Rituximab

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kk9979
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Rituximab

Beitrag von kk9979 » Sa Jun 03, 2023 10:21 am

Hallo,

ich hatte schon mal geschrieben, dass ich unter Rituximab einen Magen-Darm-Infekt habe....Nun habe ich seit mittlerweile 5 Wochen schon Durchfall. Es ist unerträglich so langsam. Ein Stuhltest auf die meisten Keime war allerdings negativ. Nun soll es eine Nebenwirkung vom Rituximab sein, der Facharzt, der es mir gegeben hat, meinte, dass nicht.

Bin echt gefrustet, denn 2020 hatte ich auch Rituximab, da hatte ich auch keinen Durchfall.

Ich weiß auch nicht, ob ich an die Nebenwirkung glauben kann, denn im Februar hatte ich es zuletzt und der Durchfall kam Anfang Mai. Hätte es dann nicht eher losgehen müssen?

Hatte hier jemand schon mal wegen Rituximab sowas?

Karin 123
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Re: Rituximab

Beitrag von Karin 123 » So Jun 04, 2023 11:01 am

Hallo kk9979,

das tut mir sehr leid für Dich. Hast Du ja schon vor Wochen berichtet.

Mir ist das nicht als Nebenwirkung von Rituximab bekannt. Was könnte Rituximab da anrichten? Es bremst das Immunsystem, also wäre ein Magen/Darmvirus denkbar. Du sagst, es ist auf „Keime“ getestet worden. Auch Viren?

Vom Wirkmechanismus von Rituximab kann ich mir eigentlich nichts anderes vorstellen. Meistens haben Menschen mit Dauerdurchfall ja Nahrungsmittelunverträglichkwiten. Wenn etwas zeitgleich auftritt (Rituximab und Durchfall) muss es ja nichts miteinander zu tun haben. Und Nahrungsmittelunverträglichkeiten können sich auch entwickeln, selbst wenn man früher nicht hatte. Ist in diese Richtung schon mal getestet worden?

Und wenn es Rituximab war, dann sollte es zum Ende des Intervalls doch besser werden. Wann war die Infusion?

Ich weiß nicht,welche Ursachen es noch für den Durchfall geben kann. Ich würde darauf bestehen, dass dies alles durchgetestet wird. Ich kenne Fälle, wo Ärzte den Durchfall nicht richtig Ernst genommen haben und einfach nix gemacht haben. Hier würde ich schauen, daß alles andere gecheckt wird.

Alles Gute für Dich und sag mal Bescheid, wenn sich was ergibt,

Karin

ANKA
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Re: Rituximab

Beitrag von ANKA » So Jun 04, 2023 3:53 pm

Hallo,

seit einem Jahr 4x Rituximab bekommen. Kein Durchfall bei mir.

Grüße,
ANKA
Zuletzt geändert von ANKA am Mi Mai 08, 2024 10:41 pm, insgesamt 1-mal geändert.
Aufstehen, weitermachen!

Geschl.: männlich; Geb.: 1988; Region: Brandenburg; Diag. 2022: ANCA Vaskulitis/Morbus Wegener (GPA); 5x Rituximab 1000mg

Meine Story: https://www.vaskulitis.org/forum/viewtopic.php?f=2&t=5979

Friedel
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Re: Rituximab

Beitrag von Friedel » So Jun 04, 2023 5:09 pm

Hallo,
Ich bekomme seit 2020 Rituximab.
Durchfall hatte ich dadurch nie.
Zu Beginn meiner GPA hatte ich Antibiotikum bekommen und dadurch Blähungen und wässrigen Durchfall über mehrere Wochen.
Bekommst Du noch andere Medikamente?
Ich wünsche Dir baldige Besserung.
Viele Grüße
Marianne

kk9979
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Re: Rituximab

Beitrag von kk9979 » So Jun 04, 2023 5:29 pm

Hallo,

andere Medikamente sind Metoprolol, Amlodipin, Pravastatin, Spironolacton, Vitamin D + B12, und eben Rituixmab.

Die Erreger wurden alle getestet: Kein Shigatoxin 1/2, keine Salmonella spp., Shigella spp.,Yersinia enterocolitica, E. Coli 0157, enteroinvasive E. coli (EIEC), Campylobacter spp, keine Astroviren, Andenovirus 40/41, Rotavirus a, Norovirus 1 und 2, Sapovirus, Giardia lamblia, Entamoeba histolytica, Cryptosporidium spp. sowie Cyclospora cayetanensis.

Also alles negativ.

