Polymyalgia rheumatica / Vaskulitis?

Forumsbeiträge, die vor dem 06.06.2018 erstellt wurden
Antworten
Hannelore (Archiv)
Beiträge: 1
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Polymyalgia rheumatica / Vaskulitis?

Beitrag von Hannelore (Archiv) »

Hallo, ich heiße Hannelore und brauche Eure Hilfe,

Ich bin 60 Jahre alt und habe im Oktober 2003 mit dem Rauchen aufgehört(3-4 Pakungen ).

Im gleichen Monat eine Grippeschutzimpfung und einen Zeckenstich(Borelliose).

Mitte November bekam ich Fieber, abends bis 40°C ( welches 10 Wochen andauerte).

Mehrere Wochen im Krankenhaus, unzählige Untersuchungen um den Entzündungsherd zu finden, alles ohne Erfolg.

Ich wurde entlsssen, als das Fieber zurückging( Jan. 2004 )

Zu Hause erholte ich mich langsam wieder( Gewicht war von 62kg auf 50kg herunter).

Ende April 2004 bekam ich starke Rückenschmerzen im Lendenwirbelbereich, wenig später beim Spazierengehen ein lahmes und steifes Gefühl in den Beinen und Schmerzen in den Waden.Eine Doppleruntersuchung ergab einen langstreckigen Verschluss der Arteria femoralis superficialis linksseitig.

Wieder Krankenhaus (Neurologie) ,durch Ausschlussverfahren wurde Polymyalgia rheumatica diaknostiziert. Bekam 100 mg Kortison , die meisten Schmerzen waren weg, nur die in den Waden an beiden Beinen nicht.( Schmerzen nie im Ruhezustand, nur bei Bewegung).

Wenn ich mit dem Kortison bei 10mg angelangt bin, sind die Schmerzen wieder voll da.

Bekam Metex, mußte abgesetzt werden weil ich davon Ahstma bekam.

Statt dessen bekam ich Imurek, welches ich gut vertrage.Auch der Crp und die Blutsenkung sind wieder in Ordnung, nur die Schmerzen in den Beinen gehen nicht weg.

Inzwischen habe ich durch das viele Kortison erheblich an Gewicht zugenommen(72kg) .

Im März 2005 Puls-Theraphie( 3Tage a 500mg Kortison) Tagesdosis auf 25mg festgesetzt. Schmerzen fast weg, bis auf die Beine.

Ab 10mg alle Schmerzen voll wieder da( Beine, Rücken, Arme).

Ende Juni 2005 wieder Puls-Theraphie -Keine Besserung-eher Verschlechterung.

Anfang November2005 wieder Puls-Theraphie-keine Besserung-noch schlimmer als vorher.

Nun will mein Rheumatologe zum letzten Mittel greifen wie er sagt und mir einen Endoxan-Puls geben in der Hoffnung , das damit die Schmerzen verschwinden.

Nun bin ich ganz verunsichert, wenn das Mittel auch wieder nicht hilft,man kann doch überall nachlesen, das eine Polymyalgia rheumatica sofort auf Kortison anspringt und die Schmerzen verschwinden.

Inzwischen ist der Gefäßchirurg davon überzeugt , das es sich bei meinen Gefäßen um eine Vaskulitis handelt und er auf keinem Fall Operieren würde.Vielleicht habe ich ja etwas ganz Anderes und da meine Frage an Euch und Dr. Reinhold-Keller, ich habe soviel von Bad Bramstedt gehört, sollte ich mich da noch einmal untersuchen lassen um herauszufinden was mir wirklich hilft?

Ich danke Euch im Voraus für Euren Rat

Hannelore
PD Dr E Reinhold-Keller (Archiv)
Beiträge: 714
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Re: Polymyalgia rheumatica / Vaskulitis?

Beitrag von PD Dr E Reinhold-Keller (Archiv) »

Hallo Hannelore,

Sie sehen das ganz richtig, eine PMR spricht sehr gut auf Cortison an. Bei Ihnen spricht ganz viel für eine Beteiligung der großen Blutgefäße (Vaskulitis) z. B. der Aorta (Rückenschmerzen?) und der großen Gefäße der Beine, dies muss man sichern, z.B. durch eine MRT-Angiographie oder eine sog. PET-Untersuchung, beides zeigt sehr empfindlich enzündliche Veränderungen an, die man so in einer normalen Angiographie, Gefäßröntgen, nicht sieht. Wenn das so ist, muss man wahrscheinlich wirklich die Therapie intensivieren, aber man muss das vorher klären. Sicher ist da Bad Bramstedt eine ausgezeichnete Anlaufstelle!

Alle guten Wünsche

PD Dr Eva Reinhold-Keller

Hamburg
Antworten