TCM Klinik in Bad Kötzting

Alles zu Ärzten, Krankenhäusern, Reha-Orten im Zusammenhang mit Vaskulitis
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Antje
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TCM Klinik in Bad Kötzting

Beitrag von Antje » Sa Aug 22, 2020 2:55 pm

Hier möchte ich meine Erfahrung mit der TCM Klinik in Bad Kötzting teilen. Ich war dort auf eigenem Wunsch für 4 Wochen, weil ich nach etwas gesucht habe, was ohne Nebenwirkungen ist, denn ich habe natürlich auch MTX und Co empfohlen bekommen. Die lange Liste der Nebenwirkungen haben mir kein gutes Gefühl gemacht. Mit Mühe konnte ich damals laufen, weil ich unter starker Atemnot litt, außerdem hatte ich Dauerschnupfen und Dauerhusten, konnte nur schlafen, wenn der Kopf sehr hoch lag, Nachtschweiß...etc. Nach 4 Wochen fühlte ich mich so viel besser, konnte wieder richtig gut laufen, sogar bergauf. Es blieb nicht so, da ich auch nicht alle Anwendungen von dort beibehielt ( Akupunktur, chinesische Heilkräuter trinken, Qi Gong..u.a.), aber inzwischen nehme ich nur noch morgens ein Cortisonspray, das ist alles. Ich komme Berge gut rauf und runter ohne Atemnot, dafür bin ich sehr dankbar!

Ingeborg
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Re: TCM Klinik in Bad Kötzting

Beitrag von Ingeborg » Sa Aug 22, 2020 5:13 pm

Hallo Antje,
also, Bad Kötzing und TCM sind hier bekannt; beide haben, jedenfalls aus meiner Sicht, einen guten Ruf. Ob man nun bei einer schweren oder auch leichten Erkrankung auf ein grundsätzlich anderes System einer anderen Kultur zurückgreifen muß, sei mal dahingestellt.
Was letztlich zählt, ist aber doch, dass es Dir so viel besser geht. Und das ist wirklich toll. Danke, es mit uns zu teilen.
Aus eigener Erfahrung (bei einer anderen Krankheit) weiß ich, dass der Tee individuell zusammengestellt wird und auch für mich gewöhnungsbedürftig war. Nun, das weißt Du, tut man manches für das Ziel, etwas Unerwünschtes loszuwerden ;)
Antje hat geschrieben:
Sa Aug 22, 2020 2:27 pm
..meine Zweifel daran habe, dass die Unterdrückung von Symptomen heilt,
Die Zweifel teile ich durchaus. Nach dem hiesigen Erklärungsmodell zur Entstehung von Vaskulitiden ist es aber ebenso schwer, zu glauben, ein einmal entgleistes Immunsystem durch TCM -oder andere sog. "alternativen Heilmethoden"- wieder in die richtigen Gleise zu bringen und damit die Krankheit zu heilen. Ich rate daher auch weiterhin zu regelmäßigen schulmedizinischen (Labor-)Kontrollen. Berichte uns gern weiter.
Sei herzlich willkommen in unserem Forum. Darf ich bei der Gelegenheit fragen, welche Vaskulitisform Dich "heimgesucht" hat?
Liebe Grüße, Ingeborg
Man muß sich von sich selbst auch nicht alles gefallen lassen.
(Viktor Frankl, 1905-1997)

Antje
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Re: TCM Klinik in Bad Kötzting

Beitrag von Antje » So Aug 23, 2020 11:46 am

Hallo Ingeborg,
danke für Deine Reaktion!
Bei mir wurden zwei Autoimmunerkrankungen diagnostiziert, 2012 Churg Strauß und 2018 Grnulömatose mit Polyangiitis.
Natürlich glaube ich nicht, dass es einfach und schnell geht, ein entgleistes Immunsystem mal schnell mit TCM zu heilen. Für mich bedeutet es tägliche Arbeit auf verschiedenen Ebenen, der Angst vor einem Rückfall muss ich mich stellen, auch dass bei einem derart hohem PR3 ANCA alles sehr schnell gehen kann. Ich gehe weiterhin in die Uniklinik, allerdings habe ich auch schon Termine abgesagt, weil ich festgestellt habe, dass es mir nach den Untersuchungen immer in jeder Hinsicht schlechter ging als vorher. In schillernden Farben wurde mir jedesmal vor Augen gehalten, wie schnell und wie furchtbar ich sterben könnte. Jetzt habe ich eine Ärztin gefunden, die meinen Weg unterstützt, dafür bin ich sehr dankbar. Ich bin nicht sehr glücklich mit dem Begriff "sogenannte alternative Heilweisen". Was bedeutet "sogenannt" für Dich?
Was ist bei Dir der Grund, im Forum zu sein?
Herzliche Grüße
Antje