Für den HÄ ist es abgehakt, kein Erreger, dann muss es eine Nebenwirkung sein.

Für mich gibt es nur noch 3 Varianten

a) dass es vielleicht noch ein anderer Erreger ist, als die getesteten
b) dass es noch irgendwas mit Galle und Leber zu tun hat (ist ja Verdauung und ich habe Gallensteine und eine Nicht-alkoholische Fettleber), allerdings hatte ich keine Kolik oder so und das habe ich beim HÄ angesprochen und sie meinte, dass ich dann auch eine Kolik haben müsste, wenn da was die Verdauung negativ beeinflusst - irgendwas mit Enzymen und Bauchspeicheldrüse....
c) ich habe seit Anfang des Jahres im Joghurt Leinsamen gegessen (geschrotet), dann kam die Infusion, zuletzt am 1.2....vielleicht hat sich da was aufgebaut an Entzündung. Ich hatte mal gehört, dass z.b. Transplantierte Menschen rohe Sachen usw. nicht essen dürfen....bin zwar nicht transplantiert....aber vielleicht sind die ranzig gewesen oder was

Wenn selbst Hefekapseln, wie Perenterol bei Mabthera in der Apotheke eine Wechselwirkung anzeigt, nämlich, dass die Hefen sich ungünstig vermehren können unter Immunsuppression, dann halte ich es persönlich für möglich, dass mit den Leinsamen auch was schiefgegangen ist. Vielleicht hat sich der Darm davon entzündet....?

Ich weiß es einfach nicht, man fängt an zu rätseln. Fakt ist eins, ich kann ja nicht ewig so rumrennen und es muss ja eine Ursache geben.

Momentan geht die Häufigkeit des Durchfalls zurück, aber ist eben auch noch nicht komplett weg. Man wird immer schlapper....

Dodo
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Re: Rituximab

Beitrag von Dodo » Di Jun 06, 2023 8:06 am

Hallo,

Du bekommst sehr viel Blutdrucksenker. Brauchst du die alle?
Seit wann bekommst du das Spironolacton? Das kann auch MagenDarmBeschwerden machen. Das ist eine Entwässerung, die dadurch auch den Blutdruck senkt.
Gleichzeitig bekommst du Amlodipin, auch ein Blutdrucksenker, das als Nebenwirkung für Ödeme und Durchfälle verantwortlich sein kann.
Sieht iwie so aus als ob man die NW des einen Medis mit ner anderen Medis behandelt.
Ich vermute das liegt eher an deiner anderen Medikation. Das könnte ein Arzt, der sich mit den Nebewirkungen auseinandersetzt und sich nicht auf den Schlips getreten fühlt, wenn man ihn nett drauf anspricht, sicher optimieren.

LG Dodo

kk9979
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Re: Rituximab

Beitrag von kk9979 » Di Jun 06, 2023 1:40 pm

Die Blutdrucksenker habe ich schon eine ganze Weile so. Es ist leider nicht anders möglich, da ich auch Urtikaria mit Angioödemen hatte und somit die Sartane oder ACE-Hemmer abgesetzt werden musste aus Sicherheitsgründen. Ich hatte z.b. eine geschwolle Lippe bekommen. Allein von Amlodipin senkt sich der Blutdruck nicht ausreichend und den Betablocker hatte ich bekommen, weil ich immer wieder Sinustachykardien hatte.

Ich hatte jetzt nochmal mit dem Doc gemailt. Dieser meinte, dass es möglich sei, dass es ein anderer seltenerer Keim sein könnte. Bei den ganzen Patienten, die sie betreuen ist unter Rituximab bei keinem bei der selben Indikation Durchfall vorgekommen. Das wäre eher so bei Krebspatienten. Ich habe ja kein Krebs. Auch, dass es dann nicht direkt nach der Infusion angefangen hat, sondern 2 Monate später ist für ihn ein Ausschlusskriterium.

Ich kann aber heute berichten, dass es seit gestern besser ist. Wenn man dann aber bedenkt, dass es vielleicht doch ein andere Erreger ist, kann einen ja echt Angst werden, wenn solche Magen-/Darminfekte 5,5 Wochen anhalten. Zum Glück hatte ich kein Erbrechen dazu, das wäre ja die blanke Hölle gewesen.

tapa
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Re: Rituximab

Beitrag von tapa » Fr Jul 07, 2023 2:04 pm

Wenn man so viele Medikamente mit Neben- und Wechselwirkungen nimmt, kann man auch gut mal in einer Apotheke nachfragen. Mein Apotheker kann mir da immer gut weiterhelfen.

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