Hallo,
ich bin 28 Jahre alt und letztes Jahr an einer floriden ANCA-negativen pulmonalen Kleingefäß-Vaskulitis erkrankt. Im Sommer 2004 hatte ich eine starke Lungenentzündung, ohne erkennbare Ursachen. Im Oktober 2004 ist bei mir dann nach wochenlanger Suche die Ursache, die Vaskulitis, festgestellt worden. Anfang Dezember begann die Therapie mit 50 mg Decortin H (die Menge hat sich alle 2 Wochen um 10 mg reduziert)und 2mal täglich 50 mg Azathioprin. Im Februar 2005 waren die Entzündungen in der Lunge gut zurückgegangen. Daraufhin habe ich 2 Monate lang 7,5 mg Decortin, und dann bis vor 1 Woche nur noch 5 mg genommen. Bei einer erneuten Untersuchung vor ca. 1 Woche sind nach einer CT wieder etwa mehr Entzündungen in der Lunge festgestellt worden. Jetzt nehme ich wieder 7,5 mg Decortin H. Die Menge an Azathioprin ist nach wie vor gleich hoch.
Allgemein sind meine Beschwerden, die letzten Sommer z.T. sehr stark waren, zurückgegangen. Dazu zählen u.a. Gelenkschmerzen, Muskelschmerzen, starke Kopfschmerzen, Augenflimmern, Kribbeln und Taubheitsgefühl in Armen, Beinen und Rücken, starke Müdigkeit und Konzentrationsschwächen. Zur Zeit macht mir v.a. die Müdigkeit und die Konzentrationsschwäche zu schaffen, da ich gerade Diplomprüfungen habe. Ich habe nur noch sehr selten Anzeichen der anderen Beschwerden. Die Gelenkschmerzen haben nur leicht wieder zugenommen. Außerdem ist bei mir letzten Sommer eine Schilddrüsenunterfunktion festgestellt worden. Diese hat sich auch in den letzten Wochen verschlechtert. Derzeit nehme ich 100 mg Tyroxin.
Allgemein vertrage ich die Medikamente nur noch sehr schlecht. Ich habe ständig Sodbrennen und nach der Einnahme Magenschmerzen und Durchfall.
Deshalb würde ich gerne wissen, ob die Therapie für meine Erkrankung angemessen ist und ob es andere Möglichkeiten gibt.
Gibt es im Raum Regensburg Ärzte, die mit dieser Erkrankung vertraut sind? (Mein behandelnder Arzt ist Lungenfacharzt, und holt z.T. ärztlichen Rat bei einer Rheumaärztin).
Für eine hilfreiche Antwort wäre ich sehr dankbar.
Beste Grüße
Natalie B.
Vaskulitis Behandlung
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Natalie B. (Archiv)
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PD Dr E Reinhold-Keller (Archiv)
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Re: Vaskulitis Behandlung
Hallo Natalie,
da ist kaum auf die Ferne zu raten, zumal Ihre Krankheit selbst auch noch nicht ganz exakt eingeordnet ist. Offenbar ist sie jedenfalls wieder mehr aktiv, ob dann alleine eine leichte Erhöhung der Cortison-Dosis reicht, oder Imurek auf 150mg/d erhöht werden, kann man einfach so auf die Ferne nicht sagen. Am Krankenhaus Regensburg arbeitet Frau Dr. Jutta Weinert, Rheumatologin, die lange in Bad Bramstedt war.
Alles Gute
PD Dr Eva Reinhold-Keller
Hamburg
da ist kaum auf die Ferne zu raten, zumal Ihre Krankheit selbst auch noch nicht ganz exakt eingeordnet ist. Offenbar ist sie jedenfalls wieder mehr aktiv, ob dann alleine eine leichte Erhöhung der Cortison-Dosis reicht, oder Imurek auf 150mg/d erhöht werden, kann man einfach so auf die Ferne nicht sagen. Am Krankenhaus Regensburg arbeitet Frau Dr. Jutta Weinert, Rheumatologin, die lange in Bad Bramstedt war.
Alles Gute
PD Dr Eva Reinhold-Keller
Hamburg