Ingeborg
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Re: TCM Klinik in Bad Kötzting

Beitrag von Ingeborg » So Aug 23, 2020 1:21 pm

Hallo Antje,
vorab: mir kam es sowohl bei TCM als auch bei den Möglichkeiten der Schulmedizin darauf an, dass es bei beiden nicht HEILUNG betreffen kann.
Zu sog. alternativen Heilmethoden: alternativ bedeutet zunächst, es gäbe eine Möglichkeit, eine andere damit zu ersetzen. Man trifft dabei eine Entscheidung FÜR eine Möglichkeit und damit gleichzeitig GEGEN eine andere.
Sogenannt deswegen, weil es bei Vaskulitiden, um Schlimmeres zu verhindern, keine Alternative zur Schulmedizin gibt. Hier aber kann es nur um unterstützende Maßnahmen durch TCM gehen.
Antje hat geschrieben:
So Aug 23, 2020 11:46 am
nach den Untersuchungen immer in jeder Hinsicht schlechter ging als vorher. In schillernden Farben wurde mir jedesmal vor Augen gehalten, wie schnell und wie furchtbar ich sterben könnte.
Wie schlecht es einem geht, hängt viel mit den eigenen Gedanken und der Einstellung zur Erkrankung zusammen. Und da gibt es, besonders zu Beginn und bei neuen Beteiligungen von wichtigen Organen, genügend zu verarbeiten und den Umgang damit zu lernen. Da brauchst nicht noch zusätzlich Ärzte, die einem Sterbedramen erzählen, zumal es heutzutage gute Medikamente gibt, anders als vor noch 30 Jahren.
Antje hat geschrieben:
So Aug 23, 2020 11:46 am
habe ich eine Ärztin gefunden, die meinen Weg unterstützt
Darf ich nochmal fragen, ob Dein Weg die "Alternative" TCM ist und die Ärztin Dich darin unterstützt? Oder Schulmedizinerin ohne Vorbehalte gegenüber TCM?

EGPA (darauf hatte ich übrigens getippt) und GPA sind sich sehr ähnlich. PR3 ist dabei hochspezifisch für GPA und wichtig bei Laborkontrollen. Bei 2/3 der Patienten geht lt. Vaskulitisspezialisten eine Erhöhung des Wertes einem Rezidiv voran.

Warum ich im Forum bin? Anfangs zwecks Informationen, als ich bemerkte, bei einem zwar menschlich netten, aber unkundigen Arzt in Behandlung zu sein. Als es "ein Akt" wurde, den Telefonhörer am Ohr zu halten und ich dann noch kurz vor der Erblindung stand, wechselte ich den Arzt.
Seitdem hab ich von Frau Prof. Reinhold-Keller, die jahrelang dieses Forum betreute, und anderen sehr viel gelernt und geb dies gerne weiter. Außerdem kann ich evtl. Adressen nennen, um das Umherirren mit diesen Seltenen Erkrankungen nicht ausweiten zu lassen.

Ich wünsche Dir und allen
noch einen wunderschönen Tag,
Ingeborg
Man muß sich von sich selbst auch nicht alles gefallen lassen.
(Viktor Frankl, 1905-1997)

Antje
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Re: TCM Klinik in Bad Kötzting

Beitrag von Antje » So Aug 23, 2020 8:56 pm

Hallo Ingeborg,
einen schönen Tag hatte ich, danke! Ich hoffe, Du auch!

Bei mir ist es im Moment keine Entscheidung für das Eine und gegen das Andere, aber ich wähle sehr bewußt, was ich tue. Seit ich 2014 in der TCM Klinik war, habe ich mich nicht mehr um TCM gekümmert, obwohl meine Erfahrung sehr positiv war. Allerdings würde ich bei einem Rückfall, vor die Wahl gestellt, ob Chemotherapie oder TCM, mich ganz klar für TCM entscheiden. Die Klinik wird von einem Arzt geführt, der selbst eine so starke Heilungserfahrung mit TCM gemacht hat, dass er alle Hindernisse auf sich genommen hat, um diese Klinik aufzubauen.

Meine Ärztin hört mir zu, ist empathisch und macht mir keine Angst. Sie unterstützt meinen Weg, weil sie merkt, dass ich die Verantwortung für mich übernehme, und weil sie seit einiger Zeit mitbekommt, dass es mir gut geht, obwohl ich seit 2 Jahren außer Symbicort inhalieren, nichts an Medikamenten nehme. Allerdings nehme ich die Erkrankung nicht auf die leichte Schulter, und tue täglich etwas für mich.

