich nur Chemie? Kann ich den Ausbruch einer Vaskulitis durch verschiedene Verhaltensweisen verschlechtern / verbessern?
Ich hoffe ich habe jetzt nicht zu viel geschrieben
Viele Grüße
Julie