Ich gehöre zu den Menschen, die gerne offen lassen, was geheilt werden kann, was nicht. Ich habe schon eine Erfahrung hinter mir, wo ich sehr genau nachgespürt habe, was ich kann, was nicht. Als ich ins Krankenhaus kam, hieß es, ich müsste mindestens 6 Wochen bis 3 Monaten bleiben, nach 3 Wochen kam ich raus. 2012 bekam ich von dem behandelden Arzt in der Uniklinik den gleichen Zeitraum gesagt, innerhalb dieser Zeit prophezeite er mir, dass ich sterben würde aufgrund der weit fortgeschrittenen Erkrankung. Das ist nun 8 Jahre her, und ich lebe! Heute bin ich 15km gelaufen, zum Teil steil bergauf......Schwarzwald!

Herzliche Grüße
Antje

Ingeborg
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Re: TCM Klinik in Bad Kötzting

Beitrag von Ingeborg » Mo Aug 24, 2020 2:19 pm

Hallo Antje,
Antje hat geschrieben:
So Aug 23, 2020 8:56 pm
würde ich bei einem Rückfall, vor die Wahl gestellt, ob Chemotherapie oder TCM, mich ganz klar für TCM entscheiden. Die Klinik wird von einem Arzt geführt, der selbst eine so starke Heilungserfahrung mit TCM gemacht hat, dass er alle Hindernisse auf sich genommen hat, um diese Klinik aufzubauen.

Ich gehöre zu den Menschen, die gerne offen lassen, was geheilt werden kann, was nicht. Ich habe schon eine Erfahrung hinter mir, wo ich sehr genau nachgespürt habe, was ich kann, was nicht. Als ich ins Krankenhaus kam, hieß es, ich müsste mindestens 6 Wochen bis 3 Monaten bleiben, nach 3 Wochen kam ich raus. 2012 bekam ich von dem behandelden Arzt in der Uniklinik den gleichen Zeitraum gesagt, innerhalb dieser Zeit prophezeite er mir, dass ich sterben würde...
Irgendwie werd ich beim Lesen den Eindruck nicht los, als dass dieser Arzt der Uniklinik, der sich nach meinem Dafürhalten nicht gut mit EGPA auskannte, Dich dermaßen verunsichert und Dich damit auf der Suche nach Sicherheit zum TCM-Arzt gebracht hat. Dieser überzeugt (Dich), da er für SEINE Erkrankung Heilung erfahren hat und Du Dich damit in Sicherheit meinst, es gäbe Heilung durch TCM. Bist Du sicher, dass es sich um die gleiche Erkrankung gehandelt hat oder hier etwas vergleichbar ist? Ich meine nur...

und möchte Dir folgendes Zitat von Epiktet, griech. Philosoph, Stoiker, mitgeben:
Man darf das Schiff nicht an einen einzigen Anker und das Leben nicht an eine einzige Hoffnung binden.
Alles Gute für Dich und
paß auf Dich auf,
Ingeborg
Man muß sich von sich selbst auch nicht alles gefallen lassen.
(Viktor Frankl, 1905-1997)

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Re: TCM Klinik in Bad Kötzting

Beitrag von Antje » Mo Aug 24, 2020 10:29 pm

Hallo Ingeborg,
danke für Deine Fürsorge! Ja, ich werde aufpassen, im eigenen Interesse.

Dem Zitat von Epiktet stimme ich zu, genau deshalb verlasse ich mich nicht nur auf den einen Anker Schulmedizin, sondern schaue mich nach anderen Ankern um. TCM ist momentan nicht mein zweiter Anker, trotzdem habe ich meine positiven Erfahrungen mit der TCM Klinik hier im Forum geteilt. Mir liegt es, wenn man nicht nur den Körper behandelt, denn ich bin ja nicht mein Körper, ich habe einen Körper. Das fehlt mir in der Schulmedizin. Dazu ein Beispiel: Neulich war ich wieder zur Untersuchung in der Uniklinik. Die Ärztin war total erstaunt, wie gesund ich auf sie wirkte, sie sprach das öfters an in der kurzen Zeit, die ich bei ihr war. Ich habe sie dann auf die Chemotherapie angesprochen, die mir sonst immer empfohlen wird. Dazu meinte sie, dass man das ja nur machen würde, wenn es jemandem schlecht geht, und das wäre ja bei mir nicht der Fall. Ca zwei Wochen später rief sie an, weil sie sich mit dem Chefarzt besprochen hatte. Dieser kennt mich nicht, hat mich nicht erlebt, nichts untersucht, nichts gefragt und empfiehlt mir eine Chemotherapie.Da geht es nicht um Menschen sondern um Blutwerte, um ein Behandlungschema.

Auch Dir von Herzen alles Gute!
Antje

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